Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 21.04.2017

38 Tore! Wuppertal holt Terada-Brüder aus Düsseldorf

Notizen aus der Regionalliga West

Regionalliga West 16/17: Torshow vom 29. Spieltag.

West-Regionalligist Wuppertaler SV hat zur kommenden Saison ein japanisches Brüderpaar aus der Landesliga verpflichtet. Der 22-jährige Stürmer Shun Terada konnte den WSV mit bemerkenswerten 34 Saisontoren nach nur 27 Spieltagen überzeugen, bringt seinen Bruder Ryo mit. Innenverteidiger Jannik Löhden wechselt innerhalb der Liga von Alemannia Aachen zu Rot-Weiß Oberhausen, Abwehrspieler Koray Kacinoglu vom SV Rödinghausen hat die Folgen seines Schädel-Hirn-Traumas überwunden und Dominik Poremba, Torwart der Aufsteiger Sportfreunde Siegen, fällt mit einem Kreuzbandriss mehrere Monate aus. Unser Partner FUSSBALL.DE hat die wichtigsten Notizen aus der Regionalliga West zusammengestellt.

Bölstler begeistert vom Japan-Duo: Der Wuppertaler SV hat sich zur kommenden Saison die Dienste von Shun und Ryo Terada gesichert. Das japanische Brüderpaar ist bis zum Sommer noch für den Landesligisten DSC 99 Düsseldorf am Ball und auf dem besten Weg, den Aufstieg in die Oberliga zu schaffen. Der DSC rangiert sieben Spieltage vor dem Saisonende mit zwei Punkten Vorsprung vor dem zweitplatzierten FSV Vohwinkel Wuppertal an der Spitze. Vor allem Shun Terada hat großen Anteil am Erfolg der Düsseldorfer. Der 22-jährige Mittelstürmer hat nach 27 Spieltagen bereits 34 Tore auf seinem Konto. Sein 23-jähriger Bruder Ryo ist Mittelfeldspieler. Er absolvierte bisher nur drei Partien (vier Tore), weil seine Spielberechtigung erst seit wenigen Wochen vorliegt. Beim Wuppertaler SV erhalten beide einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019. „Wir haben die Nacht vor der Unterschrift kaum geschlafen, weil wir so aufgeregt und stolz waren. Wir fühlen uns geehrt, bei einem großen Verein wie dem WSV spielen zu können“, so die beiden Zugänge. WSV-Sportvorstand Manuel Bölstler erklärt: „Shun bringt eine unglaubliche Schnelligkeit mit. Mit 34 Toren und zwölf Vorlagen hat er es sich verdient, den nächsten Schritt zu machen. Ryo ist ähnlich veranlagt wie sein Bruder. Die Jungs sind erst vor einigen Monaten nach Deutschland gekommen und haben sich schnell akklimatisiert. Wir haben sie mehrfach beobachtet und trauen ihnen den Sprung zu.“

Neue Herausforderung: Ex-Bundesligist Rot-Weiß Oberhausen meldet den ersten Zugang für die kommende Saison. Vom Ligakonkurrenten Alemannia Aachen, der vor wenigen Wochen einen Insolvenzantrag stellen musste, wechselt Innenverteidiger Jannik Löhden zu den „Kleeblättern“ ins Ruhrgebiet. „Ich freue mich, dass sich Jannik nach intensiven Gesprächen für RWO entschieden hat. Aufgrund seiner Erfahrung erhoffen wir uns von ihm noch mehr Stabilität in der Abwehr. Außerdem wird er uns durch seine Kopfballstärke neue Möglichkeiten bei Standards bieten“, so Jörn Nowak, Sportlicher Leiter in Oberhausen. Der 2,01 Meter lange Abwehrspieler Löhden war zu Beginn der Saison 2015/2016 von Viktoria Köln nach Aachen gewechselt und entwickelte sich dort zum Leistungsträger. Bei RWO sucht er nun eine neue sportliche Herausforderung. „Für mich war es keine schwierige Entscheidung. Rot-Weiß Oberhausen gehört zu den Top-Vereinen in der Regionalliga mit einer großen Tradition“, sagt Jannik Löhden.

Kacinoglu zurück im Kader: Abwehrspieler Koray Kacinoglu (22) vom SV Rödinghausen hat die Folgen seines Schädel-Hirn-Traumas überwunden, gehörte im Heimspiel gegen Spitzenreiter FC Viktoria Köln (0:4) erstmals wieder zum Kader von Trainer Alfred Nijhuis. Er kam allerdings noch nicht zum Einsatz. Kapitän Marcel Leeneman (Reizung der Patellasehne) und Angreifer Abu Bakarr Kargbo (Knieverletzung) mussten dagegen erneut passen.

Vorderes und hinteres Kreuzband betroffen: Schlechte Nachricht für die Sportfreunde Siegen: Stammtorhüter Dominik Poremba wird in dieser Saison kein Spiel mehr für den ehemaligen Zweitligisten bestreiten, fällt mehrere Monate aus. Der 30-Jährige, der in der Partie bei Spitzenreiter FC Viktoria Köln (0:5) verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, hat nun die bittere Diagnose erhalten: Sowohl das vordere als auch hintere Kreuzband im linken Knie sind gerissen, eine Operation ist damit unumgänglich. Bei einer Rettungstat war der Schlussmann unglücklich mit Viktoria-Stürmer Fatih Candan zusammengeprallt. Poremba, der seit drei Jahren zu den Leistungsträgern in Siegen zählt, hatte danach sogar noch durch eine spektakuläre Parade das 0:1 verhindert, musste dann jedoch den Platz verlassen. „Das tut uns unheimlich leid für Dominik, der stets ein Vorbild an Engagement, Einsatz, Trainingsfleiß und Mentalität ist“, so Trainer Thorsten Seibert.

Muskelfaserriss bei Yesilova: Rot Weiss Ahlen muss in den kommenden Wochen ohne Emre Yesilova auskommen. Der 23-jährige Mittelfeldspieler zog sich beim 1:1 gegen den ehemaligen Bundesligisten Alemannia Aachen einen Muskelfaserriss zu. Yesilova kam im Sommer vom Ligakonkurrenten Rot Weiss Essen nach Ahlen. Bisher kam er in 25 Partien für die abstiegsbedrohten Ahlener zum Einsatz. Dabei gelangen ihm drei Treffer und fünf Vorlagen.

Saison-Aus für Kreyer: Tabellenführer FC Viktoria Köln muss im Titelrennen auf Torjäger Sven Kreyer verzichten. Der Mittelstürmer verletzte sich beim Training schwer am Sprunggelenk und wird in der laufenden Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. Der 25-jährige Mittelstürmer, der zwölf Treffer in 24 Ligaspielen für die Viktoria erzielt hatte, wurde bereits operiert und wird mindestens bis zum Saisonende ausfallen.

Nationalspieler verlängert: Der bosnische U19-Nationalspieler Sandy Husic hat seinen Vertrag beim Wuppertaler SV um ein Jahr (bis zum 30. Juni 2018) verlängert. Obwohl der Rechtsverteidiger eigentlich noch für die A-Junioren spielberechtigt ist, kam er in dieser Saison bereits in sieben Regionalliga-Partien für die erste Mannschaft zum Einsatz. Laut Vereinsmitteilung entschied sich der 19-Jährige gegen Angebote aus höheren Ligen. „Sandy hat in den letzten zehn Monaten große Entwicklungssprünge bei uns gemacht. Wir sind sehr glücklich, dass er sich weiterhin für uns entschieden hat. Wir wollen ihn fördern, sind stolz auf seine Entwicklung“, sagt WSV-Sportvorstand Manuel Bölstler. Sandy Husic betont: „Die gesamte sportliche Führung - vor allem Trainer Stefan Vollmerhausen - haben mich das ganze Jahr über in jeder Situation unterstützt. Ich bin sehr dankbar dafür, da dieses familiäre Klima meine Entwicklung stark gefördert hat.“

Harder bleibt bis 2019: Der SV Rödinghausen hat den Vertrag mit Kevin Harder vorzeitig bis 2020 verlängert. Der 19-jährige Innenverteidiger rückte in der Winterpause aus der zweiten Mannschaft in den Regionalligakader auf und absolvierte seitdem neun Regionalligaspiele sowie eine Partie im Westfalenpokal. „Wir sind froh, weiterhin mit Kevin planen zu können. Er hat seine Chance hervorragend genutzt. Wir sind von seinem Potential überzeugt“, so der Sportliche Leiter Tim Daseking.

Spitzenreiter veranstaltet Ostercamp: Der FC Viktoria Köln veranstaltete jetzt ein Ostercamp für Kids. Einer der Höhepunkte für die kleinen Kicker war der Besuch von Viktoria-Maskottchen „Viktor“, der Autogramme gab und am Ende Urkunden ausstellte. Außerdem bekamen alle Teilnehmer zwei Freikarten für das Spiel des Spitzenreiters gegen Aufsteiger Sportfreunde Siegen (5:0) geschenkt.

FUSSBALL.DE/mspw

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