Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 05.01.2015

Ausbildungskonzept setzt Maßstäbe im DLV

Michael Blomeier beim Westfalenwalk in Herne. (Foto: Peter Middel)

Mit der Lauf- Walking/Nordic Walking- LehrTrainer- Ausbildung hat der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen in Zusammenarbeit mit dem LV Nordrhein wichtige Pionierarbeit auf dem Breitensport-Sektor geleistet.

Das Konzept wurde bereits vom Deutschen Leichtathletik-Verband aufgenommen und findet daher bundesweite Beachtung. "Wir haben mit unserer Ausbildung bundesweit Maßstäbe gesetzt, so dass unser Konzept auch anderen Landesverbänden empfohlen wird. Auch der Turnerbund und der Skiverband erkennen unser Ausbildungskonzept an,"  betonte der Stellvertretende VLA-Vorsitzende und Breitensportfachmann, Michael Blomeier,  in einem Gespräch nach der VKLA-Tagung im SportCentrum Kamen-Kaiserau.

Recht hoch stuft Michael Blomeier auch das Netzwerk ein, das die Kommission "Allgemeine Leichtathletik" in den letzten Jahren geknüpft hat, um den Breitensport im Verband  darzustellen und ihn dort entsprechend umsetzen zu können.

Angebote gibt es viele,  angefangen von Projekt "Sport pro Gesundheit" bis hin zum Jedermann- Zehnkampf.

Erfreulich ist, dass der Laufbereich weiter boomt. So fanden im vergangenen Jahr 608 Läufe mit ca. 450000 Teilnehmern in NRW statt. Dass immer mehr kommerzielle Anbieter auf den Markt drängen, betrachtet Michael Blomeier nicht als Bedrohung, sondern als Chance. "Wir betrachten die Firmen nicht als Konkurrenten, denn wir sitzen gemeinsam in einem Boot. Wir müssen mit ihnen zusammenarbeiten, denn sie sind in einigen Bereichen  besser als wir. Das müssen wir ausnutzen. Von dieser Kooperation werden in Zukunft alle profitieren," unterstrich der stellvertretende VLA-Vorsitzende.

Der FLVW versteht sich auf dem Breitensportsektor als Dienstleister. Daher bietet er seit 2008 u.a. den Westfalenwalk bietet, der sich von Jahr zu Jahr steigender  Beliebtheit erfreut. Viele Walker wollen nicht nur von A nach B gehen, sondern sich auch messen und in einer Ergebnisliste wiederfinden.  Daher hat der FLVW diesen Sportlerinnen und Sportlern mit dem Westfalenwalk ein Forum mit einem entsprechenden Regelwerk geschaffen, denn das sportliche Gehen bzw. das Volksgehen konnte sich bekanntlich  nicht durchsetzen. "Mit dem Westfalenwalk haben wir einen Kompromiss gefunden, der allen Beteiligten  Rechnung trägt," erläuterte Michael Blomeier.

Als großen Erfolg betrachtet der 60-jährige Pädagoge, die Präsenz des FLVW beim Lake Run am Möhnesee, der mehr als ein normaler Cross-  bzw. Geländelauf ist. Bei dieser ultimativen Herausforderung vergab der FLVW bei den letzten beiden Auflagen die  Westfalen-Trophy und wird diese Kooperation auch in Zukunft fortsetzen. Da ist es für den Veranstalter selbstverständlich, Gebühren an den FLVW zu entrichten.  

Für Michael Blomeier ist dies ein Geben und Nehmen. "Wenn es keine Leichtathletik-Vereine oder keine Lauftreffs gäbe, würde es keinen Lake Run und auch keine Firmenläufe geben, denn wir bereiten die Läuferinnen und Läufer auf diese Events durch unsere entsprechenden Angebote vor. Wir können uns durch unsere organisatorischen Strukturen sowie durch unser Fachwissen und unser Know- how in die Veranstaltungen einbringen. Die Agenturen sorgen  auf der anderen Seite mit  dem Einsatz von Geld und Personal für den Eventcharakter und die entsprechende Professionalität.  Bei Läufen  ab einer gewissen   Größenordnung können wir dies mit unseren ehrenamtlichen Strukturen nämlich nicht mehr leisten," so Michael Blomeier.  

Autor: Peter Middel

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