Westdeutscher Fussballverband e.V.
Allgemein 19.10.2012

Beauftragter für Behindertenfußball
am Niederrhein eingerichtet

Sepp-Herberger-Stiftung startet Inklusionsinitiative

Nicht nur im Umgang mit den Kindern zeigt sich Axel Müller engagiert - nun setzt er sich auch für das Projekt der SHS am Niederrhein ein.

In 20 Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) werden Beauftragte für den Behindertenfußball künftig Ansprechpartner für Menschen mit Behinderungen sein. Hauptziel ist es, Fußballspielern mit Beeinträchtigungen bundesweit den Zugang in die „Fußballfamilie“ zu erleichtern. Die Sepp-Herberger-Stiftung stellt dazu pro Jahr mehr als 100.000 Euro zur Verfügung. Am Niederrhein wird Axel Müller aus Oppum das Projekt betreuen.

Das Engagement im Behindertenfußball zählt zu den wesentlichen Aufgaben der 1977 gegründeten Sepp-Herberger-Stiftung. Die Einrichtung engagiert sich bereits seit vielen Jahren auf unterschiedliche Weise für den Fußballsport von Menschen mit Behinderungen. Mit der Einrichtung der Beauftragten für Behindertenfußball in den Landesverbänden geht die Stiftung nun einen weiteren Schritt getreu dem Motto: "Mit Fußball in die Mitte der Gesellschaft“

Rothmund: „Viele hervorragende Ansätze!“

Beim ersten Gedankenaustausch mit den neuen Beauftragten an diesem Wochenende in Barsinghausen mit dabei war auch der zuständige DFB-Vizepräsident für Sozial- und Gesellschaftspolitik, Karl Rothmund. „Wir begreifen die beeinträchtigten Sportler als ‚Fußballer‘ und möchten ihnen die Möglichkeiten bieten, in den organisierten Fußballstrukturen ihren Sport treiben zu können“, sagt der Vorsitzende der Sepp-Herberger-Stiftung. „Vor allem in den 26.000 Fußballvereinen gibt es hier viele Chancen und Möglichkeiten. Wir werden in den nächsten Jahren verstärkt integrative und inklusive Maßnahmen initiieren, fördern und gelungene Beispiele sammeln. In vielen Landesverbänden und Vereinen gibt es bereits hervorragende Ansätze“, so Rothmund weiter.

Das bundesweite Engagement der Stiftung findet auch in der Sportpolitik Zustimmung: „Das ist in der Tat ein sehr guter Ansatz! Der Fußball ist sowohl in der Spitze als auch in der Breite sehr gut aufgestellt und verfügt über verlässliche Strukturen, ein enges Netzwerk und eine Vielzahl ehrenamtlich Engagierter“, betont Dagmar Freitag, die Vorsitzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestages. „Insbesondere die DFB-Landesverbände sind es, die den Breitensport organisieren – und hier würde sicher auch der allergrößte Teil des ‚Fußballbetriebes‘ der Menschen mit Behinderungen stattfinden. Dass dieser mit Mitteln der Sepp-Herberger-Stiftung und durch regionale Koordinatoren an der Basis weiter entwickelt werden soll, ist großartig“, freut sich Freitag, die als Kuratorin der Stiftung zu den Mit-Initiatoren der Initiative zählt.

Am Niederrhein freut man sich in Person von Axel Müller einen kompetenten Ansprechpartner für dieses Projekt gefunden zu haben. Müller ist bereits eng mit dem Thema verbunden und zeigte sich in den ersten Treffer engagiert. Über die Aktion "Integration mit Energie" wurde der FVN auf den Krefelder aufmerksam, der beim SV Oppum die integrative Gruppe mit behinderten Kindern mit großer Leidenschaft leitet. Nun erklärte er sich bereit diesen Bereich im Fußballverband Niederrhein zu betreuen und als Beauftragter für den Behindertenfußball zur Verfügung zu stehen.

Weitere Informationen zum Thema: www.sepp-herberger.de

 

Quelle: FVN

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