Westdeutscher Fussballverband e.V.
Futsal 17.06.2016

Black Panthers Bielefeld dominieren WFLV Futsal Pokal 2016

Newcomer UFC Paderborn im Frauenpokal erfolgreich

Überraschungssieger im WFLV Futsal Pokal 2016: Regionalliga Aufsteiger Black Panthers Bielefeld (Foto: Peter Unger).
Überraschungssieger im WFLV Futsal Pokal 2016: Regionalliga Aufsteiger Black Panthers Bielefeld (Foto: Peter Unger). - Klicken Sie auf das Bild für eine Slideshow

Dass der Pokal auch im Futsal seine eigenen Gesetze hat, lässt sich unschwer an den Namen der Mannschaften in der Finalbegegnung erkennen. Denn dort standen sich die Black Panthers Bielefeld und die Bonner Futsal Lions gegenüber – und Bielefeld siegte vor heimischer Kulisse eindrucksvoll mit 6:1. Während die Ostwestfalen gerade erst aus der Futsal Oberliga Westfalen in die WFLV-Liga aufgestiegen sind, mussten sich die Bonner Löwen nach 2-jähriger Ligazugehörigkeit erst einmal wieder aus der spielklassenhöchsten Liga verabschieden: Aufsteiger gegen Absteiger! Dabei blieben immerhin so illustre Namen wir UFC Münster, Holzpfosten Schwerte oder MCH Sennestadt auf der Strecke.

Das von Goran Novakovic hervorragend eingestellte Team der schwarzen Panther kickte dabei den deutschen Vizemeister Schwerte sogar mit einem mehr als deutlichen 12:5 aus dem Wettbewerb. Bei den Bonnern schien es so etwas wie ein letztes Aufbäumen zu sein. Nachdem sie den Kampf gegen den Abstieg in einer kräfteraubenden Saison verloren hatten, gewannen sie im Viertelfinale des Pokals knapp gegen den westdeutschen Vizemeister MCH Sennestadt mit 7:6. Das anschließende Halbfinale entwickelte sich dann zu einem wahren Krimi, als sie den amtierenden Pokalsieger Turu Lions Düsseldorf im 6-Meter-Schießen mit 9:8 aus dem Rennen warfen.

Hakim Aytan wird “Man oft he Match“

Und das Finale Panther gegen Löwen stellte sich dann lange Zeit als ein ausgeglichener Kampf zweier Raubkatzen dar. Die Bielefelder begannen mit Schwung und gingen in der 4. Minute durch einen Gewaltschuss von Malte Siekmann in Führung, die der Bonner Stavros Andreadis jedoch fast umgehend ausgleichen konnte (7.). Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit hatten die Bielefelder deutliche Vorteile, konnten jedoch keinen weiteren Treffer landen. Nach dem Seitenwechsel gab es hochkarätige Chancen auf beiden Seiten, die jedoch ebenfalls ohne Torerfolg blieben. So stand es in der gut gefüllten Sporthalle des Carl Severin Berufskollegs auch noch fünf Minuten vor Schluss 1:1. Doch die Bonner, die mit nur sieben einsatzfähigen Spielern angereist waren, mussten mit nachlassenden Kräften ihrem kleinen Kader Tribut zollen. Bielefelds Ausnahmespieler Hakim Aytan wurde dann zum „Man of the Match“, als er in den Minuten 35., 37., 39. und 40. für die Vorentscheidung sorgte und den Weg für den größten Erfolg der Black Panthers in ihrer noch jungen Vereinsgeschichte bereitete. Das I-Tüpfelchen setzte Nick Mdoreuli acht Sekunden vor dem Abpfiff mit dem 6:1.

Die Siegerehrung mit Pokalübergabe wurde von Klaus Jahn persönlich vorgenommen: „Wir haben heute ein spannendes Finale gesehen. Die Bonner waren ein cooler Gegner, die Bielefelder ein verdienter Sieger. Ich denke, das war eine richtig gute Werbung für den Futsal“, zeigte sich der F+B Ausschuss-Vorsitzende hochzufrieden nach dem Match.

Uli Clemens, WFLV F+B Ausschuss (links im Bild) überreichte den Siegerpokal an die glückliche Gewinnermannschaft. Foto: Jens Scheltrup
Uli Clemens, WFLV F+B Ausschuss (links im Bild) überreichte den Siegerpokal an die glückliche Gewinnermannschaft. Foto: Jens Scheltrup

UFC Paderborns Frauen holen ersten Pokalsieg

Bei den Frauen kam es im neu ins Leben gerufenen Pokalwettbewerb zur Finalbegegnung von Holzpfosten Schwerte und UFC Paderborn, welche die Gäste aus Ostwestfalen mit 6:4 für sich entscheiden konnten. Während die „Holzpföstinnen“ bereits eine Saison in der WFLV Frauen Futsal-Liga hinter sich haben, sind die Paderstädter Futsalerinnen ganz neu im Geschäft. Doch das merkte man ihnen im abgelaufenen Wettbewerb nicht an, denn mit Futsalicious Essen und Pegasus Westfalia Hagen ließen sie gleich zwei ligaerfahrende Teams hinter sich.

200 Zuschauer beim Finale – Klaus Jahn zufrieden

Und im Finale lief dann alles ganz nach Plan weiter. Vor knapp 200 Zuschauern in der Schwerter Alfred Berg Sporthalle war auf und neben dem Feld Jubelstimmung angesagt. Ohne einmal in Rückstand geraten zu sein, hielten die Paderbornerinnen um Trainer René Wegs die Fäden in der Hand. Mit 3:3 stand es zur Halbzeit noch ausgeglichen, doch der UFC hatte trotz der leicht favorisierten Holzpfosten nur ein Ziel vor Augen: Pokalsieg! Und der sollte dem erst in diesem Jahr neu formierten Team nicht mehr genommen werden. Nachdem Schwerte in den Schlussminuten beim Stand von 4:5 den Flying Goalkeeper einsetzte, eroberte sich Paderborns Susanne Werner nach einer Unachtsamkeit im Spielaufbau der Ruhrstädter den Ball und setzte mit einem Schuss aufs leere Tor und gleichzeitig ihrem dritten Treffer den eindrucksvollen Schlusspunkt.

Coach Wegs nach dem Spiel: „Die Halle war voll und die Stimmung klasse. Dazu hatten wir einen enorm starken Gegner und ein Endspiel mit hoher Qualität. Es hätte wohl kein cooleres Finale geben können. Die Mädels haben sich diesen Pokal verdient und werden das gebührend feiern“. Konsequenz aus diesem Erfolg ist natürlich die Teilnahme an der kommenden Saison der WFLV Frauen Futsal-Liga, wo man gerne am Ende der Spielzeit auch wieder ganz oben auf dem Treppchen stehen möchte. Doch da werden die Mädels vom anderen UFC, nämlich aus Münster etwas dagegen haben. Denn der ungeschlagene Westdeutsche Meister 2015/16 konnte wegen internationaler Verpflichtungen nicht am WFLV-Pokal teilnehmen…

Spielberechtigungen Regionalliga West