Westdeutscher Fussballverband e.V.
Futsal 12.05.2015

Der Frauenfutsal kommt!

WFLV Frauenfutsal-Liga in der Planung

Rasant und hochklassig: Der Frauenfutsal will sich etablieren (Foto: Georg von Coelln).

Unter dem Vorsitz von Klaus Jahn trafen sich in Duisburg Vertreter von Futsalvereinen mit Frauenfutsal Abteilung zu einem Austausch über den Stand von Frauenfutsal in NRW. Mit dem UFC Münster, Holzpfosten Schwerte, Futsal Panthers Köln und Futsalicious Essen waren illustre Namen aus der westdeutschen Futsalszene vertreten, die sich allesamt bereits im Frauenfutsal engagieren.

Ein gemeinsames Ziel war schnell ausgemacht: So bald wie möglich einen geregelten Spielbetrieb für Frauenfutsal auf die Beine stellen, um so den Frauenfutsalsport in Nordrhein-Westfalen zu fördern und zu etablieren.

Im Männerfutsalbereich gibt es nach 10 Jahren intensiver und engagierter Aufbauarbeit eine gut funktionierende Ligastruktur beim WFLV, FVN und FLVW. Im Frauenfutsalbereich gibt es zurzeit nur die genannten vier aktiven Vereine, die sich lediglich sporadisch zu Futsalspielen treffen. Hier besteht aber ein großes Interesse an einem geregelten Spielbetrieb – und dies, so schnell wie möglich. Und hierfür soll die Werbetrommel gerührt werden: Angesprochen werden sollen bei diesem Vorhaben aktive Futsalspielerinnen, ehemalige Fußballspielerinnen, aktive Fußballspielerinnen, die zusätzlich Futsal spielen möchten oder einfach am Futsalsport interessierte Frauen.

Ziel ist die kurz- bis mittelfristige Einführung einer Frauen Futsal-Liga mit mindestens acht Mannschaften auf westdeutscher Ebene. Ein erster Schritt ist die Durchführung eines offenen Schnupperturniers am 28. Juni 2015 in Essen, bei dem weitere Mannschaften für einen Spielbetrieb auf WFLV-Ebene gewonnen werden sollen. Die Bemühungen sollen dahin gehen, dass bereits im September 2015 der Startschuss für eine WFLV Frauenfutsal-Liga fallen kann. Text: WFLV

 

Lisa Schrader im Interview:
"Kommt absolut zur richtigen Zeit"

Lisa Schrader freut sich über die tolle Entwicklung (Foto: privat).

Lisa Schrader von den Holzpfosten Schwerte hat an der Auftaktsitzung teilgenommen. Hier lesen Sie ein Interview mit ihr, in dem sie die aktuelle Situation auch aus Vereinssicht beschreibt:

Lisa, der WFLV hat dich nach Duisburg bestellt - warum und worum ging's?
In der Einladung hieß es nur, dass es um die Möglichkeiten für den Frauen-Futsal in NRW gehen sollte. Was das dann konkret heißen würde, war mir vorher auch nicht klar. Jetzt nach dem Treffen kann ich aber sagen: Ein Futsal-Spielbetrieb für Frauen wird kommen und zwar schon zur nächsten Saison.

Ist der bei aktuell vier Teams überhaupt sinnvoll? Oder erhofft sich der Verband, die Attraktivität des Frauen-Futsals so zu steigern?
Wir hoffen schon, dass bis dahin noch das eine oder andere Team dazukommt. Durch den Spielbetrieb ist dann ja auch endlich ein richtiger Anreiz da, eine Mannschaft zu gründen. Um interessierten Teams die Möglichkeit zu geben, sich den Futsal einmal anzuschauen, soll es voraussichtlich Ende Juni so eine Art Kennenlern-Turnier geben. Aber auch wenn es bei den vier Teams bleibt, dann wird es eben so gemacht.

Stand jetzt: Wie wird der Saison-Modus aussehen?
Naja, das hängt schon stark davon ab, wie viele Teams es am Ende sein werden. Aber es ist geplant, Spieltage zu organisieren, wie es bis vor der letzten Saison bei den Männern auch üblich war. Also mindestens zwei Spiele an einem Ort, sodass der Aufwand für die Vereine nicht so groß ist. Wie das alles mit Hin- und Rückrunde oder einem anderen Modell geregelt wird, wie viele Spiele es dann also pro Saison sein werden, das steht noch nicht fest.

Aber es handelt sich dabei schon um die offizielle Westdeutsche Meisterschaft...
... oder den WFLV-Futsal-Cup oder irgendetwas Vergleichbares. Offiziell soll's auf jeden Fall sein, da steht der Verband auch absolut hinter.

Wie beurteilst du den abermaligen Futsal-Schritt nach vorne?
Ich freue mich total und bin positiv überrascht, dass der Verband den Schritt zum geregelten Spielbetrieb jetzt schon gehen will. Dass das bei dem Treffen in Duisburg herauskommen würde, hatte ich auf jeden Fall nicht erwartet. Und ich glaube, das kommt absolut zur richtigen Zeit. Die Aufmerksamkeit, die der Sport durch die Männer mittlerweile generiert, muss man nutzen.

Interview-Quelle: Facebook-Seite von Holzpfosten Schwerte

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