Westdeutscher Fussballverband e.V.
Fußball-Allgemein 22.10.2013

DFB-Bundestag: Vereint. Innovativ. Leistungsstark.

41. DFB-Bundestag

Mit einer klaren, zentralen Botschaft hält der Deutsche Fußball-Bund am Donnerstag und Freitag in Nürnberg seinen 41. ordentlichen Bundestag ab. Fußball ist Zukunft, Fußball ist Einheit, Innovation, Leistungsstärke - allesamt wichtige Säulen des DFB. Präsident Wolfgang Niersbach stellt sich zur Wiederwahl, wichtige Ämter werden neu besetzt. Und prominente Gäste erwartet.

Wer auf der dritten Ebene des NürnbergConvention Center (NCC) Ost einen Moment innehält und seinen Blick schweifen lässt, der ist beeindruckt: Durch ein großes Glasdach dringt das Tageslicht bis hinunter ins zentrale Atrium im Erdgeschoss. Die Laufflächen der in Rundform angelegten Galerien in Verbindung mit den dazugehörigen Rolltreppen wirken von oben ein bisschen wie eine Carrera-Bahn – eine schöne Architektur für ein großes Ereignis.

Michel Platini und Thomas Bach werden als Gäste erwartet

Dieses Ereignis wird am Donnerstag und Freitag die Blicke auf das Convention Center in der zweitgrößten Stadt Bayerns lenken. Denn wenn Fußball-Größen wie Michel Platini und Franz Beckenbauer aufeinandertreffen, wenn sich IOC-Präsident Dr. Thomas Bach angesagt hat, wenn die Fußballfamilie ihre Abgesandten zum Fußball-Parlament ausschickt – dann ist 41. ordentlicher DFB-Bundestag im NCC.

Exakt 259 stimmberechtigte Delegierte aus den 26 DFB-Regional- und Landesverbänden sowie aus dem Ligaverband machen sich auf den Weg ins Frankenland, sollen für die nächste Legislaturperiode von drei Jahren unter anderem das neue DFB-Präsidium wählen, über derzeit 43 Anträge abstimmen und die Weichen für die nahe Zukunft stellen. Darüber hinaus erwartet der DFB viele geladene Freunde, Partner und Internationale, sodass sich die Zahl der Gäste auf mehr als 500 summiert.

Niersbach: "Bundestag soll vor allem die Einheit heraustellen"

"Fußball ist Zukunft", lautet das Motto. "Vereint. Innovativ. Leistungsstark." Prägnanter könnte es kaum sein, was auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach betont. "Unser Bundestag soll vor allem die Einheit, den starken Zusammenhalt zwischen Spitze und Basis, Profis und Amateuren herausstellen. Alles in allem ein Erfolgsmodell für den deutschen Fußball", sagt Niersbach im Vorfeld der Großveranstaltung, auf der er sich auf Vorschlag der Regional- und Landesverbände sowie des Ligaverbandes zur Wiederwahl stellt.

Damit hat der DFB-Präsident den ersten Punkt des Bundestags-Mottos bereits treffend umrissen: "Vereint". Als symbolträchtiges Zeichen dafür soll deshalb auf dem DFB-Bundestag auch die Verlängerung des Grundlagenvertrages zwischen DFB und Ligaverband bis 30. Juni 2017 formell bestätigt werden, die zuvor bereits von DFB-Präsidium und Ligavorstand verabschiedet worden war. Seit 2001 regelt der Grundlagenvertrag die wechselseitigen Rechte und Pflichten beider Partner.

 

Mehr Dienstleister für Vereine sein

"Innovativ" – auch dafür steht der DFB. Niersbach sagt: "Wir wollen noch mehr Dienstleister für die Vereine und die vielen Ehrenamtlichen an der Basis sein." Aus diesem Grund wurden die Ergebnisse des Amateurfußball-Kongresses 2012 in Kassel im sogenannten "Masterplan Amateurfußball" zusammengeführt, der in Nürnberg vorgestellt werden soll. Er beinhaltet beispielsweise eine Imagekampagne für den Amateurfußball. Und einiges mehr

Darüber hinaus wird das neue Serviceportal "Online-Vereinsberatung" präsentiert. Es soll konkrete Tipps und Hilfestellungen für die ehrenamtliche Vereinsarbeit geben und ist nach Zielgruppen sortiert, sodass sich beispielsweise der Jugendleiter genauso Rat holen kann wie der Schatzmeister. Ergänzt wird das Angebot unter anderem durch Online-Seminare, die bereits seit 2012 erfolgreich laufen und sich mit Schwerpunkten wie "Die Einführung in die Viererkette" oder "Spezifische Steuerthemen für Amateurklubs" beschäftigen.

"Leistungsstark" – die dritte Säule des Bundestags-Mottos ist selbstredend. Und meint nicht nur die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Verbandes, der seinen Mitgliedern wieder gesunde Zahlen vorlegen wird, sondern in erster Linie die sportliche. Zumal sich der DFB-Präsident schon anlässlich seiner Wahl am 2. März 2012 auf dem außerordentlichen Bundestag in Frankfurt am Main klar zur Elite und Eliteförderung bekannt hat. Und damit auch zur Talentförderung.

So werden auch in Nürnberg Mannschaften geehrt, die in den vergangenen drei Jahren erfolgreich waren: unter anderem die Männer- und die Frauen-Nationalmannschaft, die im Juli wieder Europameister wurde. Und Vereinsteams wie der FC Bayern München und die Frauen des VfL Wolfsburg – beides Mannschaften, die in diesem Jahr das Triple aus Deutscher Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League feierten.

Ihre Ehrungen sind eingebettet in den großen Festakt, der am Donnerstag um 16.30 Uhr den 41. ordentlichen DFB-Bundestag feierlich eröffnet. UEFA-Präsident Platini, IOC-Präsident Bach und adidas-Vorstandsvorsitzender Herbert Hainer haben eigens Grußworte angekündigt. Die Staatsphilharmonie Nürnberg wird erstmals die neue DFB-Hymne in Orchesterversion präsentieren. Und für "adeligen" Flair sorgt "Der Graf" mit seiner Gruppe "Unheilig" – und zwei Songs auf der Bühne.

Mit Unterstützung des Bayerischen Fußball-Verbandes schließt sich am Abend ein "Get together" im NCC an. Der DFB wird sich mit all seinen Facetten an verschiedenen Ständen präsentieren, dazu gibt es Live-Musik, Live-Fußball auf dem Videowürfel, Aktionen der DFBPartner, Balljongleure, fliegende Künstler sowie eine Interactive-Wand mit verschiedenen Video-Einspielern und noch einige Highlights mehr. DFB-TV bietet darüber hinaus für die Daheimgebliebenen einen Service an: Aus Nürnberg wird an beiden Tagen live übertragen.

Einziger Kandidat ist Amtsinhaber Wolfgang Niersbach

"Wahltag" ist dann am Freitag ab 10 Uhr im NCC. Einziger und von allen Mitgliedsverbänden vorgeschlagener Kandidat für die Position des DFB-Präsidenten ist der bisherige Amtsinhaber Wolfgang Niersbach. Andere Positionen im DFB-Präsidium müssen hingegen neu besetzt werden, weil vier Mitglieder die Altersgrenze von 70 Jahren überschritten haben. Zum einen Schatzmeister Horst R. Schmidt, der die Position seit 2007 bekleidete und zuvor rund 15 Jahre als Generalsekretär fungierte. Zum anderen die Vizepräsidenten Hermann Korfmacher, Rolf Hocke und Karl Rothmund. Auch Goetz Eilers, seit 2007 Vorsitzender des DFB-Bundesgerichts, hat die Altersgrenze erreicht und scheidet daher aus seinem Amt aus. Bis Ende 2006 hatte er beim DFB unter anderem viele Jahre als Chefjustiziar und ständiger Vertreter des Generalsekretärs gewirkt. Für die Position des Schatzmeisters haben die Regional- und Landesverbände des DFB einstimmig Reinhard Grindel nominiert, den Vizepräsidenten des Niedersächsischen Fußballverbandes.

Starke Botschaften, personelle Entscheidungen, ein umfangreiches Programm – der DFB-Bundestag in Nürnberg wird richtungsweisend für den deutschen Fußball sein.

 

Quelle: DFB

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