Westdeutscher Fussballverband e.V.
Allgemein 15.10.2014

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach
verleiht Julius Hirsch Preis

Zweiter Preis: Rauball (l.) und Niersbach (r.) zeichnen das BVB-Projekt aus

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat in Gelsenkirchen den Julius Hirsch Preis 2014 an die Ultra-Gruppe Schickeria überreicht. Die Fangruppe hatte an das Lebenswerk Kurt Landauers erinnert, der nach seiner Internierung in Dachau in die Schweiz flüchten konnte und nach Kriegsende erneut die Präsidentschaft beim
FC Bayern München übernahm.

Der zweite Preis ging an ein Gemeinschaftsprojekt aus Dortmund, an dem unter anderem Borussia Dortmund, die Fan- und Förderabteilung, das Fanprojekt sowie die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache beteiligt waren.
32 BVB-Anhänger hatten im Juni die polnischen Gedenkstätten in Zamosc, Lublin, Belzec, Majdanek und Sobibór besucht und sich auf die Spurensuche von 800 Dortmunder Juden gemacht, die 1942 deportiert worden waren. Für das umfangreiche Veranstaltungsprogramm "Roth ist bunt" rund um die Ausstellung "Kicker, Kämpfer und Legenden" über die Geschichte des jüdischen Fußballs in Deutschland wird die Volkshochschule der Stadt Roth mit dem 3. Preis ausgezeichnet.

Der Ehrenpreis, den in der Vergangenheit unter anderem Thomas Hitzlsperger und Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo erhalten hatten, geht 2014 an Mario Bendel. Der 46-jährige Berliner schreibt und editiert privat die Facebook-Seite "Fußballfans gegen Rechts". "Nie wieder" heißt das Zeichen, das der DFB mit der Stiftung des Julius Hirsch Preises setzt. Er leistet damit einen Beitrag zur Stärkung der Zivilgesellschaft, in der Demokratie, Menschenrechte sowie der Schutz von Minderheiten unveräußerliche Werte sind.

Quelle: DFB

 

 

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