Westdeutscher Fussballverband e.V.
Verbandsnews 26.09.2013

Reinhard Grindel zu Gast beim WFLV-Präsidium

DFB-Schatzmeister-Kandidat

Reinhard Grindel (mitte) zu Gast beim WFLV-Präsidium (Foto: Nicole Gdawietz).

Für Reinhard Grindel war der Besuch in Duisburg nicht nur eine Selbstverständlichkeit. „Es war für mich eine große Freude, Gast des Präsidiums des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes gewesen zu sein“, sagte Reinhard Grindel. Bereits im Vorfeld des DFB-Bundestages (24./25. Oktober) in Nürnberg, auf dem er für das verantwortungsvolle Amt des DFB-Schatzmeisters kandidiert, sucht der Niedersachse den engen Kontakt zu den Regional- und Landesverbänden. Dem WFLV-Präsidium war es ebenfalls eine große Freunde, dass Reinhard Grindel der Einladung auf die Geschäftsstelle in Duisburg folgte. Im Rahmen der Präsidiumssitzung am 25. September kam es zu einem regen Austausch, bei dem die partnerschaftliche Zusammenarbeit unterstrichen wurde.

Reinhard Grindel soll bald das Geld des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verwalten. Einstimmig beschlossen bereits die Präsidenten der Regional- und Landesverbände, Reinhard Grindel als Nachfolger für den ausscheidenden Horst R. Schmidt als DFB-Schatzmeister vorzuschlagen. Grindel ist Vizepräsident des Niedersächsischen Fußballverbandes und beim DFB Mitglied in den Ausschüssen Nachhaltigkeit (Bereich Anti-Korruption) sowie Steuern und Abgaben. Darüber hinaus wirkte der 51-Jährige entscheidend daran mit, die drohende Verdoppelung der Beiträge für Vereine an die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft abzuwenden.

Reinhard Grindel ist durch seine ehrenamtliche Arbeit in Niedersachsen geprägt. Die Basis und die Landesverbände liegen ihm am Herzen. "Der DFB schafft die Rahmenbedingungen, damit die Leistungsfähigkeit seiner Landesverbände erhalten bleibt", sagt Grindel, der im Oktober 2011 als erster Vizepräsident des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) gewählt wurde. "Die Umsetzung des neuen Masterplans Amateurfußball wird von zentraler Bedeutung sein."

Jurist, Journalist, Politiker, seit 2002 Mitglied des Bundestages, Freizeitfußballer und seit ein paar Jahren "Fußballgestalter". Der designierte neue DFB-Schatzmeister wurde am 19. September 1961 in Hamburg geboren. Die WM 2006 war für ihn der Anstoß auf dem Weg zum NFV. Das Sommermärchen hatte nachhaltige Folgen, auch für Reinhard Grindel. WM-Teilnehmer Trinidad Tobago schlug sein Teamcamp in Rotenburg auf. Die Kreisstadt an der Wümme ist auch seine Heimat. Schon sein Großvater unterrichtete hier an der Mittelschule Mathematik. "Also haben wir alles unternommen, damit die Trinibagos, wie die Rotenburger sie liebevoll nannten, sich bei uns heimisch fühlten", berichtet Grindel.

Als Beauftragter für "Anti-Korruption" gehört er seit 2010 der Kommission Nachhaltigkeit an. Drei wesentliche Ergebnisse stehen am Ende seiner dreijährigen Tätigkeit in dieser Rolle: der Mitarbeiterkodex für die DFB-Mitarbeiter, ein Memorandum des Ligaverbandes und des DFB zur Hospitality und eine gemeinsam mit DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock ins Leben gerufene Kampagne zur Prävention von Spielmanipulation. "Gemeinsam haben wir den DFB bei diesem Thema mit der UEFA vernetzt", sagt Grindel. "Hier sind wir gut aufgestellt."

Ohnehin befürwortet Grindel viele Ansätze, die in der Kommission Nachhaltigkeit angeschoben wurden: "Wir müssen verstehen, dass sich Kerngeschäft und soziales Engagement nicht widersprechen, etwa bei den Bereichen Integrität und Integration. Man muss doch nur mal in den Ballungsräumen schauen, wie viele Kinder in der D-Jugend eine Zuwanderungsgeschichte haben. Wenn es uns gelingt, die Zukunft dieser Kinder positiv zu beeinflussen, hat auch der Fußball eine positive Zukunft. Und wenn die Integrität des Spiels nicht gewahrt bleibt, werden sich die Fans abwenden. Wenn wir sagen, Fußball ist Zukunft, hat das eben auch mit Nachhaltigkeit zu tun."

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