Westdeutscher Fussballverband e.V.
Futsal 16.03.2013

Drama pur: Uerdingen und
UFC Münster im DFB-Halbfinale

Viertelfinale in Krefeld.

In Krefeld waren starke Nerven gefragt, nach einem echten Krimi haben sich die Futsaler von Bayer Uerdingen aber unter dem Jubel der Fans für das Halbfinale des DFB-Futsal-Cup 2013 qualifiziert. Im Viertelfinale setzten sich die Krefelder 9:6 gegen den norddeutschen Meister SC Team Yasar Hamburg durch.

Im Halbfinale trifft Uerdingen auf die Panthers Hamburg, die sich ebenfalls 9:6 bei NAFI Stuttgart behauptet haben. Bereits am nächsten Wochenende tritt das Bayer-Team in Hamburg an. Das Endspiel um den DFB-Futsal-Cup findet am Wochenende 6./7. April statt.

Auch WFLV-Meister UFC Münster hat mit einem knappen Erfolg das Halbfinale erreicht. Im Viertelfinale besiegte Münster in eigener Halle Hohenstein-Ernstthal mit 3:2. Münsters Rüschenpöhler sah die Gelb-Rote Karte. Im Halbfinale hat Münster erneut Heimrecht. Gegner ist dann SC Croatia Berlin.

Im Viertelfinale machte es Uerdingen in der heimischen Halle am Löschenhofweg richtig spannend. Die Krefelder starteten furios und führten bereits 5:1. Doch die Gäste aus Hamburg schlugen zurück und konnten zum 6:6 ausgleichen.


Dann wurden die Hausherren aber von ihren Zuschauern zum Sieg getrieben: 9:6 hieß es am Ende - und der Halbfinaleinzug soll nicht der letzte Schritt gewesen sein. „Mal gesponnen, wir gewinnen den DFB-Futsal-Cup, winkt die Teilnahme an der UEFA-Futsal-Champions League! FC Barcelona oder Benfica Lissabon am Löschenhofweg, das wäre doch was", hieß es am Löschenhofweg.

Die Begrüßung vor dem Spiel in Münster (Foto: Clemens).

Spannend ging es auch in Münster zur Sache. Mit einem 3:2 Sieg in Münster gegen den sächsischen Vertreter VFL 05 Hohenstein-Ernstthal sicherten sich die Westfalen den Einzug in das Halbfinale des DFB Futsal Cups 2013.

Diese nächste Runde für den UFC wird bereits am Samstag ebenfalls in Münster gegen SD Croatia Berlin ausgetragen, die sich im Viertelfinalspiel  gegen die SpVgg Ingelheim mit 8:5 Toren durchgesetzt haben.

In Münster hatte der UFC lange Zeit Mühe sich gegen den tief stehenden Sachsenmeister aus dem Erzgebirge durchzusetzen. Die Fußballer dort betreiben keine eigene Futsal Liga aber in der Halle wird in Sachsen grundsätzlich nur Futsal gespielt.

In der Viertelfinalbegegnung gegen die erfahrenen Futsaler aus Münster ging Hohenstein-Ernstthal in der 7. Spielminute sogar in Führung. Der Westfalenmeister konnte aber durch Tore von Florian Dondorf (10.) und Alexander Kenkel (14.) zur Halbzeit einen 2:1 Vorsprung mit in die Kabine nehmen.

Hohenstein-Ernstthal agierte auch in der zweiten Hälfte nur aus einer sicheren Deckung heraus, kam auch zu weiteren Chancen, mußte aber durch Kenkel zunächst das 3:1 (26.) hinnehmen.

Spannend wurde es dann noch einmal als der Münsteraner Christoph Rüschenpöhler nach einem zweiten Foul in der ansonsten sehr fair ausgetragenen Partie, sieben Minuten vor Spielende die Gelb-Rote Karte sah. Diese Überzahl konnten die Sachsen nutzen, ersetzten den Torwart in der Angriffsphase auch noch durch einen Feldspieler und schafften so umgehend den Anschlußtreffer zum 3:2.

Dem UFC gelang es in den verbleibenden Minuten den Ball in den eigenen Reihen zu halten. 20 Sekunden vor dem Abpfiff traf der Gast aus Sachsen zwar noch einmal den Pfosten, unterlag aber am Ende dem UFC Münster mit 3:2 Toren.

Sven Günther, Hohensteins Trainer, verwies zu Recht nach der Partie darauf, dass mit ein wenig Glück auch ein anderes Ergebnis möglich gewesen wäre. Jörg Gernhardt, Sachsens  Vizepräsident Fußball war stolz darauf, daß der Newcomer die Partie so offen hatte halten können. Für Georg von Cölln, Präsident des UFC, war es zwar ein schwerer Sieg gegen einen sehr passiven Gegner aber am Ende überwog die Freude über das erreichte Halbfinale!

Quelle: Ulrich Clemens/WFLV/Leroi

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