Westdeutscher Fussballverband e.V.
Fußball-Allgemein 08.04.2014

Duisburg erreicht FVN-Pokalfinale: Regionalligist Essen trotz Niederlage ebenbürtig

Pokal-Stimmung in Essen.

Der MSV Duisburg hat die Teilnahme am DFB-Pokal im Visier. Am Dienstag setzte sich der Club aus der 3. Fußball-Liga im Halbfinale des Niederrheinpokals mit 3:0 (1:1/0:0) im Elfmeterschießen gegen den Regionalligisten Rot-Weiss Essen durch. Für die Entscheidung sorgte Kevin Wolze, nachdem MSV-Keeper Michael Ratajczak zwei Schüsse pariert hatte. In der Verlängerung hatten Alexander Langnitz (94. Minute) für RWE und Pierre de Wit (107.) für Duisburg getroffen.

Mehr als 20.000 Zuschauer strömten ins Stadion Essen – mehr als 50.000 Kartenanfragen waren beim Gastgeber eingegangen. Nach nur knapp 24 Stunden war das Pokalhalbfinale des Fußballverbandes Niederrhein (FVN) ausverkauft. Sport1 übertrug die Partie daher auch mit großem Interesse live im deutschlandweiten TV. Lautstark klang es von den Rängen, der Niederrheinpokal wurde leidenschaftlich besungen. Es war alles bereitet für ein echtes Fußball-Fest.

Sportlich war von einem Klassenunterschied zwischen dem Zwölften der Regionalliga und dem Sechsten der 3.Liga nichts zu merken. Angepeitscht vom Publikum zeigten sich beide Teams mutig und engagiert. Zur Halbzeit stand es mit leichten Vorteilen für den Außenseiter torlos Unentschieden. In Durchgang Zwei kam Duisburg zu den besseren Gelegenheiten, blieb jedoch ohne Erfolg.

Leider nutzten Chaoten das Derby im späteren Verlauf als Plattform für ihre Provokationen. In der 77. Minute musste das Spiel für rund 30 Minuten unterbrochen werden. Der Bundesliga erfahrene Niederrhein-Schiedsrichter Guido Winkmann zeigte jedoch die nötige Ruhe und entschied sich in Absprache mit den Sicherheitsstellen, das Spiel fortzusetzen.

"Wir sind alle hier, um ein schönes Spiel zu sehen. Leider hat eine Minderheit die Bühne genutzt, um auf sich aufmerksam zu machen. Das hat mit Fußball nichts zu tun", sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger, der als Zuschauer im Stadion war, während der Unterbrechung.

Der Cup-Gewinner vom Niederrhein qualifiziert sich direkt für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals 2014/15 und kann mit Fernsehgeldern von rund 100 000 Euro planen.

Duisburg trifft im Niederrheinpokal-Endspiel auf den Gewinner des zweiten Halbfinals Jahn Hiesfeld - KFC Uerdingen (29. April). Der MSV hat bisher mit einer Ausnahme (1987) seit 1963 immer am DFB-Pokal teilgenommen und hat noch die Möglichkeit sich als Viertplatzierter in der Abschlusstabelle der 3. Liga für die erste Hauptrunde der kommenden Saison zu qualifizieren.

Quelle: WFLV/Leroi/FVN

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