Westdeutscher Fussballverband e.V.
Frauen-Fußball 07.06.2016

Durchmarsch mit neuem "100-Tore-Sturm"

Arminia Bielefelds Fußballerinnen feiern Regionalliga-Titel

Arminia Bielefeld Fußballerinnen feiern den Titel. Die Ehrung nahmen Manfred Schnieders (links/WFLV-Fußballausschuss-Vorsitzender), Larissa Struck (2. von links/Frauenfußballausschuss WFLV)  und Marianne Finke-Holtz (3. von links/FFA, Spielleiterin FRLW) vor. (Foto: privat)

Wenn in Bielefeld über den „100-Tore-Sturm“ gesprochen wird, dann erinnern sich die meisten Fans an die Saison 1979/80. In der 2. Liga erzielte die Männer-Mannschaft von Arminia Bielefeld eine Rekord-Tordifferenz von +89 (mit 120:31 Toren). Während der Saison blieben die Arminen 28 Spiele ohne Niederlage, darunter eine Serie von zwölf Siegen in Folge. Einen großen Anteil an der Rekordsaison hatte eben der so genannte „100-Tore-Sturm“. Christian Sackewitz wurde mit 35 Toren Torschützenkönig. Norbert Eilenfeldt traf 30 Mal, während Gerd-Volker Schock 22 Treffer beisteuerte.

Der Präsident von DSC Arminia Bielefeld, Hans-Jürgen Laufer, präsentiert stolz den Meister-Wimpel.

Die Geschichte von diesem „100-Tore-Sturm“ steht für die Ewigkeit. Mit einer nicht minder eindrucksvollen Bilanz spielten sich jetzt aber auch die Fußballerinnen von Arminia Bielefeld in das Geschichtsbuch des Traditionsvereins. Denn Arminias Frauen sicherten sich nicht nur die Meisterschaft in der Regionalliga West, sondern machten mit diesem Titel auch den Durchmarsch perfekt. Binnen eines Jahres stieg Bielefeld somit erst von der Westfalenliga in die Regionalliga und jetzt in die 2. Liga auf.

An 26 Spieltagen erzielten die Bielefelder Fußballerinnen dabei satte 124 Treffer – und bildeten einen neuen, diesmal weiblichen „100-Tore-Sturm“. Besonders treffsicher war Offensivspielerin Maxine Birker mit 33 Toren. Auch Kamila Kmiecik (26 Treffer), Karolina Bochra (16) und Romina Burgheim (15) langten ordentlich zu.

Die spielende Co-Trainerin: Mehr über Torjägerin Maxine Birker lesen Sie hier!

Zum Abschluss der Regionalliga-Spielzeit gab es dann den verdienten Lohn. Marianne Finke-Holtz, Vorsitzende des WFLV-Frauenfußballausschusses, ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit Manfred Schnieders, dem Vorsitzenden des WFLV-Fußballausschusses, und WFLV-Frauenfußball-Ausschuss-Beisitzerin Larissa Struck unter dem Jubel der Zuschauer im Volksbankstadion in Warendorf den Meisterpokal persönlich zu übergeben. Zudem erhielt jede Spielerin samt Trainerteam vom WFLV eine Sieger-Medaille.

Mit einem standesgemäßen 4:0-Erfolg gegen das Regionalliga-Team des MSV Duisburg wurde der Aufstieg vorzeitig gemeistert. Das Trainerteam um Erfolgscoach Markus Wuckel und die Spielerinnern ließen es sich nicht nehmen, mit Sektduschen und Humba-Tänzen den Triumph ausgiebig zu feiern. „Das ist der geilste Moment in meiner Trainerkarriere“, sagte Wuckel. Arminias Frauen spielen in der Saison 2016/2017 somit erstmals in der 2. Liga.

Die Regionalliga-Mannschaft des 1. FC Köln, der ärgste Verfolger der Arminia, beendete die Saison auf dem ebenfalls herausragenden zweiten Tabellenplatz. Auf dem dritten Rang schloss Borussia Bocholt die Saison ab.

Text: WFLV

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