Westdeutscher Fussballverband e.V.
Frauen-Fußball 02.07.2013

VfL Bochum erreicht „Endstation Sehnsucht“

Das Erfolgsjahr der Bochumer Fußballerinnen

Jubel beim VfL Bochum. (Foto: VfL Bochum)

Die Fußballerinnen des VfL Bochum haben ihre „Endstation Sehnsucht“ erreicht. Nach mehreren vergeblichen Anläufen, in denen zuletzt äußerst knapp Borussia Mönchengladbach und FFC Recklinghausen auf den Zielgeraden den längeren Atem hatten, jubelte diesmal am Ende Bochum. Die Mannschaft von Trainer Arthur Matlik setzte sich in der Regionalliga West sogar mit großem Vorsprung auf die Konkurrenz durch und feierte den Aufstieg in die 2. Frauen-Bundesliga. Mit großer Freude übergaben Ingrid Zimmer, Vorsitzende des WFLV-Frauenfußballausschusses, und Frauenfußballausschussmitglied Marianne Finke-Holtz die Siegertrophäen mit Pokal und Medaillen.

Pokalübergabe durch Ingrid Zimmer und Marianne Finke-Holtz

Dabei begann die Überraschungssaison, die mit dem Gewinn der Meisterschaft in der Regionalliga West und dem Westfalenpokal-Titel an Erfolgen wohl kaum zu toppen ist, zunächst mit Startschwierigkeiten und wenig Hoffnung auf große Erfolge.

Zu Beginn der Saison fand sich eine junge Mannschaft zusammen, die mittel- bis langfristig den Aufstieg in die 2. Frauen-Bundesliga anpeilen sollte, sich dennoch erst einmal im absoluten Neuaufbau befand. Der Start in die Vorbereitung verlief zunächst auch alles andere als optimal, das Matlik-Team konnte in den Testspielen keine guten Ergebnisse erzielen und hatte damit nur wenig Selbstvertrauen getankt. Folglich konnte zum Saisonstart in der Regionalliga West aus den ersten beiden Partien nur ein Punkt geholt werden. In den darauf folgenden Spielen stellte sich aber die erhoffte Wende ein.

Die Mannschaft fand immer besser zusammen, entwickelte eine beeindruckende Moral und konnten eine außergewöhnliche Siegesserie starten, die mit einem 2:0-Sieg über die Sportfreunde Siegen begann und erst nach 15 Spielen und einer kuriosen 4:5-Niederlage gegen Alemannia Aachen beendet werden konnte. Aus dieser Phase ist Trainer Arthur Matlik besonders ein Spiel in Erinnerung geblieben: Die Partie gegen Borussia Mönchengladbach. Die VfL-Damen konnten dank einer beachtlichen spielerischen und kämpferischen Leistung die Borussia über die gesamte Spielzeit beherrschen und die Partie verdient für sich entscheiden.

In der kompletten Saison konnte der Trainer in vollstes Vertrauen in seine Spielerinnen setzten, Verletzungen und Rückschläge wurde auch dadurch nahezu problemlos kompensiert werden. Schließlich stand der Saisonknüller in Hauenhorst an. Mit einem Sieg wäre der Meistertitel und Aufstieg perfekt, doch die Nervosität machte sich im jungen Team breit. Hauenhorst konnte mit 1:0 in Führung gehen, doch einmal mehr bewies die Matlik-Elf Moral und Siegeswillen und konnte die Partie kurz vor Ende noch zu einem 2:1-Sieg für die Blau-Weißen drehen. Die Korken knallten und jede Menge Sekt floss, die Mannschaft feierte sich, die Meisterschaft und nicht zuletzt den lang ersehnten Aufstieg in die 2. Frauen-Bundesliga – und das völlig verdient.

Die Krönung dieser bereits erfolgreichen Saison folgte mit dem Gewinn des Westfalenpokals. Auch dort konnten die VfL-Frauen wieder einmal nach einem Rückstand gegen einen starken Gegner aus Siegen die Partie zu eigenen Gunsten umbiegen. Das Double war damit perfekt. „Jede einzelne Spielerin, sowie das gesamte Funktionsteam haben ihren Teil zu dieser grandiosen Saison beigetragen. Nur mit allen Beteiligten konnte der notwendige Teamspirit entwickelt werden, welcher diese Erfolge erst möglich gemacht hat.“, sagte Meistertrainer Arthur Matlik.

Spielberechtigungen Regionalliga West