Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 02.12.2012

Erfolgreiches Jahr für westfälische Leichtathleten

Foto: Christoph Schulte

Die westfälischen Leichtathleten zeigten sich 2012 äußerst veranstaltungsfreudig: So wurden in der Halle und im Freien 3 deutsche, fünf westdeutsche und 14 westfälische Meisterschaften im Verbandsgebiet des FLVW durchgeführt. „Das war ein ereignisreiches Jahr. Mein Dank gilt allen, die mit zum Gelingen dieser Veranstaltungen beigetragen haben,“ erklärte FLVW-Vize-Präsident „Leichtathletik“  Hans Schulz auf der gemeinsamen Tagung der Wettkampf- und Kampfrichterwarte im SportCentrum Kamen-Kaiserau.

Auch im kommenden Jahr gibt es zwei leichtathletische Leckerbissen in Westfalen. Im Fokus stehen dabei vor allem die deutschen Hallenmeisterschaften am 23./24. Februar in Dortmund. Die letzten DLV-Hallen-Titelkämpfe fanden vor sieben Jahren in der Helmut-Körnig-Halle statt. Ein Highlight bilden sicherlich auch die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften am 24./25. August in Lage.

Die Leistungsbilanz des FLVW gab 2012 viel Anlass zur Freude. So errangen die westfälischen Athletinnen und Athleten in der Halle vier Titel und acht weitere Medaillen. Im Freien jubelten  die Aktiven des FLVW über sechsmal „Gold“ und acht weitere Plaketten. International ragten die drei Vize-Weltmeistertitel von Weitspringerin Lena Malkus (LG Ratio Münster), Katharina Grompe und Falk Wendrich (LAZ Soest) heraus.

Die kanadischen Athletinnen und Athleten bereiteten sich in Kamen-Kaiserau auf die Olympischen Spiele in London vor. Dies war eine gute Eigenwerbung für das SportCentrum.  Auch der amerikanische Zehnkampfstar Ashton Eaton, der bei den Olympischen im Zehnkampf mit 8869 Punkten gewann,  holte sich in Kaiserau  den Feinschliff für London.

Bei der Meisterschaftsvergabe für 2013, die  Wettkampfwartin Christina Giebel und Sportwart Hubert Funke vornahmen, gab es Probleme bei den westfälischen Mehrkampfmeisterschaften und den westfälischen Seniorenmeisterschaften, für die bisher noch kein Ausrichter gefunden wurde.

„Wir haben diesbezüglich mehrere Gespräche geführt. Ich bin mir daher sicher, dass wir uns auf einem guten Weg befinden. Nun müssen wir auf entsprechende Rückmeldungen warten,“ sagte Christina Geiseler.  

Da es immer schwieriger wird, Termine und Ausrichter zu finden, haben die Wettkampfwarte vorgeschlagen, dass in Zukunft  notfalls auch der Verbands-Leichtathletik-Ausschuss über die Vergabe einzelner Meisterschaften entscheiden kann. Auch ein Umlauf-Verfahren kann zur Entscheidungsfindung herangezogen werden.

Probleme bei der Meisterschaftsvergabe befürchtet Christina Geiseler auch im kommenden Jahr, da der DLV-Verbandstag zu einem rechten späten Termin (9. November 2013) stattfindet und sich dadurch alle weiteren Jahrestagungen verschieben.

Beim Meisterschaftsrückblick zog Christina Geiseler ein positives Fazit. „Alle Veranstaltungen konnten in der abgelaufenen Saison zufriedenstellend  durchgeführt werden.“

Wichtig ist nach Meinung von Christina Geiseler, dass bei Meisterschaftsveranstaltungen immer auch der zuständige Kreis-Leichtathletik-Ausschuss eingeschaltet  wird. Je stärker diese Einbindung erfolgt, desto größer sei die Aussicht auf eine gelungene Veranstaltung.

Wolfgang Rummeld betonte, dass eine gewisse Kontinuität innerhalb eines KLAs sehr wichtig sei. „Daher sollte  man nicht sofort das Handtuch werfen, wenn es nicht so läuft, wie man es sich vorstellt,“ erläuterte der westfälische Jugendwart.

Die Wettkampf- und Kampfrichterwarte sprachen auch das Thema „Kinder-Leichtathletik“ an. In diesem Jahr wurden nur fünf Veranstaltungen mit den  neuen Wettkampfangeboten in Westfalen durchgeführt.  „Da müssen wir in nächster Zeit  etwas mehr tun,“ bat Christina Geiseler die Anwesenden.

Die westfälische Kampfrichter-Referentin Sabine Hecker begrüßte, dass die Wettkampfwarte und Kampfrichterwarte erstmalig gemeinsam tagten. „Da wir sehr viele gemeinsame Themen hatten, hätte es keinen Sinn gemacht, getrennte Wege zu gehen.“

Sabine Hecker: "Viele gemeinsame Themen"

Als Beispiel nannte Sabine Hecker das Thema Sicherheit. Nach dem tödlichen Unfall eines Kampfrichters in diesem Jahr bei einer Leichtathletik-Veranstaltung in Düsseldorf  zeigt man sich auf diesem Gebiet recht sensible. Beim DLV befasst sich  momentan  eine Arbeitsgruppe mit einem Leitfaden für eine Sicherheitsbelehrung vor einer Veranstaltung.

„Diese Sicherheitsbelehrung sollte man möglichst vor Zeugen vornehmen, denn dann ist man entsprechend abgesichert. Man kann sich die Belehrung auch gegenzeichnen lassen, denn im Falle eines Rechtsstreits ist es besser, etwas Schriftliches vorzulegen. Da kann man sich umfangreiche Zeugenbefragungen ersparen,“ betonte Sabine Hecker.

 

Quelle: FLVW/ Peter Middel

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