Westdeutscher Fussballverband e.V.
Allgemein 05.10.2012

Fair Play lohnt sich:
FVM zeichnet seine fairsten Fußballer aus

Die Ehrung in Aachen. (Foto: FVM).

Frank Rombey von Viktoria Arnoldsweiler ist vom Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) mit dem „Fair Play des Jahres“-Pokal ausgezeichnet worden. Der Trainer der 2. Herren-Mannschaft wurde gemeinsam mit den Platzierten Mike Wunderlich (Viktoria Köln/vertreten durch die 2. Vorsitzende Gabriele Wieczorek), Tobias Sagert (SSV Katzem), Christian Buchenau und Heinz-Josef Boltersdorf (BC Oberzier) sowie Marcus Kromm (SSV Vingst 05) Ende September im Rahmen einer Feierstunde im Casino Aachen ausgezeichnet.
 
Der FVM hatten fünf Gesten der Saison 2011/12 aus dem „Pool“ der Fair-Play-des-Monats-Sieger, die der FVM aus eingesandten Fair-Play-Meldungen auswählt und ehrt, per Abstimmung auf den FVM-Internetseiten zur Auswahl gestellt.

Sieger Frank Rombey hatte eine grobe Unsportlichkeit von einem Spieler, die vom Schiedsrichter unbemerkt geblieben war, mit der sofortigen Auswechslung und einer Suspendierung bis zum Saisonende selbst geahndet – eine Geste, die 105 Menschen überzeugte und beim Voting für ihn stimmen ließen. Mit 38,9 Prozent der Stimmen landete Mike Wunderlich von Viktoria Köln auf Rang 2. Bei dem Spielstand 3:2 für Uerdingen verhinderte ein Auswechselspieler der Viktoria ein sicheres Tor. Wunderlich wies seine Mannschaft an, den fälligen Freistoß ohne Gegenwehr zum Tor führen zu lassen. Die Plätze 3 (Tobias Sagert, SSV Katzem), 4 (Christian Buchenau/Heinz-Josef Boltersdorf, BC Oberzier) und 5 (Marcus Kromm, SSV Vingst 05) lagen ebenfalls – wenn auch mit größerem Abstand hinter den beiden Erstplatzierten – dicht beieinander.

FVM-Präsident Alfred Vianden und FVM-Vizepräsident Karl-Heinz Witt, zugleich FVM-Fair-Play-Beauftragter, ehrten die Preisträger und würdigten deren faire Einstellung. "Sie haben sich vorbildlich verhalten: Von solchen Vorbildern lebt und profitiert der Fußball", lobte Vianden. "Es ist wichtig, dass wir den fairen Gesten im Fußball eine besondere Aufmerksamkeit schenken. Denn Fußball spielen können wir nur miteinander. Und das wiederum geht nur, wenn wir unsere Mannschaftskameraden, unsere Gegner und den Schiedsrichter respektieren."

Dass Fair Play und sportlicher Erfolg sich nicht ausschließen, sondern vielmehr zusammengehören, machte Witt deutlich: "Die Statistik aus unserem Fair-Play-Wettbewerb und auch aus den Nominierungen für das 'Fair Play des Monats' belegen immer wieder, dass die Mannschaften, die fair agieren, in der Regel in der Tabelle weiter oben stehen als unfaire Mannschaften - die sich offenbar durch ihr unfaires Handeln selbst im Weg stehen. Fair Play lohnt sich also schon unter rein sportlichen Gesichtspunkten."

Dass sich Fair Play auch insgesamt lohnt, wurde anschließend deutlich. Denn Vianden und Witt überreichten den Jahressiegern nicht nur Urkunden und Pokale, sondern auch Geschenke: Das Team von Sieger Frank Rombey freut sich über eine komplette Mannschaftskluft. Gabriele Wieczorek nahm Fußballtaschen mit nach Hause, Tobias Sagert erhielt einen Mannschaftssatz Rucksäcke. Christian Buchenau und Heinz-Josef Boltersdorf freuten sich über fünf, Marcus Kromm über drei neue Bälle für sein Team.

Witt warb abschließend auch dafür, dem FVM faires Verhalten zu melden. „Es gibt zum Glück viele Situationen, in denen Aktive und am Spiel Beteiligte sich fair verhalten. Als gutes Beispiel kann das gezeigte Fair Play vor allem dann dienen, wenn es auch öffentlich gemacht wird.“ Voraussetzung dafür ist eine Meldung an den Verband, zum Beispiel per mit einer E-Mail an fairplay(at)fvm.de.

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