Westdeutscher Fussballverband e.V.
Frauen-Fußball 18.01.2013

FCR 2001 Duisburg will Insolvenzantrag stellen

Frauen-Bundesligist FCR 2001 Duisburg hat angekündigt, auf Grund seiner wirtschaftlichen Situation einen Insolvenzantrag zu stellen. Darüber hat der Verein den Deutschen Fußball-Bund (DFB) informiert. Sollte ein Insolvenzantrag gestellt werden, hat dies zunächst keine Auswirkungen auf den Spielbetrieb der Frauen-Bundesliga, weder auf die schon ausgetragenen Spiele des Vereins noch auf die noch zu absolvierenden.

Heike Ullrich, DFB-Abteilungsleiterin Spielbetrieb, sagt: "Wir stehen im engen Kontakt mit dem FCR. Der Verein hat deutlich gemacht, Lösungen finden zu wollen, und möchte den Spielbetrieb in der Frauen-Bundesliga aufrecht erhalten."

Sollte ein Insolvenzverfahren mangels Masse abgelehnt oder vor dem letzten Spieltag eröffnet werden, würde Duisburg als erster Absteiger der Saison 2012/2013 feststehen. Alle Spiele, die der Klub in der Bundesliga bis zu diesem Zeitpunkt absolviert hat und die er danach noch austrägt, würden in diesem Fall nicht gewertet werden.

Hauser bleibt bis Saisonende Trainerin beim FCR Duisburg

Fußball-Bundesligist

Petra Hauser freut sich auf die Herausforderung (Foto: FCR Duisburg)

Petra "Pepe" Hauser wird bis zum Saisonende Trainerin des FCR 2001 Duisburg bleiben. Die 41-Jährige hatte im Oktober die Nachfolge von Cheftrainer Marco Ketelaer angetreten und sollte die "Löwinnen" ursprünglich nur interimsweise betreuen.

"Diese Entscheidung war für uns nach der endgültigen Trennung von Marco Ketelaer die denkbar beste Lösung; Pepe hat sich Respekt verschafft bei der Mannschaft und hat gute Arbeit geleistet", sagte der Vorstandsvorsitzende Thomas Hückels: "Außerdem muss sich das Team nun nicht auf einen dritten Übungsleiter innerhalb einer Saison einstellen und der Verein selbst hat genügend Zeit, in Ruhe einen neuen Cheftrainer für die nächste Saison zu suchen."

"Ich habe mich gefreut und helfe gerne"

Hauser, die in der Vergangenheit bereits als Spielerin und Trainerin der zweiten Mannschaft für den FCR 2001 aktiv war, freut sich auf die anstehenden Aufgaben: "Ich habe mich über die Anfrage des Vereins gefreut und helfe gerne. Die Arbeit mit der Mannschaft in den letzten zwei Monaten hat mir nämlich viel Spaß gemacht. Zusammen mit Andreas Kontra und dem gesamtem Team haben wir sehr engagiert gearbeitet und das wollen wir im neuen Jahr gerne fortsetzen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich diese intensive Arbeit in der Rückrunde auch in positiven Ergebnissen niederschlägt."

Der Deutsche Meister von 2000 belegt nach zahlreichen prominenten Abgängen im Sommer in der Liga nur den neunten Platz. Im Pokal war der Champion von 2010 bereits im Achtelfinale nach einer 1:8-Heimniederlage ausgeschieden.

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