Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 27.07.2015

NRW-Leichtathleten trumpfen
bei DM in Nürnberg auf

Medaillen und weitere gute Leistungen

Bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Nürnberg waren die Athleten aus Nordrhein-Westfalen überaus erfolgreich. Es gab mehrere Medaillen und weitere gute Leistungen.

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Eine für die WM in Peking bedeutsame Leistung schaffte Katharina Molitor. Die Speerwerferin ist in der Form ihres Lebens. Die Leverkusenerin legte zwölf Tage nach ihrem 66,40-Meter-Wurf in Luzern bei der Deutschen Meisterschaft in Nürnberg 65,40 Meter nach. Mit dem zweitbesten Wettkampf ihrer Karriere war ihr der zweite nationale Meistertitel nach 2010 nicht mehr zu nehmen. Alle fünf gültigen Versuche flogen über die 60-Meter-Marke. „Endlich ist der Knoten geplatzt. Bei zwei Wettkämpfen lag ich über meiner drei Jahre alten Bestleistung“, jubelte Molitor. Auch einen Grund für die Leistungssteigerung hatte die 31-Jährige parat: die verbesserte Technik. „Aber ich muss noch weiter daran arbeiten“, betonte sie. Ihre Klubkollegin und Titelverteidigerin Linda Stahl belegte diesmal Rang drei.

Jonas Hanßen (SC Myhl LA) fuhr über 400 Meter Hürden nach vier Siegen in den Jugendklassen mit Bravour seinen ersten Deutschen Meistertitel bei den Aktiven ein. Und das in beeindruckender Manier. Rhythmisch präzise, technisch galant und läuferisch überaus dynamisch stürmte der gerade 20-jährige Schützling des früheren Klasse-Langstrecklers Harald Eifert in 49,97 Sekunden dicht an die persönliche Bestzeit heran. Mit musterhafter Lockerheit wurden die Mitbewerber deklassiert. Die Überlegenheit – erstaunlich. „Ich habe gemerkt, dass Georg Fleischhauer gegengehalten hat. An der achten Hürde war er dann ein bisschen vor. Aber ich habe gedacht: Junge, heute nicht“, kommentierte der Erkelenzer, der in Deutschlands Westzipfel am Rande des Braunkohletagebaus Garzweiler II lebt. Nach der letzten Hürde ließ er dann regelrecht die Kampfsau heraus. „Ich empfand es leicht holprig, bin aber zufrieden“, so der vorjährige Vierte der U20-WM, der kürzlich auch über die Flachdistanz mit 46,60 Sekunden Potenzial offenbart hat. Christian Heimann (LAZ Puma Rhein-Sieg) schob sich in 50,93 Sekunden auf Platz drei.

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Weitspringerin Lena Malkus war auch in Nürnberg in einer ausgezeichneten Form (Foto: Bowinkelmann).

Gold und Silber für westfälische Springerinnen

Der Auftakt bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Nürnberg hätte für den Fußball- und Leichtathletik Westfalen nicht besser verlaufen können. Im Weitsprung der Frauen, der vor 4000 Zuschauern in der Nürnberger Innenstadt ausgetragen wurde, setzte sich Lena Malkus (SC Preußen Münster) mit ausgezeichneten 6,74m vor der Wattenscheider Sosthene Moguenara (6,65m) und der Hamburgerin Nadaja Käther (6,56m) durch.

Die frühere Jugend- Olympiasiegerin legte ihre ganze Kraft in den letzten Versuch und stellte damit ihren Titelgewinn endgültig sicher. Vor dem finalen Durchgang lag die Münsteranerin mit der Weite von 6,65m gleichauf mit der Wattenscheider Sosthene Moguenara. „Das Publikum war Wahnsinn. Nach dem ersten Versuch hatte ich zittrige Hände und Gänsehaut,“ berichtete Lena Malkus, die sich mit ihrem eindrucksvollen Triumph die Teilnahme an den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking sicherte.

Sosthene Moguenara wollte unter die ersten Drei kommen

Auch Silbermedaillengewinnerin Sosthene Moguenara zeigte sich begeistert: „Ich wollte unter die ersten Drei kommen. Allerdings hätte es für mich etwas weiter gehen können.“ Und sie fügte hinzu: „Ich kenne ja Steg-Springen, aber so etwas habe ich nie zuvor gesehen. Es hat richtig Bock gemacht, hier zu springen und die Kulisse war super!“

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Texte: LVN/FLVW

 

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