Westdeutscher Fussballverband e.V.
Allgemein 14.01.2014

FLVW-Zukunftsdialog -
"Die Ergebnisse können sich sehen lassen"

Auf dem Podium (v. l.): Die DFB-Vizepräsidenten Ronny Zimmermann und Peter Frymuth mit Direktor Carsten Jaksch-Nink.

Es war fast wie in einem richtigen Fußballspiel: Der Masterplan des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und seiner Landesverbände war die Vorlage, rund 150 Vertreter der westfälischen Vereine nahmen den Ball auf, spielten sich die Pässe zu und heraus kamen ganz neue Ideen. „Diese Ergebnisse können sich sehen lassen“, zeigte sich Hermann Korfmacher, Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), beeindruckt von der kompetenten Mitarbeit nach der zweitägigen Veranstaltung im SportCentrum Kamen•Kaiserau. „Das war der richtige Startschuss für unsere Arbeit bis 2016.“

 

Die hat für den Verband und die Vereine im FLVW seit dem vergangenen Wochenende ganz praktisch begonnen.  Die Basis dafür bietet der Masterplan, den DFB-Direktor Willi Hink zu Beginn des Zukunftsdialogs mit den Säulen Kommunikation, Entwicklung des Spielbetriebs, Vereinsservice im Bereich Fußballpraxis und Vereinsservice im Bereich Vereinsmanagement noch einmal vorstellte. Dieser Masterplan wird nun bedarfsgerecht auf Verbandsebene angepasst. Und wird von einer Steuerungsgruppe begleitet, die laut FLVW-Direktor Carsten Jaksch-Nink das Ziel hat, die Vereine bestmöglich in ihrer weiteren Entwicklung und zukünftigen Ausrichtung zu begleiten.

In der fachkompetenten Podiumsdiskussion – beteiligt waren die DFB-Vizepräsidenten Peter Frymuth und Ronny Zimmermann sowie FLVW-Präsident Hermann Korfmacher und Gundolf Walaschewski (Vorsitzender Ausschuss für Vereins- und Verbandsentwicklung) – wurde deutlich, dass der Masterplan eine Herausforderung gleichermaßen für Verband und Vereine darstellt und Bereitschaft einfordert, diesen Weg auch zu gehen. Vor allem vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in unserer Gesellschaft. Peter Frymuth, der in Nachfolge von Hermann Korfmacher im DFB-Präsidium für die Umsetzung des Masterplanes zuständig ist: „Die Schlüsselpositionen haben dabei die Vereine inne.“ Er spricht Westfalen bei der Umsetzung des Masterplanes eine Vorreiterrolle bei der strategischen Ausrichtung zu.

Gruppenphase am Samstag

Am zweiten Tag stand die Gruppenphase – die Mannschaftssitzung, um in der Fußballersprache zu bleiben – im Mittelpunkt. Hier saßen Vereinsmitglieder, Vorstände, Kreisvorsitzende, DFB-Funktionäre und Mitglieder des FLVW-Präsidiums an runden Tischen und diskutierten auf Augenhöhe – mit teilweise überraschenden Lösungsansätzen und jeder Menge Kreativität. „Es hat sich wirklich ausgezahlt ganz unterschiedliche Menschen aus Theorie und Praxis zusammenzubringen“, war Gundolf Walaschewski beeindruckt. „Wir haben hier in Westfalen einen unglaublichen Pool an qualifizierten Leuten, die kein Blatt vor den Mund nehmen“, so Walaschewski weiter.

„Und diese Potenzial werden wir auf Dauer nutzen“, sagte Jaksch-Nink, „denn die Veranstaltung am Wochenende war nur der Anpfiff. Wir werden weiter mit den Teilnehmern im Dialog bleiben in halbjährlichen Treffen. Schließlich geht es immer wieder darum, unsere Arbeit für unsere Vereine zu hinterfragen – und das wollen wir tun.“

Positives Echo der Teilnehmer

Das Echo der Teilnehmer war nach dem zweitägigen Zukunftsdialog einhellig: „Eine hervorragende Veranstaltung. Jetzt müssen die Ideen produktiv und zielstrebig in die Praxis umgesetzt werden.“ Oder: „ Wichtig, dass jeder Vereinsvertreter zu Wort gekommen ist. Wir haben dazu gelernt. Ein positives Signal für die weitere Vereinsarbeit.“

„Eine geschlossene Mannschaftsleistung dieser Zukunftsdialog im SportCentrum, so wie es halt beim Fußball üblich sein soll. Und: Ein Motivationsschub für die Arbeit vor Ort und in den Vereinen, um die Probleme zu lösen.“

Wie geht’s weiter?

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden in den kommenden Wochen zusammengefasst und ausgewertet. Eine entsprechende Dokumentation wird allen Teilnehmern zur Verfügung gestellt, um diese dann auch für die Vereine nutzbar zu machen. „Bis zum Ende des ersten Quartals 2014 haben wir das auch für die Öffentlichkeit im Detail aufbereitet und werden es auf der Internetplattform zur Verfügung stellen“, verspricht Direktor Carsten Jaksch-Nink.

Auch auf die weitere Mitwirkung einiger Dialogteilnehmer setzt der FLVW. „Der Zukunftsdialog war der Auftakt zu einem stetigen Austausch. Wir werden mit interessierten, engagierten Kongressteilnehmern weiter zusammenarbeiten“, so Jaksch-Nink. Sie sollen in vier Dialoggruppen die Umsetzung des Masterplanes bis 2016 begleiten und idealerweise bei der Vorbereitung der Fortschreibung des Masterplanes von 2016 - 2019 mitwirken.

 

Quelle: FLVW

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