Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 05.04.2013

Fortuna II will Erfolgsserie ausbauen

"Kräfte gegen RWO bündeln": Taskin Aksoy

Ihre eindrucksvolle Erfolgsserie in der Regionalliga West will die U 23 von Fortuna Düsseldorf auch am 30. Spieltag fortsetzen. Nach acht Spielen in Serie ohne Niederlage (mit 18 von 24 möglichen Punkten) und dem Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz strebt die Mannschaft von Fortuna-Trainer Taskin Aksoy, die noch vor wenigen Wochen Tabellenletzter war, auch am Freitag (ab 19.30 Uhr) im Heimspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen ein Erfolgserlebnis an, um dem Klassenverbleib noch näher zu kommen.

"Unsere Mannschaft hat in den vergangenen Wochen deutlich gezeigt, dass sie unbedingt in der Liga bleiben will", sagt Taskin Aksoy: "Jetzt müssen wir zum Abschluss unserer englischen Woche noch einmal alle Kräfte bündeln, um auch gegen RWO bestehen zu können." Die Düsseldorfer trennten sich erst am Dienstag im Derby von Rot-Weiss Essen 1:1 und hatten damit einen Tag weniger Zeit zur Regeneration als die "Kleeblätter", die bei der SSVg. Velbert am Ostermontag ebenfalls zu einem 1:1 gekommen waren und damit seit drei Spieltagen auf einen dreifachen Punktgewinn warten.

"Für die Partie in Düsseldorf ist bei uns ganz sicher noch Luft nach oben", hofft Oberhausens Sportlicher Leiter Frank Kontny auf eine weitere Steigerung. Im Kader von RWO-Trainer Peter Kunkel stehen mit Ersatztorhüter Patrick Nettekoven, den Abwehrspielern Felix Haas und Christoph Caspari sowie Mittelfeldmann Ken Asaeda gleich vier ehemalige Fortunen.

 

Sportfreunde Lotte empfangen ihren letzten Bezwinger

Nach 15 Siegen und drei Remis aus den vergangenen 18 Partien ist Spitzenreiter Sportfreunde Lotte auf dem besten Weg in Richtung Meisterschaft. Bereits neun Punkte trennen die Mannschaft von Trainer Maik Walpurgis, die am Samstag (ab 14 Uhr) den FC Viktoria Köln zum Spitzenspiel empfängt, vom ärgsten Verfolger FC Schalke 04 U 23.

Im Hinspiel bei der Viktoria hatten die im eigenen Stadion noch unbesiegten Sportfreunde beim 1:3 eine ihrer erst drei Saisonniederlagen kassiert. Ein Tor von Dalibor Gataric reichte nicht, weil für Köln zweimal Mike Wunderlich und der ehemalige Lotter Christian Schlösser erfolgreich waren. Das Viktoria-Spiel markierte aber einen Wendepunkt. Seitdem blieb Lotte unbesiegt. "Wir hatten uns für die Zeit danach viel vorgenommen. Ab diesem Zeitpunkt hatten wir uns als Mannschaft gefunden, nachdem im Sommer ein Umbruch vollzogen worden war", so der frisch gebackene Fußball-Lehrer Maik Walpurgis.

Unter anderem war Dennis Schmidt von der Kölner Viktoria ans Lotter Kreuz gewechselt. Der 24-jährige Blondschopf und Christian Schlösser sind aber nicht die einzigen Spieler, die auf ihren jeweiligen Ex-Verein treffen. Auch Viktoria-Stürmer Ercan Aydogmus war schon für die Sportfreunde am Ball. Für die Gäste, bei denen Angreifer Aziz Bouhaddouz nach abgelaufener Rotsperre wieder eingesetzt werden darf, ist nach fünf Niederlagen aus den vergangenen sieben Partien der Meisterschaftszug wohl schon abgefahren. "Wenn wir in Lotte bestehen wollen, müssen wir uns deutlich steigern", so Trainer Ralf Aussem.

Ohne Torhüter André Poggenborg (Rotsperre) sowie die verletzten Silvio Pagano (Knie) und Ozan Yilmaz (Muskelfaserriss) muss der Tabellendritte SC Fortuna Köln, der gegenüber der Konkurrenz in der Spitzengruppe noch mit bis zu zwei Nachholspielen im Rückstand ist, im Derby gegen den abstiegsbedrohten SV Bergisch Gladbach 09 auskommen. Nach dem Rückschlag bei Fortuna Düsseldorfs U 23 (0:2) ist für die Kölner, die das Hinspiel 5:1 für sich entschieden hatten, ein weiterer Dreier Pflicht, um Anschluss nach oben zu halten. Für Poggenborg könnte der erst 19 Jahre alte Schlussmann Alexander Monath sein Regionalliga-Debüt geben.

Die Gäste aus Bergisch Gladbach präsentierten sich zuletzt allerdings in sehr guter Verfassung, holten zehn Punkte aus ihren vergangenen vier Partien und stellten damit den Anschluss an das "rettende Ufer" her. Um gut erholt in das Duell mit dem Titelaspiranten zu gehen, spendierte 09-Trainer Dietmar "Didi" Schacht seinen Spielern nach dem 3:1 im Nachholspiel gegen die Sportfreunde Siegen zwei freie Tage. Bergisch Gladbachs Mittelfeldspieler Abdelkader Maouel, der nach dem Saisonende nach Siegen wechseln wird, trifft gegen die Fortuna auf seinen Ex-Verein.

 

RWE-Heimbilanz gegen Schalker Reserve ist makellos

Zwei Erzrivalen stehen sich am Samstag (ab 14 Uhr) im Stadion an der Hafenstraße gegenüber, wo Rot-Weiss Essen die U 23 des FC Schalke 04 zum Derby empfängt. Die Gastgeber verspielten zwar mit drei Partien in Serie ohne Sieg ihre günstige Ausgangsposition in der Spitzengruppe, präsentierten sich jedoch am Dienstag beim 1:1 in Düsseldorf deutlich verbessert.

"Ich habe einen Aufwärtstrend und die erhoffte Reaktion auf den ganz schwachen Auftritt beim 0:0 gegen den FC Kray gesehen", sagt RWE-Trainer Waldemar Wrobel  und hofft gegen den Tabellenzweiten aus Gelsenkirchen auf eine weitere Steigerung: "Wir haben vor unseren Fans etwas gutzumachen und werden ein anderes Gesicht zeigen." Der frühere Schalker Kevin Pires-Rodrigues steht nach abgesessener Sperre (zehnte Gelbe Karte) gegen seinen Ex-Klub wieder zur Verfügung. Auch RWE-Kapitän Markus Heppke war früher für die "Königsblauen" am Ball.

Die Gäste, die bei bisher vier Versuchen in Essen immer leer ausgegangen waren, wollen diese Negativserie beenden. "Vor einem solchen Publikum antreten zu dürfen, ist für uns etwas ganz Besonders", betont Schalkes Trainer Bernhard Trares. Bei aktuell neun Punkten Rückstand auf die Spitze ist der Aufstieg für den Ex-Profi kein Thema mehr: "Lotte ist so stabil, dass da wohl kaum noch jemand Paroli bieten kann." Im Hinspiel hatten sich Schalke und RWE 0:0 getrennt.

Der Tabellensechste Sportfreunde Siegen, der noch mit vier Nachholpartien im Rückstand ist, will im Heimspiel gegen den SC Wiedenbrück 2000 Wiedergutmachung für den Rückschlag in Bergisch Gladbach (1:3) betreiben. Dabei tritt die Mannschaft von Trainer Michael Boris nach zuletzt drei Auswärtsspielen hintereinander erstmals seit Anfang März wieder vor eigenem Publikum an. Bei den Sportfreunden darf Abwehrspieler Fatih Tuysuz (Rote Karte) nicht eingesetzt werden.

Die Wiedenbrücker, die sich seit der Amtsübernahme ihres neuen Trainers Theo Schneider mit neun Siegen aus zwölf Begegnungen aus der Gefahrenzone der Liga verabschiedet hatten, mussten sich zuletzt dem Spitzenreiter Sportfreunde Lotte erst durch zwei späte Gegentreffer geschlagen geben (1:2). SCW-Angreifer Volkan Okumak kehrt an seine frühere Wirkungsstätte zurück. Er hatte zwischen 2009 und 2011 in 60 Punktspielen 14 Treffer für die Sportfreunde Siegen erzielt.

 

Für Kölns Lottner zählt gegen Hüls nur ein Sieg

Um drei wichtige Punkte im Rennen um den Klassenverbleib geht es am Samstag (ab 14 Uhr) im Heimspiel der U 23 des 1. FC Köln gegen den VfB Hüls. Beide Mannschaften belegen vor dem direkten Duell einen Abstiegsplatz. Während die Hülser aus ihren beiden vergangenen Partien vier Zähler einfuhren, warten die "Geißböcke" bereits seit neun Spieltagen auf einen dreifachen Punktgewinn.

Kölns Trainer Dirk Lottner hat die Zeichen der Zeit erkannt. "Wir haben noch zehn Spiele und müssen davon mindestens fünf gewinnen, um den Klassenverbleib zu schaffen. Von daher ist ein Dreier gegen den VfB Hüls schon Pflicht, ohne Wenn und Aber", stellt der Ex-Profi klar. Er muss auf die verletzten Lucas Musculus, Vojno Jesic, Koray Kacinoglu und Alexander Vaaßen verzichten. Das Hinspiel gewannen die Hülser, bei denen der rotgesperrte Lukas Diericks fehlt, 3:2.

Mit dem SC Verl und Bayer 04 Leverkusens U 23 stehen sich zwei weitere direkte Konkurrenten gegenüber. Beide Mannschaften verbesserten zuletzt durch vier Punkte aus zwei Spielen ihre Ausgangsposition und könnten sich mit einem weiteren Dreier schon deutlich von den Abstiegsplätzen absetzen.

"Verl verfügt über eine spielstarke Mannschaft, die sehr homogen besetzt ist. Ich hoffe, dass wir so stark wie beim 3:1 im Hinspiel auftreten und wieder punkten können", sagt Bayer-Trainer Ralf Minge vor dem Gastspiel an der Poststraße. Leverkusens Kapitän Mirko Casper fehlt weiterhin wegen eines Muskelrisses. Auch Winterzugang Abu Bakarr Kargbo kann nicht eingesetzt werden.

 

Kray ohne Kretschmar und Ketsatis in Velbert

Um im Abstiegskampf weiter Hoffnung zu schöpfen, muss die SSVg Velbert am Samstag (ab 14 Uhr) ihr Heimspiel gegen den Tabellenletzten FC Kray gewinnen. Die Mannschaft von Velberts Trainer Lars Leese noch vier Nachholspiele in der Hinterhand hat, sind die Nichtabstiegsplätze trotz des aktuellen Sechs-Punkte-Rückstands noch in Reichweite.

Die Gäste aus dem Essener Osten sendeten nach zuvor acht Niederlagen hintereinander mit dem 0:0 im Derby gegen den großen Nachbarn Rot-Weiss Essen ein Lebenszeichen, rechnen sich aber keine realistischen Chancen auf den Klassenverbleib mehr aus. "Wir haben für uns die Entscheidung getroffen, nicht mehr den Abstand nach oben zu berechnen, sondern jedes Spiel nur noch isoliert zu betrachten", sagt FCK-Trainer Dirk Wißel. "Wenn wir uns ähnlich reinhängen wie beim 1:2 im Hinspiel, dann haben wir eine gute Chance auf Punkte. Es gilt, genau wie zuletzt gegen RWE, den Gegner möglichst weit weg vom eigenen Tor fernzuhalten." Krays Abwehrroutinier Nils Kretschmar fällt mit einem Schlüsselbeinbruch aus. Georgios Ketsatis ist letztmals rotgesperrt."

Im Aufwind befinden sich die U 23-Mannschaften des VfL Bochum und von Borussia Mönchengladbach vor dem direkten Duell im Wattenscheider Lohrheidestadion. Beide Mannschaften sind seit drei Spielen unbesiegt, die Gladbacher holten dabei sogar optimale neun Punkte. Mit einem weiteren Dreier würde die Mannschaft von Borussia-Trainer Sven Demandt bereits die Marke von 40 Zählern erreichen.

Zu den "Lieblingsgegnern" der Bochumer gehört die Gladbacher U 23 nicht gerade. Die letzten vier Vergleiche gingen sämtlich an die "Fohlen", zuletzt auch beim 3:1 im Hinspiel. Damals stand Angreifer Sven Michel, mit 19 Treffern Führender in der Torschützenliste, noch nicht in Mönchengladbach unter Vertrag. Seit seinem Wechsel im Winter von den Sportfreunden Siegen zur Borussia traf er bei acht Einsätzen fünfmal. Beim 2:1 im Nachholspiel am Dienstag gegen den MSV Duisburg II gelang Michel ein Doppelpack.

 

Duisburger "Zebras" zu Gast am Zoo

Nach zwei Niederlagen in Serie und insgesamt drei Spielen ohne Sieg strebt der Wuppertaler SV Borussia am Sonntag (ab 13 Uhr) gegen die U 23 des MSV Duisburg wieder einen Dreier an. Dabei muss WSV-Trainer Peter Radojewski erneut auf Defensivspieler Benjamin Reichert verzichten, der das letzte Spiel seiner Rotsperre absitzt.

Die "Zebras", bei denen Abwehrspieler Klaus Gjasula ebenfalls wegen einer Roten Karte fehlt, belegen nach ebenfalls nur einem Punkt aus den vergangenen drei Begegnungen nach wie vor einen Abstiegsplatz und kämpfen im Zoostadion um den Anschluss. Seit mehr als zwölf Jahren konnte der MSV gegen die Wuppertaler nicht mehr gewinnen. Im Hinspiel reichte es vor eigenem Publikum immerhin zu einem 3:3. Dabei verspielte die Mannschaft von Duisburgs Trainer Manfred Wölpper allerdings eine 2:0- und 3:1-Führung.

 

Quelle: DFB/mspw

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