Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 26.08.2013

Fortuna Köln jagt Spitzentrio -
Lotte und Viktoria ohne Sieg

Regionalliga West

Die Fußballer von Fortuna Köln haben den Anschluss an die Spitzengruppe in der Regionalliga West hergestellt. Zum Abschluss des 5. Spieltags bezwang die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat am Sonntag die SG Wattenscheid mit 2:1 und schob sich mit zehn Punkten auf den fünften Tabellenplatz. Aufsteiger Wattenscheid wartet weiter auf den ersten Saisonsieg und konnte die Abstiegszone nicht verlassen.

 

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An der Tabellenspitze rangieren SF Lotte, Viktoria Köln und RW Oberhausen mit jeweils elf Zählern. Vorjahresmeister Lotte musste sich beim 1:1 gegen den Nachwuchs von Fortuna Düsseldorf ebenso mit einem Remis begnügen, wie Viktoria Köln mit dem 1:1 gegen die Sportfreunde Siegen. RW Oberhausen setzte sich 1:0 gegen die Zweitvertretung des 1. FC Köln durch und bleibt ohne Niederlage. Der Tabellenvierte Schalke 04 II war spielfrei.

Durch das 2:1 gegen den weiter sieglosen SC Wiedenbrück konnte der Nachwuchs des VfL Bochum den letzten Tabellenplatz an SSVg Velbert (0:2 beim SC Verl) abgeben. RW Essen feierte beim 2:0 gegen Alemannia Aachen vor 11 600 Zuschauern den ersten Saisonsieg.  Der KFC Uerdingen beendete seine Negativserie mit einem 3:2-Erfolg beim Mit-Aufsteiger SV Lippstadt.

Guter Saisonstart: RWO-Trainerteam Dirk Langerbein und Peter Kunkel.

Oberhausen setzt Erfolgsserie fort

Der SC Rot-Weiß Oberhausen bleibt auch nach dem fünften Spieltag in der neuen Regionalliga-Saison weiter ungeschlagen. Das Auswärtsspiel bei der Zweitvertretung des 1. FC Köln gewannen die "Kleeblätter" glücklich aber nicht unverdient mit 0:1 (0:0) und konnten sich damit vorerst in der Spitzengruppe der Tabelle festsetzen.

RWO-Trainer Peter Kunkel vertraute jener Startelf die am Dienstag gegen Fortuna Köln so begeistern konnte, doch vor gut 700 Zuschauern kam die Partie nur langsam in Schwung.

Die erste Chance im Spiel hatten die Gastgeber, doch der Distanzschuss von Lukas Scepanik verfehlte das Oberhausener Gehäuse von Keeper Philipp Kühn knapp (11.). Auf der anderen Seite fiel ein abgewehrter Talarski-Freistoß Patrick Bauder im Strafraum vor die Füße, doch der zuletzt so treffsichere Mittelfeldspieler zielte genau auf den Kölner Keeper (14.).

Danach verflachte die Partie zunehmend. Der Geißbock-Nachwuchs hatte mehr Ballbesitz, konnte daraus aber keine zwingenden Torchancen kreieren. Den Rot-Weißen fehlte über weite Strecken die Passsicherheit und Spielfreude aus dem Fortuna-Spiel.

Die größte RWO-Chance im Spiel hatte Kevin Steuke nach einer halben Stunde, als er nach feiner Vorarbeit von David Jansen völlig frei vor Kölns Keeper Mesenhöler scheiterte (35.). Auf der anderen Seite wurde es kurz vor der Halbzeit zweimal gefährlich: Zunächst rettete der starke Jörn Nowak nach einer Ecke vor dem einschussbereiten Nikolaou (40.), dann musste sich Philipp Kühn mächtig strecken um einen Kölner Freistoß zu parieren (44.).

Nach dem Seitenwechsel kam RWO mit mehr Schwung aus der Kabine und wurde prompt mit der Führung belohnt: Mit viel Tempo setzte sich Kevin Steuke auf der Außenbahn durch und seine scharfe Flanke in den Strafraum prallte vom Bein des Kölner Abwehrspielers Firat Tuncer ins Tor (57.).

Die Gastgeber warfen nun alles nach vorn, doch das rot-weiße Abwehrbollwerk hielt zunächst stand. Gefährliche Szenen der Kölner gab es kaum, allerdings verpufften auch die Oberhausener Konter wirkungslos.

Als die Partie gemächlich dem Ende entgegen plätscherte brachte Felix Haas die "Geißböcke" zurück ins Spiel. Nach einem unnötigen Ballverlust konnte er den enteilten Gegenspieler nur noch mit einer Notbremse stoppen (75.). Zwar brachte folgende Freistoß nichts ein, aber Haas musste mit der roten Karte vom Platz

Nichts drin für Wattenscheid

Die SG Wattenscheid 09 musste am Sonntag die Heimreise aus dem Kölner Süden mit leeren Händen antreten. Trotz einer überzeugenden Leistung sowie einer Halbzeitführung verlor das Team von André Pawlak das Auswärtsspiel beim SC Fortuna Köln mit 1:2.

Beide Mannschaften eröffneten die Partie mit offenem Visier. Nach drei Minuten hatte Wattenscheids Leon Enzmann den ersten Hochkaräter auf dem Fuß. Im Gegenzug köpfte Kialka den Ball denkbar knapp neben das 09-Gehäuse ( 4.). Ozan Yilmaz setzte einen Distanzschuss knapp drüber ( 6.). Schließlich blieb Milko Trisic nach einem Angriff über die rechte Seite erfolglos ( 9.). Auch in der Folge sahen die 1.032 Zuschauer im Südstadion eine muntere Regionaalligapartie. Lukas Lenz vergab freistehend nach Enzmann-Flanke (23.), ein Canbulut-Schuss wurde zur Ecke geklärt, in deren Folge wiederum Christoph Kasak eine Großchance auf dem Fuß hatte (29.).

Kölns Thomas Kraus wurde bei einem Angriff entscheidend von Niklas Andersen gestört (39.). Nach 42 Minuten klingelte es dann im Kölner Kasten. Milko Trisic bediente Leon Enzmann, der aus etwa zwölf Metern gekonnt einschoss – 0:1 (42.).

Im zweiten Abschnitt legte die Fortuna den Turbo ein und drängte auf den Ausgleich. Lukas Fronczyk konnte sich zunächst mehrere Male auszeichnen. Erst rettete der Wattenscheider Keeper gegen den eingewechselten Aydogmus, den Nachschuss konnte Zaskoku auf der Linie klären (48.). Wenig später parierte Lukas Fronczyk gegen Batarilo und im Nachfassen auch gegen Kraus (54.). Gegen den wuchtigen Schuss von Aydogmus aus der Strafraummitte war er dann aber machtlos – 1:1 (59.).

Köln machte auch in der Folge Druck. Wattenscheid ließ durch einige Entlastungsangriffe immer wieder Torgefahr aufblitzen. Die besten Möglichkeiten boten sich in dieser Phase Berkant Canbulut (53.) und Lukas Lenz (63.). Doch die Fortuna agierte weiterhin druckvoll und ging schließlich durch einen vom ehemaligen Wattenscheider Ozan Yilmaz verwandelten Strafstoß mit 2:1 in Führung (73.). Fatlum Zaskoku hatte vier Minuten später den Ausgleich auf dem Fuß, doch Fortuna-Keeper Andre Poggenborg wusste diesen zu verhindern.

André Pawlak (Cheftrainer SG Wattenscheid 09) sagte: „Ich glaube, dass wir hier heute ein richtig gutes Spiel gemacht haben. Wir haben dem Vizemeister Fortuna Köln bis zum Schluss einen offenen Fight geboten. Wir hatten die Chance zum 2:0 und hätten auch nach dem Ausgleich durch einen Konter erneut in Führung gehen können. Wir haben das kämpferisch, läuferisch und auch technisch sehr gut gemacht. Aber in manchen Situationen sind wir einfach zu grün oder zu leichtfertig. Beim Ausgleich von Aydogmus weiss ich nicht, wieviele Leute an dem dran hingen, die er abgeschüttelt hat. Da muss ein Ball auch mal auf die Tribüne genagelt werden. Einen Punkt hätten wir verdient gehabt. Köln hat aber mit Wucht und breiter Brust das Spiel gedreht. Dennoch sollten wir die Köpfe nicht hängen lassen. Das was wir angeboten haben, war absolut in Ordnung. Darauf lässt sich sicherlich aufbauen.”

Quelle: Leroi/WFLV/Vereine

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