Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 04.11.2013

Fortuna und Viktoria Köln
jagen Lotte - Eklat in Aachen

Regionalliga West

Viktoria Köln ist weiter auf Spitzenkurs.

Viktoria Köln und Fortuna Köln bleiben den Fußballern von Tabellenführer SF Lotte in der Regionalliga West auf den Fersen. Am 15. Spieltag setzte sich die Fortuna 1:0 gegen SF Siegen durch und hat ebenso wie Lokalrivale Viktoria nach dem 2:1 gegen Schalke 04 U 23 weiterhin drei Punkte Rückstand auf Lotte (2:0 gegen 1. FC Köln U 23).

Die Statistik zum Spieltag finden Sie hier!

Die beiden Kölner Teams, die am nächsten Spieltag (9. November, 14.00 Uhr) im direkten Duell aufeinandertreffen, haben allerdings jeweils eine Partie weniger als Lotte ausgetragen. Der Schalke-Nachwuchs verlor durch seine zweite Saisonniederlage den Kontakt zur Spitzengruppe.

Alemannia Aachen musste indes beim 0:2 gegen RW Oberhausen einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Vor 5900 Zuschauern im heimischen Tivoli-Stadion konnte die Alemannia durch die neunte Niederlage die Distanz zur Abstiegszone nicht vergrößern. Nach dem Abpfiff wurde Aachens Keeper Frederic Löhe von wütenden Fans attackiert. „Das kann einfach nicht sein, wir sind hier in einem falschen Film. Wenn ein Spieler, der sich den Fans stellt, geschlagen wird, stimmt etwas ganz gewaltig nicht“, sagte Alemannia-Trainer Peter Schubert.

Aachen erteilt Stadionverbot

Nach der Attacke eines Zuschauers gegen den eigenen Torhüter hat Alemannia Aachen den Täter schnell ermittelt und ein Stadionverbot ausgesprochen. Unmittelbar nach der 0:2-Niederlage gegen Rot-Weiß Oberhausen wurde Aachens Schlussmann Frederic Löhe von einem Fan attackiert und erhielt aus der Menge eine Ohrfeige. Wie der Club mitteilte, sei durch das Eingreifen anderer Fans der Täter ermittelt worden. Torhüter Löhe werde bei der Polizei Aachen eine Strafanzeige stellen, hieß es weiter.

Der SV Lippstadt unterlag dem Nachwuchs von Borussia Mönchengladbach 2:3 und wartet bereits seit zehn Partien auf einen Sieg. Einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf landete die U 23 von Bayer Leverkusen mit dem 5:3 gegen SSVg Velbert.

 

RWO feierte einen historischen Triumph.

Historischer Sieg für RW Oberhausen

Der SC Rot-Weiß Oberhausen hat derweil historisches geschafft. Gefühlt das erste Mal seit Beginn der Ergebnisaufzeichnung haben die Kleeblätter auf dem Tivoli endlich wieder eine Partie für sich entschieden. Nach über fünfzig Jahren ohne Dreier in Aachen erzielten Marcel Landers (4.) und Rhys Tyler (90.) die Tore für RWO und sicherten somit den Sieg für ihre Mannschaft.

Bereits nach knapp fünf Minuten nahm Marcel Landers Fahrt auf rechts auf und Patrick Bauder spielte ihm den Ball perfekt in die Gasse. Und dieses Mal behielt der schnelle Rechtsaußen auch vor Aachens Schlussmann Frederic Löhe die Nerven und schob zur ganz frühen Führung ein.

Die Hausherren brauchten bis zur 25 Minute, bis sie erstmals Gefahr ausstrahlen konnten. Eine Freistoßflanke senkte sich im Strafraum, konnte aber von der Oberhausener Abwehr letztlich geklärt werden.

Trotzdem suchte die Alemannia jetzt vermehrt den Weg Richtung Niklas Hartmann, ohne dabei jedoch wirklich zwingende Tormöglichkeiten heraus zu spielen. Die beste Chance hatte Dennis Dowidat mit einem Schuss aus gut 16 Metern, der knapp am linken Pfosten vorbei flog (34.).

In der 41. Spielminute hätte die Kunkel-Elf in Person von Abwehrchef Jörn Nowak dann schon für eine Vorentscheidung sorgen können. Nach einem Freistoß landete die Kugel auf Außen bei David Jansen, der die Flanke scharf zur Mitte brachte, wo Jörn Nowak lauerte. Doch Domagoj Duspara bekam noch die Fußspitze dazwischen und lenkte den Ball Zentimeter neben das eigene Tor.

Danach ging es für die Teams zum Pausentee in die Katakomben, aus denen das Aachener Team mit einem Wechsel wieder hinaus kam. Trainer Schubert brachte für Duspara den Japaner Masato Yoshihara.

Aber auch zur zweiten Hälfte kamen die Oberhausener mit mehr Schwung aus der Kabine. Nach einem Freistoß von Marcel Landers schraubte sich Robert Fleßers hoch und platzierte einen Kopfball auf das Eck. Keeper Löhe musste sich strecken und den Ball mit einer Glanzparade über das Gehäuse lenken (51.).

Danach setzten die Kleeblätter mehr und mehr auf Konter und Aachen versuchte Druck aufzubauen, was aber in keinster Weise gelang. Stattdessen versuchte es Sebastian Mützel zweimal, einmal aus der Distanz (60.) und einmal mit dem schwächeren rechten Fuß (69.). Die Hausherren kamen hingegen nur noch ein einziges Mal wirklich gefährlich in den Oberhausener Strafraum. Doch Christoph Caspari verteidigte bärenstark und bereinigte die brenzlige Situation (61.).

In der Folge boten sich den Rot-Weißen zahlreiche Kontermöglichkeiten, um endlich den Stempel auf das Spiel zu machen. Doch erneut gelang zunächst nicht das befreiende zweite Tor. Daher mussten die mitgereisten Fans noch bis zur 90. Minute zittern, als der eingewechselte Rhys Tyler nach einer Flanke von Sebastian Mützel freistehend am langen Pfosten zum erlösenden 0:2 einschob.

Stimmen zum Spiel Aachen - RWO:

Peter Kunkel (Trainer RWO): „Wir sind sehr glücklich über den Dreier. Es war nach den letzten Leistungen ein kleiner Befreiungsschlag. Auf dem tiefen Boden ist es das zu erwartende Kampfspiel geworden, aber den Kampf haben wir perfekt angenommen. Insgesamt haben wir sehr wenige Fehler gemacht, sind diszipliniert aufgetreten und haben letztlich mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung wichtige drei Punkte geholt.“

Peter Schubert (Trainer Alemannia Aachen): „Die Jungs haben heute gezeigt, dass sie wollen. Aber nach dem frühen Rückstand war natürlich zunächst alles über den Haufen geworfen, was wir und vorgenommen hatten. Dazu kam der verletzungsbedingte Wechsel, trotzdem haben wir auch danach versucht, das Spiel umzubiegen. Am Ende war dann der Glaube leider weg und das zweite Oberhausener Tor war dann natürlich die Entscheidung.“


Quelle: WFLV/Leroi/Vereine

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