Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 23.07.2013

Franz-Josef Probst:
"Laufbewegung in NRW ist ein Riese"

Gut besucht war die Lauftagung, die der FLVW und der LVN erstmalig durchführten. (Foto: Peter Middel)

Der Vorsitzende des Westfälischen Leichtathletik-Ausschusses, Peter Westermann, machte bei seiner Begrüßung auf den besonderen Moment aufmerksam: Erstmalig trafen sich im SportCentrum Kamen-Kaiserau die Laufveranstalter aus dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen und aus dem LV Nordrhein zu einer gemeinsamen Tagung mit anschließender Terminbörse.

Der Präsident des LV Nordrhein, Franz- Josef Probst, hob in seinem Grußwort die Besonderheit der Zusammenkunft hervor: „Der LVN und der FLVW repräsentieren die Leichtathletik in Nordrhein-Westfalen und sind aus unserem Bundesland nicht mehr wegzudenken. Zwischen beiden Verbänden besteht eine Kooperationsvereinbarung, die sich auch auf den Breitensport bezieht. Die Fachleute beider Verbände haben in diesem Bereich wichtige Impulse gesetzt, so dass die Ausbildungsstrukturen vom Deutschen Leichtathletik-Verband für alle anderen 18 Landesverbände übernommen wurden. Das ist eine große Anerkennung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die an diesen Plänen mitgewirkt haben.“

Franz-Josef Probst nannte eine beeindruckende Zahl: So gibt es in NRW über 400.000 Laufinteressierte, die sich für den Sport und die Gesundheit einsetzen. „Die Laufbewegung in Nordrhein-Westfalen ist ein Riese im Deutschen Leichtathletik-Verband. Leider kommt dieser Riese im politischen Bereich nicht so zur Geltung, wie wir uns das wünschen, aber wir müssen weiter daran arbeiten. Daher ist die gemeinsame Lauftagung mit der Terminbörse der richtige Schritt in die Zukunft,“ betonte der Präsident des LV Nordrhein, der den anwesenden Laufveranstaltern versicherte, dass die beiden Landesverbände die Läuferinnen und Läufer im Rahmen ihrer Möglichkeit unterstützen werden. Wer Fragen habe, kann sich an die entsprechenden Geschäftsstellen der Landesverbände wenden.

Moderator Hans-Joachim Scheer konnte als Referenten Dietmar Heß begrüßen. Der Bürgermeister der Gemeinde Finnentrop, der gleichzeitig auch Vizepräsident des Städte- und Gemeindebundes NRW ist, referierte zum Thema „Laufveranstaltungen in öffentlichen Räumen“.

Dietmar Heß sagte zu Beginn seiner Ausführungen, dass die Städte und Gemeinden genauso wie die Laufveranstalter daran interessiert seien, den Sport  zu fördern, Menschen zu ermutigen, sich zu bewegen, und ihnen die notwendigen Rahmenbedingungen dafür zu bieten.  „Daher sind wir nicht Ihr Gegenüber, sondern Ihr Partner, denn die Sportpolitik ist eine wichtige Aufgabe von Städten und Gemeinden,“ unterstrich Dietmar Heß.

Finnentrops Stadtchef verdeutlichte, dass Laufveranstaltungen oft einen wichtigen Imagefaktor für die betreffenden Kommunen bilden. Daher haben seiner Meinung nach die Städte und Gemeinden großes Interesse daran, sich bei solchen Events als hervorragende Gastgeber zu präsentieren.

Dietmar Heß riet den anwesenden Laufveranstaltern, sich rechtzeitig mit den Genehmigungsbehörden in Verbindung zu setzen, denn eine gründliche Vorbereitung bildet die beste Voraussetzung für ein späteres Gelingen eines Laufes. „Fehler“, so Dietmar Heß, „lassen sich während einer Veranstaltung kaum noch korrigieren. Viele Läufe werden alljährlich durchgeführt, so dass mit der Zeit der organisatorische Aufwand immer geringer wird.“

Der Vize-Präsident des Städte- und Gemeindebundes sagte, dass Veranstaltungen, die vornehmlich von Ehrenamtlichen getragen werden, nicht mit zu großen bürokratischen Hemmnissen überfrachtet werden dürfen. „Wir müssen, was die Anforderungen anbetrifft, die Kirche im Dorf lassen,“ betonte Dietmar Heß.

Bei der anschließenden Diskussionsrunde fragte der Laufbeauftragte des FLVW, Leo Monz-Dietz, Dietmar Heß, ob es nicht möglich sei, kommerziellen Anbietern von Laufveranstaltungen („wilde“ Läufe) andere Auflagen zu erteilen als Vereinen, die vornehmlich ehrenamtliche Helfer einsetzen. Finnentrops Stadt-Chef sagte, dass der rechtliche Rahmen den Kommunen dafür wenig Spielraum biete, denn nach dem Gesetz sei jeder gleich zu behandeln.

 

Quelle: FLVW/Peter Middel

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