Westdeutscher Fussballverband e.V.
Jugend-Fußball 06.02.2017

FSV Gütersloh verteidigt Titel beim 12. Hallenmasters für B-Juniorinnen

Turnier in Ibbenbüren

Das Siegerteam des FSV Gütersloh feiert den Titel, der Wanderpokal wurde durch Marianne Finke-Holtz (rechts) übergeben. (Foto: Verband)
Das Siegerteam des FSV Gütersloh feiert den Titel, der Wanderpokal wurde durch Marianne Finke-Holtz (rechts) übergeben. (Foto: Verband)

Das Maß aller Dinge im westfälischen Juniorinnen-Fußball ist und bleibt der FSV Gütersloh. Auch die 12. Auflage konnten die Ostwestfälinnen für sich entscheiden. Nach 1430 Spielminuten, 143 Spiele und 429 Tore verteidigte der Bundesligist unter den Augen von Marianne Finke-Holtz, Präsidiumsmitglied des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) und Mitglied der Kommission Mädchenfußball des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), seinen Titel und heimste erneut die höchste, westfälische Trophäe im Hallenfußball bei den B-Juniorinnen ein. Zu deutlich war die Dominanz der Gütersloherinnen bei diesem Hallenspektakel in Ibbenbüren und das obwohl einige U-Nationalspielerinnen des FSVs wegen verschiedener DFB-Maßnahmen nicht vor Ort waren. Nach zum Teil hart umkämpften Viertel- und Halbfinalspielen gab es wie im Vorjahr ein ostwestfälisches Derby im Finale zwischen dem Regionalligisten Herforder SV und dem FSV Gütersloh. Durch Tore von Bianca Laube (4. Min.) und Charlotte Blümel (7.) war die Titelverteidigung für Gütersloh perfekt.

30 überkreisliche B-Juniorinnen-Teams von der Bundesliga bis zu den Topteams aus den drei Bezirksligen gaben sich beim Hallenmasters in Ibbenbüren ein Stelldichein. Zwei Tage stand die Kreissporthalle im Zeichen von hochklassigem Mädchenfußball. Den Auftakt machten die 30 Spielführerinnen als sie sich stellvertretend für ihre Teams gemeinsam zu einem Turnier nach dem „respect-Gedanken“ und somit Fairplay verpflichteten. Erstmals war als Hauptsponsor der FLVW-Partner, GERMETA, beim Juniorinnen-Hallenmasters mit im Boot und sponserte den gesamten Wasser-Bedarf aller 30 Teams.

In drei Vorrundengruppen bestimmte dann der Ball das Geschehen. Nach dem Modus „Jeder-gegen-Jeden“ wurden die acht Viertelfinalisten ermittelt. Neben den Bundesligisten FSV Gütersloh und VFL Bochum setzten sich die Regionalligisten Fortuna Freudenberg, Herforder SV, Wacker Mecklenbeck und Arminia Ibbenbüren sowie die Westfalenligisten des SSV Rhade und von Union Wessum. Überraschend mussten aus der Regionalliga der aktuelle Tabellenführer; FC Iserlohn, sowie auch der Mastersieger aus 2015, die Warendorfer SU, bereits nach der Vorrunde die Segel streichen und die Heimreise antreten.

Lina Jäger (links) von Arminia Ibbenbüren wurde Erste in der Torjägerinnenliste. Die Ehrung wurde durch Kathrin Peter vorgenommen (Foto: Verband).
Lina Jäger (links) von Arminia Ibbenbüren wurde Erste in der Torjägerinnenliste. Die Ehrung wurde durch Kathrin Peter vorgenommen (Foto: Verband).

Während im Viertelfinale dann für den Westfalenligist SSV Rhade gegen den FSV Gütersloh Endstation war, setzte sich Union Wessum knapp mit 1:0 gegen den Regionalligisten Wacker Mecklenbeck durch.
Im 3. Viertelfinale setzte sich Arminia Ibbenbüren nach zwischenzeitlicher 3:1- Führung doch erst im Neun-Meter-Schießen (5:4) gegen den Bundesligisten VFL Bochum durch. Das Duell der Regionalligisten Herforder SV und Fortuna Freundenberg gewann die Ostwestfalen mit 2:0 Toren.

Im ersten Halbfinale standen sich dann Union Wessum und FSV Gütersloh gegenüber. Hier setzte sich die Mannschaft vom FSV Gütersloh mühelos mit 4:0 Toren durch. Wie schon im Vorjahr standen sich im zweiten Halbfinale Arminia Ibbenbüren und der Herforder SV gegenüber. Und wieder hatte der Herforder SV das bessere Ende für sich und zog durch Treffer von Thandie Reinkensmeier (1.) und Johanna Sellenriek (7.) ins Finale ein.

Im Spiel um Platz 3 war der Arminia aus Ibbenbüren anzumerken, dass sie nach zwei 4. Plätzen in den Vorjahren nun endlich „aufs Treppchen“ wollten. Nach schöner Vorarbeit gelang Isabelle Scheining bereits in der 2. Minute die Führung und damit eine Vorentscheidung. Trotz mehrerer guter Einschussmöglichkeiten dauerte es bei zur 6. Minute bis Lina Jäger mit ihrem 10. Turniertreffer die Entscheidung um Platz 3 brachte.

Im ostwestfälischen Finale war der FSV Gütersloh von Beginn an die tonangebende Mannschaft und spielte den Turniersieg durch Tore von Bianca Laube und Charlotte Blümel souverän nach Hause. Der Jubel des Bundesliga-Nachwuchses kannte keine Grenzen mehr.

Während der Turniertage war das FLVW-Sichterteam um Verbandssportlehrerin Kathrin Peter vor Ort, um sich ein aktuelles Leistungsbild ihrer Auswahlschützlinge machen zu können oder sogar noch bisher unentdeckte Talente zu sichten.

Wie schon 2015 konnten sich drei Spielerinnen die Torjäger-Kanone mit je 10 Treffern sichern. Neben Lina Jäger (Arm. Ibbenbüren) waren es noch Bente Fischer (VFL Bochum) sowie Celina Jürgens von FC/JS Hillerheide. Aus der Hand von Kathrin Peter nahm Lina Jäger die Ehrung entgegen, die weiteren Torschützinnen waren mit ihren Teams schon vorzeitig abgereist.

Den Schlusspunkt des Turniers setzte Marianne Finke-Holtz, Mitglied der Kommission Mädchenfußball, als sie den großen Wanderpokal an die Spielführerin des FSV Gütersloh übergab. Als Überraschung konnte jedes Team der Finalrunde noch einen Ballsack mit Bällen aus den Händen von Herrn Langenbeck(GERMETA) entgegennehmen.
Verbunden mit dem Dank an den Ausrichter Arminia Ibbenbüren, an die Schiedsricher und Sichter, alle Teams und die zahlreichen Zuschauer zog die Kommission Mädchenfußball wieder eine positive Bilanz und freut sich schon auf das Hallenmasters 2018.

Spielberechtigungen Regionalliga West