Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 02.11.2012

Gegen MSV: Essen will Aufholjagd
fortsetzen - Viktoria ohne Wunderlich

14. Regionalliga-Spieltag

RWE will weiter jubeln. (Foto: Revierfoto)

Der Traditionsverein Rot-Weiss Essen, seit sechs Runden in der Regionalliga West ungeschlagen und inzwischen auf den fünften Tabellenplatz geklettert, will seine ohnehin schon gute Ausgangsposition am 14. Spieltag weiter verbessern. Am Samstag (ab 13.30 Uhr) trifft die Mannschaft von Trainer Waldemar Wrobel vor eigenem Publikum auf die U 23 des MSV Duisburg und kann dabei auch ihre eindrucksvolle Heimserie von sechs Partien mit 16 von 18 möglichen Punkten weiter ausbauen.

Die Rot-Weissen, die sich am vergangenen Wochenende bei Spitzenreiter Viktoria Köln 2:1 durchgesetzt hatten, müssen gegen die „Zebras“ auf die gesperrten Kerim Avci (Gelb-Rot) und Kevin Grund (Rote Karte) verzichten. Dafür kehrt Torjäger Benedikt Koep nach abgesessener Gelbsperre in den RWE-Kader zurück. „Wir wollen die positive Entwicklung mit drei Punkten gegen den MSV bestätigen“, kündigt RWE-Trainer Waldemar Wrobel an.

 „Ein Motivationsproblem wird es in Essen mit Sicherheit nicht geben. An der Hafenstraße schlägt jedes Fußballherzer höher“, sagt Duisburgs U 23-Trainer Manfred Wölpper voller Vorfreude auf das Derby. Sein Erfolgsrezept: „Wir müssen mit Leidenschaft dabei sein und alles geben. Wenn wir uns in jeden Zweikampf werfen und uns als Männer zeigen, können wir auch gegen Rot-Weiss Essen punkten.“

 

Fortuna Köln kann Tabellenführung übernehmen

Der Tabellenzweite SC Fortuna Köln hat am Samstag (ab 14 Uhr) die große Chance, den Nachbarn Viktoria Köln zumindest für eine Nacht von der Spitze zu verdrängen. Gegen den Aufsteiger FC Kray, der aus seinen vergangenen vier Partien lediglich einen Punkt geholt hat (zuletzt beim 3:3 gegen den 1. FC Köln II), ist die Mannschaft von Fortuna-Trainer Uwe Koschinat klarer Favorit. Den Krayern fehlen der rotgesperrte Kapitän Dominik Immanuel sowie Georgios Ketsatis (fünfte Gelbe Karte). Dafür kehrt der zuvor verletzte Sokhan Sanj in den Kader von Trainer Dirk Wißel zurück.

 

Nur wenige Kilometer vom Kölner Südstadion entfernt tritt die U 23 des FC Schalke 04 zum Reserveduell beim 1. FC Köln II an. Sollte Fortuna Köln gegen Kray patzen, dann könnten auch die „Knappen“ auf Rang eins vorrücken. Schließlich weist die Mannschaft von Trainer Bernhard Trares nach vier Siegen und einem Unentschieden aus den jüngsten fünf Partien nur noch einen Punkt Rückstand auf das Spitzenduo auf. In der vergangenen Saison hatten die Gelsenkirchener gegen die „Geißböcke“ jedoch zweimal 2:4 verloren.

 

Anschluss an die Spitze halten wollen auch die Sportfreunde Siegen, die gleichzeitig die U 23 von Borussia Mönchengladbach empfangen. Nach zuletzt zwei Heimniederlagen hintereinander (1:3 gegen Viktoria Köln und 1:2 gegen Schalke 04 II) wollen es die Siegerländer diesmal vor eigenem Publikum besser machen und ihre Heimbilanz ein wenig aufpolieren. Die „kleinen Fohlen“ mussten sich nach zuvor zwei Siegen gegen die Sportfreunde Lotte 0:1 geschlagen geben.

 

WSV-Trainer Bruns und fünf Spieler gegen Ex-Klub RWO

Im Stadion am Zoo tritt der Wuppertaler SV Borussia ebenfalls am Samstag (ab 14 Uhr) im Duell zweier ehemaliger Bundesligisten gegen Drittliga-Absteiger Rot-Weiß Oberhausen an. Der WSV ist aktuell seit fünf Partien sieglos und lechzt nach einem Erfolgserlebnis. Oberhausens Erfolgs-Serie wurde nach zuvor vier erfolgreichen Spielen mit zehn von zwölf möglichen Punkten ausgerechnet durch Aufsteiger SV Bergisch Gladbach 09 gestoppt (0:1).

WSV-Trainer Hans-Günter Bruns trifft gegen die „Kleeblätter“ auf seinen ehemaligen Verein, den er einst im direkten Durchmarsch aus der Oberliga bis in die 2. Bundesliga und dort auch zum Klassenverbleib geführt hatte. Mit Benjamin Reichert, Marcel Landers, Thomas Schlieter, Florian Abel und Christoph Semmler sind ihm inzwischen auch fünf ehemalige RWO-Spieler nach Wuppertal gefolgt und treten nun ebenfalls gegen ihren Ex-Klub an. Im Oberhausener Kader stehen mit Ken Asaeda, Karoj Sindi und Mike Terranova allerdings ebenfalls drei Akteure mit einer Wuppertaler Vergangenheit.

 

Die vor eigenem Publikum noch ungeschlagenen Sportfreunde Lotte empfangen gleichzeitig die U 23 des VfL Bochum. Die Gäste bauen in der Offensive vor allem auf ihren Torjäger Daniel Engelbrecht, der bereits acht Saisontreffer auf seinem Konto hat. In den vergangenen acht Duellen mit den Sportfreunden blieben die Bochumer allerdings sieglos (drei Remis, fünf Niederlagen). Für die Mannschaft von Lottes Trainer Maik Walpurgis geht gegen den VfL eine „englische Woche“ zu Ende. Noch am Mittwoch gab es im Westfalenpokal einen ungefährdeten 6:0-Heimsieg gegen den Westfalenligisten SV Zweckel. Dabei war Sturm-Zugang Alessandro Beccaria erstmals für seinen neuen Verein erfolgreich.

 

SC Verl trifft im Derby auf den SC Wiedenbrück

Der SC Wiedenbrück 2000, der ebenfalls am Samstag (ab 14 Uhr) zum Derby beim SC Verl im Stadion an der Poststraße zu Gast ist, wartet zwar seit vier Spieltagen auf einen dreifachen Punktgewinn, zog sich dabei aber gegen Spitzenmannschaften wie die Sportfreunde Lotte (1:1), die Sportfreunde Siegen (1:2) und Rot-Weiss Essen (0:0) gut aus der Affäre. SCW-Trainer Markus Reiter stellt das aber nicht zufrieden. „Wir haben zwar gegen Aufstiegskandidaten gute Spiele absolviert, insgesamt aber zu wenig Punkte geholt“, so der 36-Jährige. 

Reiter warnt seine Mannschaft vor dem ostwestfälischen Nachbarn, der nur zwei seiner bisherigen sieben Heimspiele gewonnen hat. „Verl ist im Sturm gut besetzt und gefährlich. Hinten stehen sie außerdem sehr kompakt. Deshalb sollten wir, wenn wir mal die Abehrreihe durchbrochen kriegen, nicht zu viele Chancen auslassen“, mahnt der gebürtige Dortmunder.

 

Im Duell zweier Neulinge empfängt der SV Bergisch Gladbach 09 gleichzeitig den auswärts noch sieglosen VfB Hüls. Dabei treffen die beiden Mannschaften mit der bislang schlechtesten Torausbeute der Liga aufeinander. Hüls war bislang erst elfmal erfolgreich, Bergisch Gladbach traf sogar nur zehnmal ins Schwarze. In der vergangenen NRW-Liga-Saison waren die Bergischen in beiden Partien siegreich geblieben (3:1/1:0).

Von einem „Pflichtsieg“ will Bergisch Gladbachs Trainer Dietmar Schacht aber trotzdem nichts wissen. „Es wird mit Sicherheit nicht leicht für uns. Für mich war klar, dass der VfB Hüls nach einigen engagierten Leistungen die Kurve bekommen wird. Den VfB zeichnen in erster Linie die brandgefährlichen Stürmer Christian Erwig und Volkan Okumak aus sowie sein Trainer Martin Schmidt, der die Sprache der Spieler spricht“, so Ex-Profi Schacht, der auf den Langzeitverletzten Tobias Balduan und den rot-gesperrten Thomas Götz verzichten muss.

 

Viktoria Köln ohne Kapitän Wunderlich in Velbert

Ohne Kapitän und Torjäger Mike Wunderlich (Gelb-Rot-Sperre) sowie die verletzten Jerome Propheter (Riss des Syndesmosebandes) und Marius Schultens (Kreuzband- und Außenbandriss) muss Titelaspirant FC Viktoria Köln am Sonntag (ab 14 Uhr) zum Aufsteigerduell bei der SSVg Velbert antreten. Die Viktoria hatte zuletzt gegen Rot-Weiss Essen (1:2) ihre zweite Saisonniederlage kassiert, ist aber auswärts noch unbesiegt.

„Wir kennen die Velberter Mannschaft recht gut. Ich freue mich auf das Spiel in einem schönen Stadion“, sagt Viktoria-Trainer Heiko Scholz. „Meine Spieler waren nach dem Essen-Spiel selbstverständlich geknickt. Wir haben einige Tage benötigt, um die Niederlage zu verdauen. Dann galt unsere Konzentration aber nur noch Velbert. Die SSVg. hat gegen uns nichts zu verlieren, kann locker aufspielen.“

 

Die U 23 von Fortuna Düsseldorf, die noch auf ihren ersten Heimsieg wartet, empfängt gleichzeitig als Tabellenletzter in einer wichtigen Partie im Rennen um den Klassenverbleib die auswärts noch sieglose Zweitvertretung von Bayer 04 Leverkusen. Dabei müssen die Düsseldorfer auf André Fomitschow verzichten, der beim VfB Hüls (0:2) die Rote Karte gesehen hatte. Bei Bayer 04 stehen Trainer Ralf Minge die verletzten Mirko Casper, Tobias Haitz, André Mandt und Sebastian Hirsch nicht zur Verfügung.

„Es wird ein wahnsinnig schweres Spiel“, warnt der 52-jährige Minge. „In den bisherigen Partien gegen Zweitvertretungen konnten wir noch keine guten Ergebnisse erzielen. Das Problem war bislang vor allem, dass fast immer zuerst in Rückstand geraten sind. Wenn man ständig zuerst ein Tor kassiert, wird jedes Spiel zum Kraftakt. Deshalb müssen wir unser Defensivverhalten stabilisieren und hinten hellwach sein.“


Quelle: DFB

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