Westdeutscher Fussballverband e.V.
Fußball-Allgemein 15.04.2016

Reinhard Grindel zum DFB-Präsidenten gewählt - Dr. Stephan Osnabrügge neuer DFB-Schatzmeister

Außerordentlicher Bundestag des DFB

Hauptdarsteller beim Außerordentlichen Bundestag: Dr. Friedrich Curtius, Reinhard Grindel, Dr. Stephan Osnabrügge (v.l.). (Foto: Getty Images)
Hauptdarsteller beim Außerordentlichen Bundestag: Dr. Friedrich Curtius, Reinhard Grindel, Dr. Stephan Osnabrügge (v.l.). (Foto: Getty Images)

Reinhard Grindel ist neuer Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Auf dem Außerordentlichen Bundestag des DFB in Frankfurt am Main wurde der bisherige Schatzmeister von den 255 stimmberechtigten Delegierten an die Spitze des Verbandes gewählt. Grindel ist durch das gemeinsame Votum des Amateur- und Profifußballs der zwölfte Präsident in der Geschichte des DFB. Der 54 Jahre alte Jurist folgt damit auf Wolfgang Niersbach, der am 9. November 2015 zurückgetreten war.

Dr. Stephan Osnabrügge ist neuer Schatzmeister des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Der 45 Jahre alte Jurist wurde von den Delegierten auf dem Außerordentlichen Bundestag des DFB in Frankfurt am Main zum Nachfolger des neuen Präsidenten Reinhard Grindel gewählt. Osnabrügge ist Vorsitzender der Kommission Gesellschaftliche Verantwortung im DFB, Vizepräsident des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM) sowie Präsidiumsmitglied des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes (WFLV).

Osnabrügge: "Sicherstellen, dass der DFB weiterhin seriös und vernünftig wirtschaftet"

Osnabrügge sagt: "Ich möchte mich beim Präsidium und den Delegierten für das Vertrauen bedanken. Es ist mein Ziel, die erfolgreiche Arbeit Reinhard Grindels in den kommenden Jahren fortzuführen und sicherzustellen, dass der DFB weiterhin seriös und vernünftig wirtschaftet."

Reinhard Grindel bedankte sich in seiner Antrittsrede bei den Delegierten für das ihm entgegengebrachte Vertrauen: "Ich empfinde es als eine große Ehre, dieses Amt ausfüllen zu dürfen. Der DFB steht vor zukunftweisenden Aufgaben, denen ich mich im Zusammenspiel mit den Kollegen aus Präsidium und Vorstand sowie den hauptamtlichen Mitarbeitern der Zentrale stellen möchte. Ich freue mich über das gemeinsame Votum und den damit einhergehenden Vertrauensbeweis aus dem Amateur- und Profifußball. Ich sehe meine Aufgabe darin, als ehrlicher Mittler die Interessen der ehrenamtlich geführten Basis und der professionellen Spitze zusammenzuführen. Ich werde mich als Präsident dafür einsetzen, die Einheit des Fußballs weiter zu stärken."

Grindel: "Wir brauchen Fairplay und Integrität"

Zu den zentralen Punkten auf der Agenda des zwölften DFB-Präsidenten gehören die Konsequenzen aus der Affäre um die Fußball-WM 2006. "Beim neuen DFB muss das gelten, was im Fußball selbstverständlich sein sollte: "Wir brauchen Fairplay, und wir brauchen Integrität", so Grindel. "Um das zu gewährleisten, müssen wir unsere internen Kontrollmechanismen verbessern."

Dazu plant er beispielsweise die Einrichtung einer eigenen Direktion Recht, einer Stabsstelle für Compliance und Controlling sowie einer Ethikkommission. Des Weiteren hat Grindel im Sinne einer transparenten Verbandsorganisation die Veröffentlichung des Finanzberichtes sowie die Bündelung der wirtschaftlichen Aktivitäten des DFB in einer Tochtergesellschaft angekündigt. Zu seinem umfassenden Programm zählt als ein weiterer Schwerpunkt, frühzeitig interessante Fußballangebote für Kinder zu schaffen, sie in die Vereine zu holen und dort die Qualifikation der Jugendtrainer zu steigern.

"Grindel steht für einen glaubwürdigen Neuanfang"

Der 1. DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch sagt: "Reinhard Grindel hat sich in seiner Funktion als Schatzmeister des DFB durch Kompetenz und Verlässlichkeit ein hohes Ansehen erworben. Er kennt alle handelnden Personen und Projekte innerhalb des Verbandes und genießt bei den Regional- und Landesverbänden großes Vertrauen. Gleichzeitig steht er für einen glaubwürdigen Neuanfang. Er kann sich in seinem Amt auf unsere Unterstützung verlassen."

Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball sagt: "Im Namen der Liga gratuliere ich Reinhard Grindel herzlich zu seiner Wahl. Nun gilt es, die anstehenden Aufgaben mit ihm als neuem Präsidenten an der Spitze gemeinsam anzugehen."

Reinhard Grindel war seit Oktober 2013 Schatzmeister des DFB, davor von 2011 bis 2013 Anti-Korruptionsbeauftragter des Verbandes. Von 2011 bis 2014 fungierte Grindel als 1. Vizepräsident des Niedersächsischen Fußballverbandes. Zuvor hatte er sich im Vorstand seines Heimatvereins Rotenburger SV an der Fußballbasis engagiert. Seit 2002 sitzt Grindel als Abgeordneter für die CDU im Bundestag.

Zudem wurde Dr. Friedrich Curtius, der am 18. März vom Präsidium des DFB zum Generalsekretär berufen worden war, von den Delegierten im Amt bestätigt. Der 39 Jahre alte Jurist ist Nachfolger des im Februar zurückgetretenen Helmut Sandrock.

Curtius kam nach seinem Jurastudium in Heidelberg und der anschließenden Promotion 2006 zum DFB. 2007 wurde er Referent im Generalsekretariat, im Jahr darauf Büroleiter des Generalsekretärs. Von 2012 an war er Leiter des Präsidialbüros.

Text: DFB

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