Westdeutscher Fussballverband e.V.
Verbandsnews 28.10.2013

DFB verabschiedet Vizepräsident
Hermann Korfmacher mit Applaus

Würdigung

Wurde vom DFB gewürdigt: Hermann Korfmacher.

Für Vizepräsident Hermann Korfmacher fiel beim 41. ordentlichen DFB-Bundestag der letzte Vorhang im Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Der WFLV-Präsident räumte aus Altersgründen seinen Platz. Hermann Korfmacher wurde als große Persönlichkeit des deutschen Fußballs gewürdigt und mit Applaus verabschiedet.

Fünf Jahrzehnte ehrenamtlicher Arbeit

Hinter Hermann Korfmacher liegen fünf Jahrzehnte ehrenamtlicher Arbeit. Ein Ende ist trotz des Abschieds aus dem DFB-Präsidium, dem er seit sechs Jahren angehört, nicht in Sicht. Der Funktionär aus Gütersloh bleibt sowohl Präsident des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen als auch des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes (WFLV). "Wenn man mich fragt, ob diese Funktionärskarriere mein Lebensziel war, lautet meine Antwort: nein", sagt der 70-Jährige: "Ich bin nach und nach in diese Aufgaben hineingewachsen. Ich bin froh, dass der Fußball mich ein Leben lang begleitet hat."

Die meiste Zeit war er Macher und Gestalter, angefangen hatte er als Verteidiger, damals bei Grün-Weiß Langenberg in der Bezirksliga. Noch als Nachwuchsspieler wurde Korfmacher zum Jugendleiter. "Mit 17, 18 ist mir die Belastung zu groß geworden, woraufhin ich mich gegen den aktiven Sport und für die Nachwuchsarbeit entschieden habe", erzählt er. Bis 1978 kümmerte sich Korfmacher in leitender Funktion um die Jugend des Sportkreises, anschließend war er 23 Jahre lang Vorsitzender des Fußballkreises Gütersloh, ehe er 2001 die Nachfolge von Paul Rasche als Präsident des WFLV antrat. In Korfmachers Amtszeit fiel unter anderem der Ausbau der Sportschule Kamen-Kaiserau zu einem modernen Sportzentrum mit Sportschule, Athletenhaus und Kongresszentrum.

Korfmacher ist glühender Fan des FC Schalke 04, dort ist er auch Mitglied. Ehrensache für ihn, dass er den Standort Gelsenkirchen bei der WM 2006 leitete. Am stärksten schlägt Korfmachers Herz allerdings für den Amateurfußball, für den er als 1. DFB-Vizepräsident zuständig ist. Bis heute ist er Mitglied in seinem Heimatverein Grün-Weiß Langenberg und beim FC Gütersloh. Korfmachers Vermächtnis ist der Masterplan Amateurfußball, der beim Amateurfußball-Kongress 2012 in Kassel angestoßen wurde und nach der Entwicklungsphase nun stufenweise zur Umsetzung kommt. Was ihm persönlich bleibt? "Ich habe in meiner Zeit im Fußball gelernt, sich selbst mal zurückzunehmen und Geduld zu zeigen", sagt er: "Sonst fährt man sich zu oft fest."

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