Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 26.01.2015

Sebastian Kneifel und Julia
Stockmann dominieren in Unna

Hallen-Hochsprung-Meeting

Sebastian Kneifel begeisterte mit seiner neuen persönlichen Bestleistung von 2,19m.

Sebastian Kneifel (TV Wattenscheid) meisterte beim 24. Hallen-Hochsprung-Meeting in Unna respektable 2,19m und verbesserte damit seine fünf Jahre alte Hallenbestleistung um einen Zentimeter. Der 31-jährige Wattenscheider setzte sich damit knapp vor Vorjahressieger Sven Tarnowski (Bayer Leverkusen, 2,05m) und Nils Kappeler (LC Paderborn, 1,99m) durch.

Sebastian Kneifels gute Form war kein Zufallsprodukt. Der frühere deutsche Jugendmeister (2001) verbrachte zuvor ein vierwöchiges Trainingslager in Florida, wo er optimale Trainingsbedingungen vorfand. „Es hört sich  etwas komisch an, aber ich werde in diesem Jahr 32. Da möchte ich noch einmal schauen, was ich in diesem Alter aus mir herauskitzeln kann..“

Julia Stockmann verbesserte sich in Unna auf ausgezeichnete 1,82m.

Da die Hallensaison für Sebastian Kneifel recht kurz ist, hatte  sich der gertenschlanke Wattenscheider (1,98m/77kg) in Unna lediglich eine Höhe von 2,11m vorgenommen, um sich für die deutschen Hallenmeisterschaften in Karlsruhe zu qualifizieren.

„Die Stimmung in der Halle war super. Da hat mich richtig beflügelt“ berichtete der Fünfte der letzt jährigen deutschen Hallenmeisterschaften, der in seiner Laufbahn bereits zum zehnten Mal in Unna startete..

Vorjahrssieger Sven Tarnowski war trotz seiner Höhe von 2,05m (2014:2,19m) keineswegs enttäuscht, denn er hatte erst gerade seinen Ermüdungsbruch am Schambein auskuriert. „Ich befinde mich erst seit Ende Dezember wieder im Training. Unter den gegebenen Voraussetzungen hätte ich nicht mehr erwarten können,“ befand der frühere deutsche Juniorenmeister.

Im Hochsprung der Frauen überraschte Julia Stockmann (TV Wattenscheid), die nach einer Verletzung wieder mit links abspringen kann, mit ihrer neuen persönlichen Bestleistung von 1,82 (bisher 1,79m). „Ich habe mich heute super gefühlt. Mit dem Boden bin ich sehr gut zurecht gekommen,“ berichtete der 22-jährige Studentin der Biotechnologie, die sich in diesem Jahr noch die Leistung von 1,85m zum Ziel gesetzt. Diese Höhe entspricht exakt ihrer Körperlänge. Sehr mit sich zufrieden zeigte sich auch Melina Brenner (Bayer Leverkusen), die als Zweite 1,79m überquerte und sich damit gegenüber ihren letzten beiden Wettkämpfen jeweils um drei Zentimeter steigerte. „Der Anlauf ist bei mir schon deutlich besser geworden, aber mir fehlt noch das entsprechende Timing,“ erklärte die 21-jährige Leverkusenerin, die eine Bestleistung von 1,88m (2012) hat.

Stefan Tigler (Weseler TV), der in diesem Jahr in Clarholz bereits 2,08m überwand,  erfreute in Unna als Sieger der Klasse U20 mit 2,05m. Gerne hätte der amtierende Nordrhein-Meister noch 2,11m übersprungen, doch wegen Schmerzen in der linken Hacke musste er von diesem Vorhaben ablassen.

Bei der weiblichen Jugend U20 steigerte sich Christina Honsel (LG Dorsten)  um drei Zentimeter auf 1,76m  und unterstrich damit ihren Erfolg bei den westfälischen Jugendmeisterschaften in Paderborn.

Mit über 100 Springerinnen und Springern notierte der TV Unna bei der 24. Auflage des Hochsprung-Meetings in den Hellwegsporthallen eine Rekord-Teilnehmerzahl. Hochsprung- Bundestrainerin Brigitte Kurschilgen hatte im Vorfeld  kräftig die Werbetrommel für diese Veranstaltung gerührt. Die zahlreichen Zuschauer auf der Tribüne erlebten viele spannende Wettkämpfe- nicht nur bei den Erwachsenen, sondern auch bei den Jüngsten, die für ihre Höhenflüge jede Menge  Beifall erhielten.

Text und Fotos: Peter Middel/FLVW

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