Westdeutscher Fussballverband e.V.
Verbandsnews 29.06.2013

Hermann Korfmacher als
FLVW-Präsident wiedergewählt

Hans Tilkowski Ehrenmitglied des FLVW

Hermann Korfmacher wurde im Amt bestätigt.

Hermann Korfmacher bleibt weitere drei Jahre Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW).

Auf dem Verbandstag in Bielefeld wurde der 69-Jährige am Samstag (Gütersloh) einstimmig wiedergewählt.

Es ist die fünfte Amtszeit für Korfmacher, der seit 2001 dem zweitgrößten Landesverband des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vorsteht und auch Präsident des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes (WFLV) ist.

Der FLVW hat etwa eine Million Mitglieder, dazu zählen über 800 000 Aktive in Fußball-Vereinen sowie weitere rund 140 00 Leichtathleten.

Das alte und neue Präsidium des FLVW: Manfred Schnieders, Hans-Gerhard Schulz, Hermann Korfmacher, Klaus Jahn, Peter Wolf, Manfred Deister und Carsten Jaksch-Nink.

„Wir können immer besser werden, aber nur gemeinsam mit den Vereinen und Kreisen“, konstatierte der alte und neue Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), Hermann Korfmacher, am Samstag in Bielefeld. Ganz im Sinne des Verbandstags-Mottos: „Verein(t) ist modern“ betonte Korfmacher in seiner Rede den notwendigen Zusammenhalt aller Ebenen, um erfolgreich die Weichen für die Zukunft zu stellen.

145 Delegierte aus den nunmehr 30 Kreisen des Verbandsgebietes waren der Einladung in die Stadthalle Bielefeld gefolgt, wie auch zahlreiche Ehrengäste: unter ihnen LSB-Präsident Walter Schneeloch, der Schatzmeister des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, Franz-Josef Probst, sowie der Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und Präsident des Bayerischen Fußballverbandes, Dr. Rainer Koch.

Wie schon Bielefelds Bürgermeisterin Karin Schrader betonte Korfmacher in seiner Grundsatzrede die finanziell angespannte Situation der Kommunen, die durch den Solidarpakt verschärft werde und sich unmittelbar auf die Vereine vor Ort auswirke. Ideen seien gefragt, um das auszugleichen, Kooperationen mit der Wirtschaft unerlässlich aber auch der Blick über den Tellerrand hinaus. „Wir müssen über die Grenzen des Verbandsgebietes hinausschauen und auch auf europäischer Ebene Partner suchen“, so Korfmacher. Zudem unterstrich er die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Kreisen und Verbänden und forderte zur Mitarbeit auf. „Die Verbände haben in den vergangenen Jahren die Bereitschaft zum Dialog hinreichend unter Beweis gestellt“, verwies er unter anderem auf den Amateurfußball-Kongress 2012. Das werde mit dem FLVW-Zukunftsdialog 20 14 fortgesetzt. Die Vereine sollen mitbestimmen, wohin die Reise geht. „Es gibt viel zu tun, packen wir es an!“, forderte er die Delegierten abschließend zum Mitmachen auf.

 

Auch die prominenten Gastredner erteilten in ihren Grußworten dem Kirchturmdenken eine Absage. „Der Vereinsfußball steht im Umbruch“, betonte Koch. „Wer 2002 nicht geboren war, kann 2012 nicht bei den E-Junioren kicken“, skizzierte er den demografischen Wandel, der „keine Überraschung“ sei. Es müssten Wege gefunden werden, mit und in der „Eventgesellschaft“ zu leben. Dem Fußball als Sportart gehe es gut, er sei Gesprächsthema Nummer eins. Diese gute Ausgangsposition gelte es zu nutzen. „Mia san auch wer“, textete Koch den Spruch des Triple-Siegers auf die Amateure um: 95 Prozent der aktiven Fußballer seien eben Amateure. Und nur wenn diese gute Rahmenbedingungen vorfänden, könne der Fußball langfristig die Nummer eins bleiben.

Walter Schneeloch appellierte an die Delegierten, den Mut zur Veränderung zu bewahren und forderte gleichzeitig die Politik auf, als verlässlicher Partner an der Seite des Sports zu stehen.

Franz-Josef Probst blickte zurück auf 60 Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Fußballern und Leichtathleten unter einem gemeinsamen Dach im FLVW. „Kein anderer Verband hat diesen Schritt unternommen“, lobte Probst. In Richtung der Fußballer schickte er noch augenzwinkernd den Hinweis, dass Fußball vielleicht die Nummer eins sei, aber die Leichtathletik die olympische Königsdisziplin.

  

Neuwahlen der Gremien und zahlreiche Verabschiedungen

Das Präsidium wurde einstimmig im Amt bestätigt. Bei der Wahl des Präsidenten gab es lediglich drei Enthaltungen.

Vorsitzender des Verwaltungsrates bleibt Jürgen Grondziewski mit 140 Ja-Stimmen aus den Reihen der Delegierten. Neu im Verwaltungsrat ist für den ausgeschiedenen Prof. Dr. Rüdiger Knaup nun Dr. Christoph Stiens (Werne).

Auch bei den Ausschussvorsitzenden gab es nur eine personelle Veränderung: Den Vorsitz des Schiedsrichterausschusses übernimmt nun Michael Liedtke (Dortmund) für Gundolf Walaschewski, der den Vorsitz des Qualifizierungsausschusses (künftig „Ausschuss für Vereins- und Verbandsentwicklung“) übernimmt.

 

Gleich acht Kreischefs wurden in Bielefeld verabschiedet. Eine personelle „Zäsur“, schließlich stehen Bernd Rengshausen (Ahaus/Coesfeld), Heinz Osterhage (Lemgo), Werner Kretschmer (Lüdinghausen), Günter Erfkamp (Detmold), Franz-Josef Bomnüter (Iserlohn), Walter Schütte (Minden), Fritz Struckmeyer (Lübbecke) und Manfred Wichmann (Gelsenkirchen) für mehr als 250 Jahre ehrenamtliches Engagement im Sport.

  

Ehrenmitgliedschaft für Hans Tilkowski und Franz-Josef Bomnüter

Gegen 11 Uhr bat Präsident Korfmacher die Delegierten noch mal um ihre Aufmerksamkeit. „Der Verwaltungsrat schlägt dem Verbandstag vor, die Verbandsehrenmitgliedschaft an Franz-Josef Bomnüter und Hans Tilkowski zu verleihen“. Per Akklamation sollten die Anwesenden abstimmen. Der Aufforderung kamen diese umgehend stehend nach.

Tilkowski wurde für sein Lebenswerk, seine Verbundenheit mit dem FLVW und sein soziales Engagement ausgezeichnet. Der gebürtige Dortmunder hat das Fußballspielen in Westfalen gelernt - unter anderem bei den Verbandssportlehrern Herbert Widmayer und Walter Ochs - und in der legendären Oberliga West für den SC Westfalia Herne gespielt. Es folgten herausragende fußballerische Leistungen auf allerhöchstem internationalem Niveau für Borussia Dortmund und für den DFB.

Bomnüter war bis zu seinem Ausscheiden im Mai der dienstälteste Kreisvorsitzende. 41 Jahre stand er dem Kreis Iserlohn vor, den er maßgeblich prägte. Er habe sich dem Sport in Westfalen verschrieben, so Korfmacher bei der Übergabe der Urkunde. Ein „Mann des Ausgleichs“, der nie den Bezug zur Basis verlor. „Egal auf welcher Ebene, im Sport oder in der Politik, du hast dich stets für die Menschen an der Basis eingesetzt“, betonte zuvor der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Jürgen Grondziewski, in seiner Laudatio.

  

Spielberechtigungen Regionalliga West