Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 24.02.2013

Starke Leistungen: Otto schlägt Mohr, Sailer vor Pinto

Leichtathletik-Hallen-DM in Dortmund:

Starke Leistungen in Dortmund (Foto: Revierfoto)

Die deutschen Leichtathleten haben Hoffnungen auf ein erfolgreiches WM-Jahr geweckt und bei der Hallen-DM in Dortmund bestens aufgetrumpft. Bei den deutschen Hallen- Meisterschaften, die in Dortmund bestens organisiert waren, ragte neben Sprinterin Verena Sailer und Kugelstoßerin Christina Schwanitz vor allem Stabhochspringer Björn Otto mit seinem knappen Sieg über Malte Mohr heraus.

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Für den Höhepunkt in Dortmund sorgte der Olympia-Zweite Björn Otto, der den stark besetzten Stabhochsprung-Wettbewerb vor 4000 Zuschauern nur knapp vor seinem Rivalen Mohr gewann. Der Wettkampf verlief spannend: Otto hatte bei 5,70 und 5,80 große Probleme, übersprang die Sieghöhe von 5,85 Metern dann aber im ersten Versuch. Beim deutschen Freiluft-Meister Mohr lief es genau umgekehrt: 5,70 und 5,80 meisterte er mühelos, an den 5,90 Metern scheiterte er aber. «Ich habe mich durchgekämpft, das ist die Hauptsache. Heute ging es nur darum, zu gewinnen», sagte Otto, der am Ende noch dreimal die deutsche Rekordhöhe von 6,01 Metern riss.

Während sich Kugelstoß-Veteran Ralf Bartels mit dem letzten Versuch seine 14. deutsche Meisterschaft sicherte, baute Verena Sailer ihre Erfolgsbilanz auf elf Titel in der Halle und im Freien aus. Die 27-Jährige gewann das 60-Meter-Finale in 7,18 Sekunden vor Tatjana Pinto, obwohl sie ihren Start zuvor schon so gut wie abgesagt hatte.

Cheftrainer zieht positive Bilanz

Am Ende der Deutschen Hallen-Meisterschaften in Dortmund hat Cheftrainer Idriss Gonschinska eine positive Bilanz gezogen. Er gehe davon aus, dass der DLV mit 25 bis 28 Athleten bei der Hallen-Europameisterschaft in Göteborg (Schweden, 1. bis 3. März) am Start sein werde.

Eine Medaillenprognose für die Hallen-EM wollte Idriss Gonschinska nicht abgeben. Er sei aber zuversichtlich, dass der DLV durch ein leistungsfähiges und hochmotiviertes Team vertreten werde, sagte der Cheftrainer zum Abschluss der Dortmunder Titelkämpfe. In etlichen Disziplinen habe man eine erfreuliche Entwicklung erkennen können. Die Meisterschaft sei eine wichtige Etappe auf dem Weg in die Freiluftsaison gewesen, "aber eben nur eine Etappe".

Gekrönt wurde der zweite der Dortmunder Wettkampftage durch die (diesmal allerdings noch erfolglosen) Rekord-Versuche von "Stabi" Björn Otto (ASV Köln). "Ein Wettbewerb mit Weltklasse-Niveau, bei dem man mit 5,75 Meter Fünfter wurde", resümierte Idriss Gonschinska. Ihm habe auch die Kameradschaft unter den Trainern gefallen. "Da wird jeder Sprung auch der Mitbewerber beklatscht."

Kampfgeist beeindruckt

Beeindruckend seien auch die kämpferischen Leistungen der Mittelstreckler Florian Orth (LG Telis Finanz Regensburg) und Robin Schembera (TSV Bayer 04 Leverkusen), der 1.500-Meter-Spurtsieg von Annett Horna (LC Rehlingen) und der mutige Tempolauf von Sonja Mosler (TV Herkenrath) gewesen.

Am ersten Wettkampftag hatten insbesondere die Sprinter Julian Reus (TV Wattenscheid 01), Verena Sailer (MTG Mannheim)und Tatjana Pinto (SC Preußen Münster), die Mittelstreckler Corinna Harrer (LG Telis Finanz Regensburg) und Carsten Schlangen (LG Nord Berlin) sowie die Weitspringer Christian Reif (LC Rehlingen) und Sebastian Bayer (Hamburger SV) dem Cheftrainer imponiert.

Christina Schwanitz mit Goldchance

Nicht zu vergessen Hürdensprinter Erik Balnuweit (LAZ Leipzig) und Kugelstoßer Ralf Bartels (SC Neubrandenburg). "Er wird sicher auch in Göteborg seine Chance suchen", meinte Idriss Gonschinska.

Hoffnungen auf eine EM-Medaille machen darf sich auch Kugelstoßerin Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge), die in Dortmund ihre eigene Jahres-Weltbestleistung auf 19,79 Meter verbesserte. Beachtlich, so der Cheftrainer, habe sich deren Kollegin, die U20-Weltmeisterin Shanice Craft (MTG Mannheim), aus der Affäre gezogen.

Junge Athleten im Fokus

"Wir werden dieses Jahr nutzen, damit junge Athleten Wettkampfkompetenz entwickeln können", unterstrich Idriss Gonschinska. Athleten des Junior Elite-Teams sollen verstärkt Startmöglichkeiten eingeräumt werden. "Wir setzen auf die junge Generation und wollen bei der U23-EM in Tampere sehr erfolgreich abschneiden", sagte der Cheftrainer.

Alle Ergebnisse Leichtathletik, deutsche Hallen-Meisterschaft in Dortmund

   Samstag/Sonntag, 23./24.02.2013:

   Männer:
   60 m:
1. Julian Reus (Wattenscheid) 6,56 Sek.; 2. Lucas Jakubczyk (Berlin)
6,70; 3. Martin Keller (Leipzig) 6,74
   200 m:
1. Maximilian Kessler (Berlin) 21,12 Sek.; 2. Patrick Domogala
(Mannheim) 21,44; 3. Roy Schmidt (Leipzig) 21,53
   400 m:
1. Thomas Schneider (Magdeburg) 47,33 Sek.; 2. David Gollnow
(München) 47,43; 3. Miguel Rigau (Köln) 47,55
   800 m:
1. Robin Schembera (Leverkusen) 1:49,11 Min.; 2. Andreas Lange
(Reinbek) 1:49,19; 3. Jan Riedel (Dresden) 1:49,70
   1500 m:
1. Florian Orth (Regensburg) 3:41,00 Min.; 2. Homiyu Tesfaye
(Frankfurt/Main) 3:41,05; 3. Sebastian Keiner (Erfurt) 3:43,25
   3000 m:
1. Carsten Schlangen (Berlin) 7:55,37 Min.; 2. Clemens Bleisten
(München) 8:01,55; 3. Nico Sonnenberg (Frankfurt/Main) 8:01,96
   60 m Hürden:
1. Erik Balnuweit (Leipzig) 7,61 Sek.; 2. Gregor Traber (Tübingen)
7,68; 3. Matthias Bühler (Offenburg) 7,69
   4 x 200 m:
1. LG München (Kamghe Gaba, Jonas Plass, Benedikt Wiesend, David
Gollnow) 1:25,76 Min.; 2. SCC Berlin 1:26,06; 3. TV Gladbeck 1912
1:26,38
   Hochsprung:
1. Matthias Haverney (Dresden) 2,15 m; 2. Mateusz Przybylko
(Leverkusen) 2,15; 3. Matthias Franta (Mainz) und Benjamin
Lauckner (Chemnitz) beide 2,10
   Weitsprung:
1. Christian Reif (Rehlingen) 8,06 m; 2. Sebastian Bayer (Hamburg)
7,97; 3. Mario Kral (Hamburg) 7,82
   Dreisprung:
1. Matthias Uhrig (Sindelfingen) 16,15 m; 2. Andreas Pohle (Erfurt)
15,75; 3. Marcel Kornhardt (Erfurt) 15,48
   Stabhochsprung:
1. Björn Otto (Köln) 5,85 m; 2. Malte Mohr (Wattenscheid) 5,80; 3.
Hendrik Gruber (Leverkusen) 5,75
   Kugelstoß:
1. Ralf Bartels (Neubrandenburg) 20,08 m; 2. Marco Schmidt
(Sindelfingen) 19,71; 3. Hendrik Müller (Chemnitz) 19,23


   Frauen:

   60 m:
1. Verena Sailer (Mannheim) 7,18 Sek.; 2. Tatjana Pinto (Münster)
7,24; 3. Inna Weit (Paderborn) 7,38
   200 m:
1. Inna Weit (Paderborn) 23,53 Sek.; 2. Maike Dix (Wattenscheid)
23,61; 3. Katharina Grompe (Dortmund) 23,72
   400 m:
1. Julia Förster (Leverkusen) 54,22 Sek.; 2. Christiane Klopsch
(Friedberg-Fauerbach) 54,62; 3. Wiebke Ullmann (Leverkusen) 55,03
   800 m:
1. Sonja Mosler (Herkenrath) 2:05,54 Min.; 2. Christine Gess
(Balingen) 2:05,97; 3. Jana Hartmann (Dortmund) 2:06,43
   1500 m:
1. Annett Horna (Rehlingen) 4:13,26 Min.; 2. Elina Sujew (Hamburg)
4:13,57; 3. Diana Sujew (Hamburg) 4:14,74
   3000 m:
1. Corinna Harrer (Regensburg) 9:04,21 Min.; 2. Maren Kock
(Regensburg) 9:19,93; 3. Carolin Aehling (Regensburg) 9:22,93
   60 m Hürden:
1. Nadine Hildebrand (Sindelfingen) 8,07 Sek.; 2. Cindy Roleder
(Leipzig) 8,11; 3. Alexandra Burghardt (München) 8,25
   4 x 200 m:
1. TV Wattenscheid 01 (Maike Dix, Esther Cremer, Maral Feizbakhsh,
Pamela Dutkiewicz) 1:35,42 Min.; 2. TSV Bayer 04 Leverkusen 1:35,87;
3. LT DSHS Köln 1:36,02
   Hochsprung:
1. Marie-Laurence Jungfleisch (Tübingen) 1,87 m; 2. Nadja
Kampschulte (Wattenscheid) 1,84; 3. Nele Hollmann (Wattenscheid),
Imke Onnen (Hannover), Julia Straub (Leverkusen) und Linda Zuber
(Leverkusen) alle 1,80
   Weitsprung:
1. Lisa Steinkamp (Sindelfingen) 6,38 m; 2. Urszula Westhof (Berlin)
6,37; 3. Stefanie Voss (Dormagen) 6,33
   Dreisprung:
1. Jenny Elbe (Dresden) 13,86 m; 2. Kristin Gierisch (Chemnitz)
13,71; 3. Elina Sterzing (Rottweil) 12,91
   Stabhochsprung:
1. Kristina Gadschiew (Zweibrücken) 4,40 m; 2. Annika Roloff
(Holzminden) 4,35; 3. Joana Kraft (Metzingen) 4,25
   Kugelstoß:
1. Christina Schwanitz (Thum) 19,79 m; 2. Josephine Terlecki
(Magdeburg) 17,69; 3. Shanice Craft (Mannheim) 17,66

Spielberechtigungen Regionalliga West