Westdeutscher Fussballverband e.V.
Fußball-Allgemein 21.05.2013

Historischer Tiefpunkt, aber das
Herz des Fußballs schlägt weiter in NRW

Bester Torjäger der Saison: Leverkusens Stefan Kießling (M.), Foto: getty

Das Herz des deutschen Fußballs schlägt in Nordrhein-Westfalen nur noch gedämpft. NRW stellt zwar in der kommenden Bundesliga-Saison weiterhin die meisten Mannschaften. Mit nur noch vier von 18 Vereinen in der Eliteliga hat das einwohnerstärkste Bundesland aber einen historischen Tiefstand erreicht.

Durch den nach dem 34. Spieltag feststehenden Abstieg von Fortuna Düsseldorf bleiben Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach die einzigen Erstligisten aus NRW. Das Quartett beendete die abgelaufene Saison in der oberen Tabellenhälfte, drei Teams (Dortmund, Leverkusen, Schalke) konnten sich für den Europapokal qualifizieren.

In der Saison 1964/65 kamen zwar ebenfalls nur vier Teams aus NRW (1. FC Köln, Dortmund, Meidericher SV, Schalke), damals fasste die Liga aber auch nur 16 Vereine. Viele Jahre prägten die West-Clubs das Geschehen. 1980/81 kamen zehn Mannschaften und somit über die Hälfte der 18 Liga-Teilnehmer aus NRW: Mönchengladbach, Dortmund, 1. FC Köln, Bochum, Leverkusen, Duisburg, Düsseldorf, Bielefeld, Schalke und Bayer Uerdingen.

1991/92 spielten in der auf 20 Mannschaften aufgestockten Klasse immerhin neun West-Teams. In den zurückliegenden Jahren wurde der Westen aber immer mehr ausgedünnt. Unter anderem verabschiedeten sich Traditionsvereine wie der MSV Duisburg, VfL Bochum oder der 1. FC Köln in die 2. Liga.

Mit vier Clubs liegt NRW auch kommende Saison im Bundesland-Ranking der höchsten deutschen Spielklasse allerdings weiter ganz oben. Beispielsweise Niedersachsen (Wolfsburg, Hannover, Braunschweig) und Bayern (Bayern München, Nürnberg, Augsburg) kommen nur auf drei Teilnehmer.

Quelle: WFLV/Leroi

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