Westdeutscher Fussballverband e.V.
Futsal 13.04.2015

Holzpfosten Schwerte verliert
Futsal-Finale: 4:7 gegen Hamburg

Schwerte genoss die Unterstützung seiner Fans, verpasste aber den Titel. (Foto: Archiv)

Die Futsaler der Hamburg Panthers haben das Finale um die deutsche Futsal-Meisterschaft 2015 gewonnen. Im Endspiel setzen sich die Hanseaten am Samstagabend mit 7:4 (3:3, 1:1) nach Verlängerung gegen die Auswahl von Holzpfosten Schwerte durch. Für Hamburg war es nach den Endspiel-Siegen in 2012 und 2013 bereits der dritte Triumph.

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Die Schwerter sind ein starker Vize-Meister mit Pech im Finale. Lange hatte Schwerte 2:1 geführt, unterlag am Ende aber in der Verlängerung.

Vor knapp 2000 Zuschauern in der ENERVIE Arena in Hagen verpassten die Schwerter, die sich als Zweiter der Westdeutschen Meisterschaften für die Endrunde qualifiziert hatten, bei ihrer zweiten Finalteilnahme ihren ersten nationalen Futsal-Titel. Vor einem Jahr waren die Westfalen im Endspiel gegen N.A.F.I. Stuttgart unterlegen.

Das lautstarke Publikum peitschte beide Teams zu Top-Leistungen. Nach einer kurzen Abtastphase gingen die Holzpfosten, die den Großteil des Publikums auf ihrer Seite hatten, unter frenetischem Jubel in Führung: Marc Nebgen erzielte nach einer gelungenen Kombination das 1:0 (13.). Ein typisches Billiardtor der Hamburger (Martin Schröder, 18.) führte noch vor dem Seitenwechsel zum Ausgleich.

In der zweiten Hälfte steigerten beide Teams nochmal erheblich das Tempo. Patrick Kulinski hämmerte den Ball aus der Distanz in den Winkel (32.). Die Panthers antworteten per Doppelschlag: Maher Mazhoud (37.) und Mohamed Labiadh (38.) drehten das Spiel in nur zwei Minuten zur Hamburger Führung. Schwerte reagierte, spielte nach dem Rückstand mit einem Flying Goalie, also mit 5 Feldspielern - und wurde für diese Maßnahme belohnt: Philip Oldenburg glich umgehend zum 3:3 aus und rettete seine Mannschaft in die Verlängerung.

Barutta: "Dieses Finale hat Maßstäbe gesetzt"

In der Verlängerung erreichte die Spannung schließlich ihren Höhepunkt. Mazhoud drückte einen strammen Pass von Michael Meyer über die Linie (46.). Als Schwerte seinen Keeper erneut vom Feld nahm, traf Onur Ulusoy noch in derselben Minute ins leere Tor. Erneut Mazhoud erhöhte wenig später sogar auf 6:3 für die Gäste (48.). Nils Klems ließ Schwerte nach seinem Anschlusstreffer zwar nochmal kurz hoffen (49.), doch Panthers-Kapitän Saboor Khalili setzte mit dem 7:4 den Schlusspunkt (50.).

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"Wir haben alles reingehauen, am Ende hat es nicht gereicht. Dennoch war es wieder ein sensationelles Erlebnis. Bei dem Publikum fehlen mir die Worte", sagte Schwerte-Torhüter Daniel Otto nach dem Spiel.

Bernd Barutta, DFB-Abteilungsleiter für den Bereich Futsal, zeigte sich nach dem packenden Finale extrem glücklich über die Entwicklung des Futsal-Sports: "Dieses Finale hat Maßstäbe gesetzt - die Spannung, die Stimmung, die spielerische Qualität. Der Futsal in Deutschland ist auf dem richtigen Weg. Diese Entwicklung werden wir nun fortsetzen."

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will als Ausrichter der nationalen Endrunde das öffentliche Interesse am Futsal weiter steigern, und ist bestrebt, bald eine Nationalmannschaft ins Leben rufen. In Spanien und Portugal genießt der attraktive Sport bereits eine höhere Akzeptanz als in Deutschland.

Im Finale in Hagen herrschte allerdings eine rundum ausgelassene Stimmung. In Regionen von Nordrhein-Westfalen genießt der Futsal schon eine hohe Fanunterstützung und startet anders als in einigen anderen Bundesländern in einer Regionalliga. "Es wird wichtig sein, in den kommenden Jahren einen festen Futsal-Spielbetrieb aufzubauen und zu etablieren, möglichst in jedem Landes- und Regionalverband", sagte der für den Futsal zuständige DFB-Vizepräsident Rainer Milkoreit in einem Interview auf der DFB-Homepage.

Er räumt dem Futsal gute Perspektiven ein. "Die Anfänge sind bereits gemacht und wir sind auf einem guten Weg. So können wir die Talente in Deutschland besser sichten und auch fördern, um sie an ein zukünftiges Nationalteam heranzuführen", meinte Milkoreit.

Text: WFLV/DFB

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