Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 03.06.2013

Julian Reus gelang Sprint-Doppelerfolg in Duisburg

Julian Reus (Foto: Peter Middel)

Aufgrund des Hochwassers wurde das 18. Internationale Leichtathletik-Meeting in Jena abgesagt. Davon profitierten die westdeutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Duisburg, die im Vergleich zum Vorjahr recht stark besetzt waren. Auch Julian Reus (TV Wattenscheid)) wollte ursprünglich in Jena starten, doch er fand den Weg nach Duisburg.

Mit Zeiten von 10,20 Sekunden über 100 m und 20,56 Sekunden über 200 m dominierte er auf beiden Sprintdistanzen und verfehlte bei zulässigen Windbedingungen die Normen von 10,15 bzw.  20,50 Sekunden für die Weltmeisterschaften in Moskau  nur knapp.

„Gegenüber meinen Zeiten von Weinheim mit 10,25 Sekunden und Dessau mit 10,31 Sekunden war ich heute schon deutlich schneller, aber es gibt bei mir noch überall Verbesserungspotential. Ich hätte heute gerne eine WM-Norm abgehakt. Nach meinen heutigen Auftritten traue ich sie mir jedoch bei den nächsten Rennen beide WM-Vorgaben zu,“ zeigte sich Julian Reus zuversichtlich.

Schnellste im 100m-Sprint der Frauen war Maike Dix (TV Wattenscheid)  mit 11,51 Sekunden. Allerdings war die Rückenwindunterstützung mit 2,2m/s zu stark. Dieselbe Zeit erreichte auch U23-Siegerin Lena Günther (LT DSHS Köln), deren 11,51 Sekunden ebenfalls  windunterstützt (+2,8m/s) waren.

Wegen des Windes (+2,2m/s) finden auch die 23,11 Sekunden von Inna Weit (LC Paderborn; Bild) im 200m-Sprint, den sie in 23,11 Sekunden vor Esther Cremer (23,46 Sek.) und Maike Dix (beide TV Wattenscheid, 23,47 Sek.) gewann, keine offizielle Anerkennung.

„Auch wenn die Bedingungen nicht ganz regulär waren, bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden, denn ich bin  nur knapp über meiner persönlichen Bestzeit von 23,08 Sekunden geblieben,“ Inna Weit.

Gut gelaunt zeigte sich auch Esther Cremer (TV Wattenscheid): „Ich wollte unter 23,50 Sekunden bleiben. Auch wenn der Rückenwind ein wenig zu stark war, habe ich mein Ziel erreicht. Es geht auf jeden Fall bei mir wieder aufwärts,“ freute sich die 25-jährige Wattenscheiderin, die ihrer Aussage nach  noch einige Rennen benötigt, um wieder in den Bereich ihrer Bestform zu kommen. Auf ihrer Spezialdistanz, den 400 Metern,  erzielte sie in dieser Saison bereits 52,87 Sekunden.

 

Daniel Jasinski überlegener Diskus-Sieger

Obwohl Daniel Jasinski (TV Wattenscheid) in der vergangenen Woche Rückenbeschwerden plagten, verließ er mit respektablen 62,15m als überlegener Sieger den Diskusring. „Ich bin nur schwierig in den Wettkampf gekommen, weil ich in den letzten Tagen nicht wie geplant durchtrainieren konnte,“ berichtete der europäische Winterwurf-Challenge- Sieger, der sich mit seiner persönlichen Jahresbestleistung von 64,69 m bereits im Bereich der WM-Norm von 66,00 m befindet.

Im Diskuswerfen der Klasse U 20 erreichte Benedikt Stienen (LAC Veltins Hochsauerland) schon im ersten Versuch 56,64m und dominierte damit vor Philippe Grewe (LG Olympia Dortmund), der als Zweite mit 53,67 m einen deutlichen Aufwärtstrend zeigte.

 

Desiree Singh über 4,05 m

Im Stabhochsprung der Klasse U 20 kam Desiree Singh (LG Lippe-Süd) mit 4,05 m vor der höhengleichen Leverkusenerin Franziska Kappes zu Titelehren. „Bei dem wechselnden Wind war es heute schwierig  zu springen. Zudem habe ich heute einen härteren Stab genommen. Unter den gegebenen Voraussetzungen bin ich daher mit meiner Vorstellung zufrieden,“ erklärte die frühere U 18-Weltmeisterin, deren Töchterchen Emma inzwischen das Krabbeln erlernt hat und daher besonderer Aufmerksamkeit bedarf.

In einer viel versprechenden Form präsentierte sich  Maurice Huke (TV Wattenscheid), der in der Klasse U 20 über 100m in 10,73 Sekunden und über 200 m in 21,52 Sekunden allen die Fersen zeigte. Vor allem über 200 m kam der 20-jährige Wattenscheider seiner persönlichen Bestzeit von 21,46 Sekunden recht nahe.

Im Kugelstoßen der Klasse U 20 präsentierte Mehmet Yarimay (LG Olympia Dortmund) endlich einmal das, was er im Training angedeutet hatte. Mit starken  18,18 m blieb der 156 kg-schwere Dortmund deutlich über seiner persönlichen Bestweite von 17,56 m. Damit übertraf Mehmet, der noch etwas zu langsam im Ring ist, die A-Norm für die deutschen Meisterschaften am 6./7. Juli in Ulm.

 

Quelle: FLVW/Peter Middel

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