Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 08.07.2013

Julian Reus: Sprintkönig von Ulm

Julian Reus: Sprintkönig von Ulm

Mehr als 27.000 Zuschauer erlebten in Ulm ein sonniges und gelungenes DM-Wochenende. DLV-Cheftrainer Idriss Gonschinska zog am Sonntag ein entsprechendes Abschlussfazit: "Die Deutschen Meisterschaften haben das realisiert, was wir uns vorgestellt haben. Wir haben spannende Wettbewerbe gesehen und das, was eine Meisterschaft ausmacht, erleben können. Die Atmosphäre im Stadion und die Bedingungen bereiteten uns viel Freude."

Zum aktuellen Leistungsstand stellte er fest: "Wir haben viele unserer Leistungsträger in einer sehr guten Verfassung sehen können." Zwei Athleten konnten sich am zweiten Tag der Titelkämpfe mit entsprechenden Normen noch für die Weltmeisterschaft, die im August in Moskau stattfindet, empfehlen.

Julian Reus (TV Wattenscheid 01) stieg in Ulm zum Sprintkönig auf. Seinem 100-Meter-Erfolg vom Samstag - bereits mit WM-Norm - ließ er auf den 200 Metern einen nicht weniger überzeugenden Sieg folgen. Der Wattenscheider verbesserte bei Gegenwind (-0,4 m/sec) seine persönliche Bestzeit von 20,56 auf 20,36 Sekunden und erfüllte damit eine weitere WM-Norm. Idriss Gonschinska lobte ihn entsprechend für sein "fantastisches Wochenende".

"Es hat alles von vorne bis hinten gepasst. Besser geht es eigentlich gar nicht. Ich wusste, dass ich die Norm über beide Strecken laufen kann", stellte Julian Reus selbst fest. "Bei der WM in Moskau will ich wieder in den Bereich der Saisonbestleistung laufen." Er hat dann aber auch die Staffel im Blick und favorisiert deshalb auch einen Einzelstart in Russland über 100 Meter.

Mit Tobias Scherbarth brachte sich ein weiterer Stabhochspringer für die WM in Moskau ins Gespräch. Der Leverkusener erfüllte in Ulm als Dritter mit 5,70 Metern die WM-Norm. "Er konnte in die Phalanx der starken Stabhochspringer eindringen. Auch dieser Wettbewerb war ungemein spannend", sagte Idriss Gonschinska.

Der Olympia-Zweite Björn Otto (ASV Köln) gewann dabei mit 5,80 Metern seinen ersten deutschen Freilufttitel. Auf dem Silberrang landete der Zweibrücker Raphael Holzdeppe (5,75 m).



Die Olympia-Zweite im Speerwurf, Christina Obergföll (LG Offenburg), musste dagegen einen Tag nach ihrem Diamond League-Erfolg in Paris (Frankreich) ihre erste Saisonniederlage einstecken. 61,73 Meter waren zu wenig, um die Olympia-Dritte Linda Stahl (TSV Bayer 04 Leverkusen; 63,70 m) zu schlagen.

Ein Pechvogel des Wochenendes war der Mittelstreckler Homiyu Tesfaye. Der Frankfurter zog sich bei seiner 800 Meter-Niederlage gegen den Leverkusener Robin Schembera eine muskuläre Verletzung zu, die noch genauer diagnostiziert werden muss. Es steht aber bereits fest, dass er für die anstehende U23-EM in Tampere (Finnland) ausfällt.

Die Ergebnisse der U23-EM spielen auch bei der WM-Nominierung noch eine Rolle. Am 15. Juli werden sich die DLV-Verantwortlichen dann mit dem Team für Moskau beschäftigen.

 


Quelle: DLV

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