Westdeutscher Fussballverband e.V.
Allgemein 16.06.2014

Julius-Hirsch-Preis 2014: Bewerbungsphase läuft

Julius-Hirsch-Preis 2014: Bewerbungsphase läuft

Noch bis zum 30. Juni läuft die Ausschreibung für den Julius-Hirsch-Preis des Deutschen Fußball-Bundes 2014. Bewerben können sich Vereine, Initiativen und Einzelpersonen, die sich im Zeitraum von Juli 2013 bis Juni 2014 im Zusammenhang mit dem Fußball in besonderem Maße für Toleranz und Respekt, für Demokratie und Menschenrechte sowie gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus eingesetzt haben. Ausgezeichnet werden sowohl zeitlich befristete Aktionen als auch unbefristete Projekte.

Mit der Stiftung des Julius-Hirsch-Preises erinnert der Deutsche Fußball-Bund an den 1943 in Auschwitz ermordeten deutschen Nationalspieler jüdischen Glaubens. Der schnelle und torgefährliche Angriffsspieler gehörte vor dem ersten Weltkrieg zu den populärsten Fußballern Deutschlands und wurde 1910 mit der dem Karlsruher FV und 1914 mit der Spielvereinigung Fürth Deutscher Meister. Julius Hirsch steht stellvertretend für viele bedeutende jüdische Spieler, Trainer und Funktionäre, die den deutschen Fußball maßgeblich geprägt haben.

Bewerbungsfrist bis 30. Juni

Die Bewerbungsfrist des mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Julius-Hirsch-Preises endet am 30. Juni 2014. Die drei Sieger werden am Rande eines Länderspiels der Nationalmannschaft feierlich ausgezeichnet. Darüber hinaus gibt es für die Bewerber weitere attraktive Sachpreise zu gewinnen.

Ausführliche Informationen sowie die Bewerbungsunterlagen sind zu finden unter Julius-Hirsch-Preis. Die Ausschreibungsunterlagen können auch postalisch (Deutscher Fußball-Bund, Stichwort: Julius-Hirsch-Preis 2014, Otto-Fleck-Schneise 6, 60528 Frankfurt) oder per E-Mail angefordert werden.

Westfälischer Verein SJC Hövelriege im Vorjahr mit Julius-Hirsch-Preis geehrt

Im vergangenen Jahr hat der westfälische Verein Sport- und Jugendclub (SJC) Hövelriege den Julius-Hirsch-Preis erhalten. Der Verein aus dem Kreis Paderborn hatte im Juli 2012 mit einer Gruppe von 40 Jugendlichen Gedenkstätten der SS-Massaker im griechischen Kalavrita und Distomo besucht. Dort führten die jungen Fußballer auch ein langes, schweres Gespräch mit Irina Lichouriti, deren Bruder und Vater 1943 umgebracht wurden. Soldaten der deutschen Wehrmacht erschossen damals innerhalb von drei Stunden mehr als 600 Männer. Vorbereitet wurde die Reise durch intensives Lesen und Lernen, nach der Rückkehr verarbeiteten die Hövelrieger Jugendlichen das Erlebte in einem Theaterstück. Dafür wurde der Klub bereits vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien bereits ausgezeichnet. Im Oktober 2013 erhielten sie aus den Händen von Andreas Hirsch, dem Enkel des ehemaligen Nationalspielers, und im Beisein von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach den Julius-Hirsch-Preis 2013. Hier geht es zum Video des Preisträgers.

 

Quelle: DFB/FLVW

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