Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 15.07.2013

Lena Malkus: U23-EM-Titel und WM-Norm

Gold für Lena Malkus

Weitspringerin Lena Malkus (Preußen Münster, Foto) setzte bei den U23- Europameisterschaften in Tampere wieder einmal ihre gesamte Kraft in den letzten Versuch, „flog“ auf ihre neue persönliche Bestweite von 6,76m (bisher 6,72m) und holte sich damit „Gold“ vor Krystyna Hryshutyna (Ukraine, 6,61m) und Dafine Schippers (Niederlande, 6,59m).

Gleichzeitig übertraf die 19-jährige Münsteranerin bei ihrem Triumph die Norm für die Weltmeisterschaften in Moskau um einen Zentimeter.

Lena Malkus Erfolgsrezept in Tampere war, an sich zu glauben. So lief im letzten Durchgang  für sie alles von alleine ab. „Meine Trainerin Elke Bartschat und ich  haben uns immer gesagt, dass das heute mein Tag ist. Dass dieser Erfolg  jetzt wirklich wahr geworden ist-  ich kann es gar nicht fassen. Gold mit WM-Norm. Das ist ja der Hammer,“ jubelte die erste Jugend-Olympiasiegerin von 2010.

Für Lena Malkus ist Weitsprung oft eine Kopfsache. So hatte sie die Qualifikation für die WM in Moskau nach einigen vergeblichen Versuchen  bereits aus ihrer Gedankenwelt ausgeblendet und  konzentrierte sie sich auf andere Dinge. Dies machte sie wesentlich lockerer, so dass sie in Tampere zum großen Schlag ausholen konnte.

Zum Zeitpunkt der WM hat die Münsteranerin einige Uni-Prüfungen im Fach- Psychologie anstehen, doch wird es da für sie  sicherlich eine Lösung geben, denn sie möchte sich ihre erste WM-Teilnahme bei den Männern und Frauen nicht entgehen lassen.

"Gold" für die 4x100m-Staffel

Einen erfreulichen Erfolg für Westfalen bescherte auch die 4x100m-Staffel der Juniorinnen, die in der Besetzung Luise Hollender (SC Neubrandenburg), Leena Günther (LT DSHS Köln), Tatjana Pinto (LG Ratio Münster) und Katharina Grompe (LG Olympia Dortmund) mit dem neuen Meisterschaftsrekord von 43,29 Sekunden den Titel vor Großbritannien (43,83 Sek.) und Italien (43,86 Sek.) gewann. Das DLV-Quartett glänzte durch seine optimalen Wechsel. „Wir haben das richtige Maß zwischen Sicherheitswechseln und  dem nötigen Risiko gefunden,“ freute sich Tatjana Pinto, die zuvor mit ihrem dritten Platz im 100m-Einzellauf in 11,50 Sekunden nicht zufrieden war.

Während  sich Tatjana Pinto und Leena Günther bereits im 100m- Einzelwettbewerb „warmlaufen konnten“, mussten Luise Hollender bis zum Schlusstag warten, bevor sie mit der Staffel in das Wettkampfgeschehen konnten. „Es war nicht einfach. während der Meisterschaftstage die Spannung hochzuhalten, aber das lange Warten hat sich gelohnt,“ strahlte Katharina Grompe.

Nele Hollmann auf Platz fünf

In Bestform präsentierte sich auch Hochspringerin Nele Hollmann (TV Wattenscheid) in Tampere. Die Wattenscheiderin stieg bei 1,71m ein und meisterte alle Höhen im ersten Versuch. Mit ausgezeichneten 1,87m belegte die Hallen-DM-Dritte von Dortmund einen respektablen fünften Rang und verbesserte dabei ihre persönliche Bestleistung um einen Zentimeter. „Ich hatte im Vorfeld nicht mit dieser Leistung gerechnet“, sagte die überglückliche Nele Hollmann, „aber ich hatte gute Trainingsleistungen und bin im Training neulich auch Bestleistung gesprungen. Beim Einspringen in Tampere bin ich auch schon über 1,80 gesprungen. Es hat einfach alles gepasst – und es hat sich gelohnt, hier gewesen zu sein, auch wenn ich dafür die Deutschen Meisterschaften in Ulm sausen lassen musste.“ Ihre Teamkollegin Nadja Kampschulte bliebt bereits in der Qualifikation mit 1,77m "hängen".

Im 10000m-Lauf kam Hendrik Pfeiffer (TV Wattenscheid) in 30:19,55 Minuten auf den zwölften Rang. Diese Platzierung entsprach nicht seinen Vorstellungen. „Ich hätte mich lieber auf mein eigenes Tempo konzentrieren sollen, mit diesen Tempowechseln kam ich nicht klar,“ betonte der Schützling von Tono Kirschbaum, dem zudem der harte  Bahnbelag nicht lag.

Im Diskuswerfen landete Benedikt Sienens (LAC Veltins Hochsauerland) bester Versuch bei der Weite von 57,23m, die ihm Rang neun einbrachte.

 

Quelle: FLVW/Peter Middel

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