Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 21.02.2013

LG Olympia Dortmund will Heimvorteil nutzen

Das LGO-Team (Foto: Horst Merz)

Zunächst hatte man befürchtet, dass die LG Olympia Dortmund bei den 60. Deutschen Hallenmeisterschaften am 23./24. Februar in Dortmund eventuell nur zwei oder drei Athletinnen stellen würde, doch nun haben die „Rothemden“ erfreulicherweise sechs Starterinnen und Starter gemeldet. Hinzu kommt eine 4x200m-Staffel der Frauen.

„Wir möchten uns vor heimischem Publikum von der besten Seite präsentieren,“ gab der Präsident der LG Olympia Dortmund, Jörg Lennardt, anlässlich einer Pressekonferenz im SportCentrum des TSC Eintracht Dortmund 48/95 als Losung aus.

Gespannt ist man im Dortmunder Lager vor allem auf den 800m-Lauf der Frauen, in dem sich Lokalmatadorin Jana Hartmann mit einem schnellen Lauf von der großen Meisterschaftsbühne verabschieden möchte. Danach  will die Vorzeige-Athletin der LG Olympia Dortmund ihre erfolgreiche Karriere langsam ausklingen lassen, indem sie sich bei Meetings als Tempomacherin zur Verfügung stellt  oder gelegentlich in der 4x400m-Vereinsstaffel läuft.

Jana Hartmann, die nach ihrer  unglücklich verlaufenen Saison 2012 nicht mehr der Sportfördergruppe der Bundespolizei angehört, muss momentan am Dortmunder Flughafen vollen Dienst leisten und kann daher nur noch eingeschränkt trainieren. Dennoch führt sie die aktuelle DLV-Bestenliste mit 2:04,14 Minuten vor Sonja Mosler (TV Herkenrath, 2:05,13 Min.) und Anne Kesselring (LAC Quelle Fürth, 2:06,75 Min.) an. 

Für die Dortmunder Titelkämpfe hält sie sich mit einer Prognose hinsichtlich eines Platzes bzw. einer Zeit jedoch zurück: „Ich möchte in erster Linie ein gutes Rennen abliefern. Das bin ich dem Dortmunder Publikum schuldig. Mehr möchte ich nicht sagen.“

Gespannt ist man im 800m-Lauf auch auf den Auftritt von Jana Hartmanns Teamkollegin  Carolin Stophff, die in letzter Zeit trotz ihrer Studienbelastungen zu großer Form auflief und sich über 800m auf ausgezeichnete 2:08,83 Minuten verbesserte. Falls die angehende Lehrerin diese Leistung auf heimischem Boden wiederholen sollte, kann sie im Finale unter die ersten Sechs kommen. „Mein Ziel ist zunächst  das Finale. Dafür werde ich schon im Vorlauf bis zum Anschlag laufen müssen. Danach werde ich weitersehen,“ lautet die Devise von Carolin Strophff.

Recht hohe Ziele hat sich die Vorjahresjugendliche Katharina Grompe gesetzt, die über 60m und 200m in den Endlauf kommen möchte. Die 19-Jährige ist sich allerdings ihrer schwierigen Aufgabe bewusst: „Für mich ist es  eine ganz große Herausforderung, mich mit den schnellsten DLV-Sprinterinnen vor heimischem Publikum messen zu dürfen. Wenn ich das schaffen sollte, wäre das für mich nach meinem Pech-Jahr 2012 ein Riesen-Schritt nach vorne.“

Im 3000m-Lauf der Männer hofft Fynn Schwiegelshohn, der in dieser Hallensaison schon 8:11,52 Minuten erzielte, auf eine Zeit unter 8:10 Minuten. Damit kann der Schützling von Michael Glass unter die ersten Acht kommen.

Michael Wilms, der über 1500m in der aktuellen Hallen-Bestenliste mit der Zeit  von 3:50,94 Minuten zu Buche steht, verfügt ebenfalls noch über ein gewisses Steigerungspotential, so dass ihm LGO-Coach Pierre Ayadi den Endlauf zutraut.

Für Michael Sommer war es schon ein großer Erfolg, sich für die Dortmunder Titelkämpfe zu qualifizieren. Sein Ziel ist daher, seine Meldeleistung von 21,90 Sekunden zu bestätigen.

Staffel hofft auf einen Platz unter den ersten Acht

In der 4x200m-Staffel der Frauen trifft die LG Olympia Dortmund  mit einem Quartett an,  dem  zwei 800m-Läuferinnen (Jana Hartmann, Carolin Strophff), eine Sprinterin (Katharina Grompe), die  voraussichtlich mehrere Rennen in den Beinen haben wird, und eine Jugendliche (Sarah Nierath) angehören. Dennoch ist LGO-Trainer Uli Kunst zuversichtlich: „Unser Ziel ist ein Platz unter den ersten Acht. Das müssten wir schaffen.“

 

Quelle: FLVW/Peter Middel

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