Westdeutscher Fussballverband e.V.
Allgemein 04.02.2013

NRW-Sport soll Planungssicherheit erhalten

Der Vorstand und das Präsidium des LSB wünschen sich einen erneuerten Pakt für den Sport. (Foto: Andrea Bowinkelmann)

Die Rückkehr zur bisherigen Partnerschaft „auf Augenhöhe“ bleibt das erklärte Ziel: Die NRW-Landesregierung hat am Samstag angekündigt, die jüngsten atmosphärischen Störungen mit dem Landessportbund NRW zeitnah aus dem Weg zu räumen und bis spätestens zum Sommer die finanzielle Planungssicherheit für den organisierten Sport in NRW vertraglich zu fixieren.

„Wir werden nun zügig an die notwendigen Gespräche gehen. Denn wir wollen den Pakt für den Sport erneuern und sind zuversichtlich, dass wir das auch gemeinsam erreichen können“, betonte Bernd Neuendorf, Staatssekretär im NRW-Sportministerium, als Gast auf der LSB-Mitgliederversammlung 2013 in Recklinghausen. LSB-Präsident Walter Schneeloch nahm das Signal vor den rund 400 Delegierten im Ruhrfestspielhaus zunächst zur Kenntnis: „Das hören wir gerne, aber wenn die Landesregierung einen Pakt für den Sport will, dann muss sie ihn jetzt sehr rasch beschließen. Denn wir brauchen finanzielle Klarheit, weil man sonst keine verlässliche Sportentwicklung in NRW betreiben kann – darauf sind Landessportbund, seine Fachverbände und Stadt- und Kreissportbünde einfach angewiesen.“

Politischer Wille ist gefragt

Derzeit muss der Landessportbund von Mindereinnahmen in Höhe von über drei Millionen Euro für den Etat 2013 ausgehen, da die mehrfach angekündigte Zusage einer schriftlichen Vereinbarung durch die Landesregierung bislang nicht vorliegt. Konkret geht es um eine reduzierte Unterstützung aus Lotteriemitteln sowie bei den zweckgebundenen Landesmitteln. „Es gibt viele Programme, bei denen wir gut zusammen arbeiten und den Sport in NRW öffentlich darstellen können. Landesregierung und LSB bleiben verlässliche Partner“, erklärte Neuendorf in Vertretung von NRW-Sportministerin Ute Schäfer: „Trotz der Verzögerung stehen wir zu unseren Zusagen, daran wird nicht gerüttelt“. Dagegen forderte LSB-Präsident Schneeloch unter Beifall der Anwesenden: „Wo ein politischer Wille ist, kann dieser auch durchgesetzt werden. Und nun geht es um den politischen Willen der Landesregierung, die mit uns vereinbarten Ziele für die Sportentwicklung in NRW finanziell abzusichern“.

Nachwuchs-Patenschaften im Leistungssport

Zum ersten Mal wurden im Rahmen der Mitgliederversammlung Nachwuchs-Patenschaften für Individualsportler im Leistungssport vergeben. Ausgewählt wurden Badminton-Spielerin Judith Petrikowski vom BC Phönix Hövelhof, Eisschnellläufer Joshua Anderson vom EC Grefrath 1992 sowie Rollstuhl-Tischtennisspieler Valentin Baus von der BSG Duisburg-Buchholze. Die offizielle Übergabe der Urkunden übernahm Siebenkämpferin Jennifer Oeser (TSV Bayer 04 Leverkusen). Mit der Auszeichnung verbunden ist eine finanzielle Unterstützung von 300 Euro/monatlich pro Person für die Laufzeit von einem Jahr.

DOSB würdigt langjähriges LSB-Engagement

In Recklinghausen erhielt der Landessportbund NRW für sein besonderes Engagement zur nachhaltigen Förderung einer gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern im organisierten Sport eine DOSB-Ehrenurkunde. Die insgesamt siebenköpfige Jury würdigte damit im Rahmen des DOSB-Verbandswettbewerbs 2012 „Mit gutem Beispiel voran - gemeinsam an die Spitze!“ den langjährigen und wegweisenden Einsatz des LSB für Gleichstellung und Chancengleichheit, der als zentrale Aufgabe in der Satzung formuliert ist.

Aus den Händen der zuständigen DOSB-Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung, llse Ridder-Melchers, sowie des DOSB-Vizepräsidenten Wirtschaft und Finanzen, Hans-Peter Krämer, nahm Mona Küppers als Sprecherin der Frauen im LSB die erstmals vergebene Ehrenurkunde entgegen.

Text: Frank-Michael Rall, Theo Düttmann (LSB-NRW)

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