Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 20.11.2012

LVN und FLVW erörtern wichtige Sachfragen

LVN und FLVW rücken immer mehr zusammen. Foto: Middel

Die Leichtathleten des LV Nordrhein und des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen rücken in wichtigen Sachfragen immer näher zusammen.

So wurde auf einer gemeinsamen Klausurtagung im SportCentrum Kamen-Kaiserau ausführlich über die geplante Einführung der Deutschen Meisterschaften
M/W15 gesprochen.

Die Vertreter beider Verbände stehen dieser Neuerung positiv gegenüber und  meinen, dass diese Titelkämpfe auch mit dem neuen Wettkampfsystem Kinder-Leichtathletik, das anlässlich der Deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid verabschiedet wurde,  vereinbar sind. „Berücksichtigen müssen wir allerdings, dass die Deutschen Meisterschaften M/W15  Einfluss auf unsere Förder- und Kaderbesetzungen  sowie  auf unser Ausbildungssystem  haben. Diese Problematik muss noch nachverhandelt  werden“, betonte LVN-Vize-Präsident
Dr. Peter Wastl.

Der Vorsitzende des westfälischen Leichtathletik-Ausschusses, Peter Westermann, berichtete, dass in Westfalen noch die Vertreter der Kreise und Vereine befragt werden, damit der FLVW  ein vollständiges Meinungsbild zu dieser Thematik erhält.

Die deutschen Meisterschaften in den Blockwettkämpfen sollen in Zukunft zugunsten der Einzeltitelkämpfe M/W 15 gestrichen werden. So sehen es die Pläne des DLV vor. Gleichzeitig können sich die jungen Athletinnen und Athleten über die Blockwettkämpfe auf regionaler Ebene für die Einzelmeisterschaften qualifizieren.

Diese Regelung ist nach Meinung des LVN und des FLVW  nachvollziehbar, doch liegt die Gefahr nahe, dass die Blockwettkämpfe an Bedeutung verlieren. „Aufgrund der derzeitigen Planungen müssen die Blockwettkämpfe auf jeden Fall beibehalten werden, denn die Blockwettkämpfe sollen ja als Qualifikationskriterium für die deutschen Einzel­meisterschaften herangezogen werden“, kündigte Peter Wester­mann an.

„Da das bisher von einer Arbeitsgruppe des DLV entwickelte Konzept zunächst zurückgestellt wurde und  mit weiteren Vertretern aus allen Fachgruppen des DLV sowie mit weiteren Experten ergebnisoffen überarbeitete werden soll, werden wir jetzt  die weitere Entwicklung zu diesem Thema im DLV abwarten und uns dann entsprechend neu positionieren“, so die einhellige Meinung von Dr. Peter Wastl und Peter Westermann.

Probleme bereiten in beiden Verbänden die Firmenläufe, die nur in Ausnahmefällen offiziell bei den Leichtathleten angemeldet werden. Hier ergibt sich eine  Konkurrenz zu den traditionellen Volksläufen. Der LVN und der FLVW wollen dieser Entwicklung nicht mehr tatenlos zusehen. So haben die Laufwarte in beiden Verbänden den Auftrag erhalten, zusammen mit den hauptamtlichen Mitarbeitern Strategien zu entwickeln, wie man die Veranstalter von den Firmenläufen mit ins Boot nehmen kann.

Der LVN und der FLVW wollen auf dem Laufsektor in Zukunft deutlich mehr herausstellen, welche Vorteile es hat, eine Laufveranstaltung über den Verband abzuwickeln. Dabei geht es nicht nur um den Versicherungsschutz. Nutzen haben die Veranstalter vor allem auch  durch den Terminschutz, den Terminkalender und  die Terminbörse, die der LVN und der FLVW ab 2013 gemeinsam durchführen werden. „Zudem sollte man  auch an die Solidargemeinschaft der Leichtathleten appellieren. Wenn die Veranstalter von Firmenläufen mit den Verbänden zusammenarbeiten, unterstützen sie auch unsere Jugendarbeit sowie unsere Ausbildung von Übungsleitern und Kampfrichtern. Davon profitieren letztlich alle, die Laufveranstaltungen durchführen“, unterstrich Dr. Peter Wastl.

Thematisiert wurden auch Fragen der Sicherheit bei Stadionwettkämpfen, die  durch den tragischen Tod eines Kampfrichters bei einer Leichtathletik-Veranstaltung in Düsseldorf ausgelöst wurden. Hier wollen beide Verbände zunächst einmal die Ergebnisse der NeKariA-Arbeitsgruppe auf DLV-Ebene abwarten, bevor weitere Beschlüsse gefasst werden.

 

Quelle: Peter Middel

 

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