Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 22.10.2013

FLVW und LVN möchten ab 2015 ein neues Meisterschaftskonzept präsentieren

Das Konzept der westdeutschen Meisterschaften wird überarbeitet. Das ist das Ergebnis der gemeinsamen Präsidiumssitzung des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen und des LV Nordrhein im SportCentrum Kamen-Kaiserau.

Einzelne Details sollen in einem Expertengespräch, zu dem man auch Vertreter der „Jugend" und der „Senioren" einladen will, erarbeitet werden. Die Ergebnisse werden dann den Präsidien der beiden Landesverbände im Laufe des kommenden Jahres zur Abstimmung vorgelegt. In den Entscheidungsprozess wird auch der LV Rheinland, der ebenfalls zum Westdeutschen Leichtathletik-Verband zählt, einbezogen.

„Wir wollen in bestimmten Bereichen Meisterschaften zusammenlegen, damit wir weniger Termine haben. Zudem hoffen wir auf attraktivere Teilnehmerfelder. In der Vergangenheit kam es da in einigen Disziplinen zu Problemen. Wenn der FLVW und der LVN auf dem Meisterschaftssektor in Zukunft noch mehr zusammenarbeiten, werden wir diese sicherlich in den Griff bekommen," zeigte sich FLVW-Sportwart Hubert Funke optimistisch. Seiner Meinung nach macht es zudem keinen Sinn bei einer gemeinsamen Leistungssportförderung in NRW, weiter separate Meisterschaften anzubieten.

Der Geschäftsführer des LV Nordrhein, Hans- Joachim Scheer, betrachtete die Problematik noch unter einem anderen Blickwinkel: „Unser Meisterschaftsangebot auf westdeutscher Ebene ist in der Vergangenheit unkoordiniert gewachsen. Da ist nur immer an Details gearbeitet worden- mehr nicht. Wichtig ist daher, dass wir für die Zukunft ein Konzept aus einem Guss entwickeln."

Der FLVW und der LV Nordrhein werden in den nächsten Jahren jedoch nicht gänzlich auf Landesmeisterschaften verzichten. „Dort, wo es angebracht ist, werden wir diese Titelkämpfe weiter anbieten, denn wir müssen auch ansprechende Angebote für die zweite und dritte Reihe haben," erläuterte Hans-Joachim Scheer.

Nach Meinung von Hubert Funke bieten sich Landesmeisterschaften vor allem für die Schüler- und U18-Klassen an, weil in diesen Altersgruppen die Nachfrage nach diesen Titelkämpfen noch recht groß ist. Anders sieht es in der Klasse U20 aus, wo die Teilnehmerfelder immer dünner werden. Hier setzt man auf das neue Meisterschaftskonzept, das ab 2015 greifen soll.

Auf DLV-Ebene vertreten der LVN und der FLVW die Auffassung, dass die Blockwettkämpfe erhalten bleiben müssen, solange sich die Deutschen Einzelmeisterschaften der Altersklasse U16 lediglich in einer Projektphase befinden. Der LVN und der FLVW möchten die Leistungssportförderung auch in den Klassen U20/U18 durchführen. Zudem wollen sie im Nachwuchsbereich die Gebiete der Talentsuche und Talentförderung verstärken. Diese Ziele haben personelle Umstrukturierungen zur Folge, die noch mit den Förderpartnern (LSB, Sportministerium und Sportstiftung NRW) abgesprochen werden müssen.

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen und der LV Nordrhein führen vom 4. bis 22. November erstmals im Disziplin-Block Sprung eine B-Trainer-Ausbildung nach dem Prinzip des „Blended Learning" durch. Online-Lernphasen und zwei Präsenz-Phasen im SportCentrum Kamen-Kaiserau wechseln sich dabei ab. Beide Verbände beschreiten mit dieser Form der Ausbildung Neuland.

Als äußerst positiv bewertet wurde der zentrale Kaderauftakt, der erstmals nach der Zusammenlegung der Leistungssportförderung der NRW-Leichtathletik-Landesverbände gemeinsam in der Dortmunder Helmut-Körnig- Halle durchgeführt wurde. Diese Veranstaltung hatte eine starke Außenwirkung nicht nur auf die D-Kader-Athletinnen und -Athleten, sondern auch auf deren Heimtrainer und Eltern.

„Der LVN und der FLVW sind zwei starke Landesverbände im DLV. Daher ist es wichtig, dass wir gemeinsam nach außen Flagge zeigen und damit unterstreichen, dass wir gemeinsam in einem Boot sitzen," betonte FLVW-Vizepräsident Leichtathletik, Hans Schulz, zum Abschluss der gemeinsamen Präsidiumssitzung.

Quelle: FLVW/Peter Middel

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