Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 31.01.2014

Malte Mohr gewinnt Stabhochsprung mit 5,65 m

Malte Mohr

David Storl (LAC Erdgas Chemnitz) und Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge) sorgten für die Glanzlichter beim neunten internationalen Hallenmeeting in Düsseldorf. Storl erreichte vor 2000 Zuschauern im zweiten Versuch des Kugelstoßens ausgezeichnete 21,10m und ließ damit Olympiasieger Tomasz Majewski (20,53m) keine Chance.

Trotzdem übte der Doppelweltmeister nach seinem überzeugenden Auftritt Selbstkritik: „Zwei Versuche, die zwischen 21,50m und 21,60m lagen, waren bei mir leider ungültig, weil sich zu nervös in den Wettkampf gegangen bin.“

Den Kugelstoß-Wettbewerb der Damen entschied  Vize-Weltmeisterin Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge) mit der neuen persönlichen Bestweite von  19,93m (bisher 19,79m) vor der Ungarin Anita Marton (17,85m) und Josephine Terlecki (Hallesche LAF, 17,36m) für sich.  Mit ihren in Düsseldorf erzielten Leistungen konnten David Storl und Christina Schwanitz  jeweils ihren ersten Platz in der Weltrangliste weiter ausbauen.

Im Dreisprung der Frauen überraschte die aufstrebende Kristin Gierisch (LAZ  Erdgas Chemnitz) mit ihrem sicheren Erfolg mit respektablen 14,13m vor der Polin Anna Jagaciak (13,47m) und der deutschen Meisterin Jenny Elbe (13,60m).

Tatjana Pinto Fünfte über 60 m in 7,32 Sekunden

Sehr viel Beifall erhielt Verena Sailer (MTG Mannheim), die im 60m-Sprint der Frauen in ausgezeichneten 7,19 Sekunden hauchdünn vor den beiden US-Amerikanerinnen Lekeisha Lawson (7,20 Sek.) und Chauntae Bayne (7,22 Sek.) lag und damit die Norm für die Hallen-WM vom 7. bis 9. März im polnischen Sopot um fünf Hundertstelsekunden unterbot. „Da ist noch etwas drin,“ befand die frühere 100m-Europameisterin. Tatjana Pinto (LG brillux Münster) erreichte als Fünfte 7,32 Sekunden und war damit vier Hundertstelsekunden langsamer als bei ihrem Sieg bei den westfälischen Hallenmeisterschaften.

Pech für Christian Blum

Pech hatte  Christian Blum (TV Wattenscheid), der über 60m als Vierter  mit 6,63 Sekunden zum wiederholten Mal die Vorgabe für Sopot um eine Hundertstelsekunde verfehlte. „Ich hätte heute noch einen zweiten Lauf gebrauchen können. Dann hätte ich eventuell die Norm erreicht. Es gibt noch einige technische Fehler, die ich abstellen muss. In meiner Ganzjahresplanung ist die Hallen-WM aber für mich nicht entscheidend,“ erklärte der dreifache deutsche Hallenmeister über 60m.

Pamela Dutkiewicz (TV Wattenscheid) erreichte über 60 Meter Hürden als Vorlauf-Fünfte mit hervorragenden 8,23 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit. „Es hat sich angedeutet“, sagte ihr Coach Slawomir  Filipowski, „sie ist super angelaufen, hat dann an der zweiten Hürde ein bisschen Schnelligkeit verloren. Nun hoffen wir auf eine erneute Steigerung am Sonntag bei den Westdeutschen Hallenmeisterschaften in Leverkusen.“

Malte Mohr nur mit kurzem Anlauf

Mit einer Enttäuschung für die DLV-Athleten endete der Stabhochsprung der Männer. Den Wettbewerb gewann der Wattenscheider Malte Mohr mit wenig überzeugenden 5,65m. Weltmeister Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) beendete den Wettbewerb nach drei gescheiterten Versuchen über 5,20m mit einem „Salto nullo“ und der Olympiazweite Björn Otto (ASV Köln) konnte wegen einer Fußverletzung, die er sich beim Einspringen zugezogen hatte, erst gar nicht in den Wettkampf eingreifen.  „Das war mein erster  Wettkampf der Hallensaison. Da weiß man nie genau, wo man steht. Ich wollte eigentlich die WM-Norm heute abhaken. Das hat bislang immer im ersten Wettkampf geklappt, heute leider nicht,“ bedauerte der letzt jährige Hallen-EM-Dritte. Eine Erklärung mag vielleicht sein, dass Malte Mohr nur mit 14, statt normalerweise mit 16 Schritten anlief. Trotz einer leichten Schulterverletzung startet der Wattenscheider am kommenden Samstag beim Hallen-Meeting in Karlsruhe. Dort soll es für ihn auf jeden Fall höher hinaus gehen als in Düsseldorf.

Quelle: FLVW/Peter Middel

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