Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 09.08.2013

Malte Mohr will sich auf kein konkretes Ziel festlegen

Malte Mohr (Foto: getty-images)

Angekommen! Auch der Wattenscheider Stabhochspringer Malte Mohr ist inzwischen in der WM-Stadt Moskau, wo er sich am 10. August fürs Finale am Montag qualifizieren will. Der Wettkampf beginnt um 8.15 Uhr deutscher Zeit, in Russland ist es also viertel nach zehn.

Nicht gerade ein Sportler-Traum, aber da müssen sie jetzt alle durch. Gegen 6.00 Uhr Ortszeit wird Malte Mohr sicherlich aufstehen, um auf Touren zu kommen. Die Qualifikationshöhe steht auch schon fest: 5,70 Meter sind gefordert, um Montag ab 17.00 Uhr beim Endkampf dabei zu sein. „Das wird man nicht springen müssen“, so die Kalkulation des erfahrenen Wattenscheiders, für den es dennoch wie immer in der Quali um alles geht: „Stabhoch, das sind immer 100 Prozent. Sonst springst du gar keine Höhe.“

Es war bis jetzt schon ein ziemlich erfolgreiches Jahr für den Deutschen Meister der Jahre 2010 bis 2012. Er ist amtierender Deutscher Hallen-Vizemeister, holte Bronze bei der Hallen-EM. Im Sommer startete er mit einer stabilen Serie, in Rom überquerte er Anfang Juni 5,86 Meter. Die WM-Qualifikation war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Dann folgten Rückenprobleme, eine enttäuschende Deutsche Meisterschaft und eine längere Wettkampfpause. Aktuell hat Malte Mohr aber keinerlei Verletzungssorgen – und auch die zuletzt fehlende Wettkampfpraxis ist kein Problem für den gebürtigen Bochumer: „Logisch: Man holt sich mit Wettkämpfen Sicherheit. Aber das fehlt mir nicht. Ich ziehe mein Selbstvertrauen aus dem ganzen Saisonverlauf. Es wird in dieselben Höhen gehen, wenn ich meine Leistung abrufe! Und ansonsten bin ich so fit, dass ich an Rom anknüpfen kann und will.“

Malte Mohr will den "Ball" möglichst flach halten

Auf ein konkretes Ziel mag sich der Mann vom TV Wattenscheid 01 diesmal nicht festlegen: „Über Medaillen mache ich mir keine Gedanken, ich will so hoch wie möglich springen. Wenn es für eine Medaille reicht – gut.“ Natürlich weiß Malte Mohr, dass er nicht unbedingt zum Kreis der heißesten Favoriten zählt. Aber er hatte kürzlich schon angedeutet, dass er gern als Außenseiter für eine Überraschung sorgen würde. Ansonsten hält er den Ball mit einem typischen „Malte“ flach: „Sich eine Podest-Platzierung vorzunehmen, ist ja auch Quatsch. Es gibt viele, die sich was vornehmen. Bis auf drei werden alle enttäuscht.“

 

Quelle: FLVW/Michael Ragsch

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