Westdeutscher Fussballverband e.V.
Futsal 07.06.2017

MCH Futsal Club Sennestadt holt das Double

WDFV-Futsal-Pokal 2017: Pokalschreck Futsal Freakz Gütersloh scheitert erst im Finale knapp mit 6:7

Machten das Double perfekt: MCH FC Sennestadt. Links im Bild Dr. Niels Lange (Vorsitzender WDFV-Freizeit- und Breitensportausschuss), der den Pokal an das Siegerteam überreicht hat. (Foto: Nicole Bentrup)
Machten das Double perfekt: MCH FC Sennestadt. Links im Bild Dr. Niels Lange (Vorsitzender WDFV-Freizeit- und Breitensportausschuss), der den Pokal an das Siegerteam überreicht hat. (Foto: Nicole Bentrup)

Dass der Pokal auch im Futsal seine eigenen Gesetze hat, ließ sich unschwer an den Namen der Mannschaften in der Finalbegegnung erkennen. Denn dort standen sich am 3. Juni 2017 der Westdeutsche Meister MCH Futsal Club Sennestadt und der Tabellenvierte der Oberliga Westfalen, die Futsal Freakz aus Gütersloh gegenüber. David gegen Goliath, auf dem Papier eine klare Angelegenheit. Aber die Freakz bewiesen auch im Finale eindrucksvoll, dass sie zu Recht dort standen. Immerhin kickten sie so etablierte Regionalliga Teams wie die Futsal Panthers Köln, den SC Aachen und die Holzpfosten aus Schwerte recht überlegen aus dem Wettbewerb.

Auch der MCH, der aktuell drei Nationalspieler stellt, lieferte im gesamten Pokalverlauf eine überzeugende Vorstellung ab. Sein souveräner Weg führte über den UFC Paderborn (8:2) und die Lions aus Düsseldorf (11:7) ins ostwestfälische Finale. Und das sollte sich in der mit 250 Zuschauern gut besuchten Gütersloher Reinhard-Mohn-Sporthalle zu einem echten Schlagabtausch entwickeln – beste Werbung für diese rasante und technisch anspruchsvolle Sportart.

Finale wurde vorverlegt

Eine Mammut-Aufgabe aber hatte der Gütersloher Mannschaftsverantwortliche Jürgen Wittwer im Vorfeld zu leisten. Innerhalb von vier Tagen musste er das Finale organisieren, da der DFB auf den ursprünglich geplanten Finaltermin einen Lehrgang der Futsal Nationalmannschaft gelegt hatte. Und da viele Spieler ihren Urlaub so geplant hatten, dass sie den im Anschluss ans Finale (vorher 10. Juni) antreten wollten, blieb nur die Alternative, das Spiel vorzuverlegen. Nicht in Bestbesetzung, aber dennoch gut aufgestellt präsentierte sich der Underdog aus der Westfalenliga über den gesamten Spielverlauf als ebenbürtiger Gegner.

Kopf an Kopf Rennen

Die Sennestädter gingen erst einmal schnell mit 2:0 in Führung – und das Spiel schien den erwarteten Verlauf zu nehmen. Doch dagegen hatten die Gütersloher etwas und kamen kurz darauf zum verdienten Anschlusstreffer. In einem harten und körperbetonten Spiel schenkten sich beide Teams nichts. Die Emotionen kochten auf dem Parkett und auch auf der Zuschauertribüne hoch, als die Freakz das Spiel unbeirrt fortsetzten, obwohl ein Sennestädter Spieler verletzt am Boden lag. Doch das Schiedsrichtergespann Scheltrup/Schell behielt den Überblick und konnte die aufgeheizte Stimmung schnell wieder beruhigen. Mit 5:3 für den Favoriten ging es dann in die Halbzeitpause.

Aber der Westfalenligist hatte sich etwas vorgenommen und stellte mit 5:5 und 6:6 gleich zweimal einen Gleichstand her. Nur ein Tor trennte die Gütersloher von der Sensation, und die Uhr zeigte noch eine Restzeit von zwei Minuten. Doch dann schnappte sich MCH-Edeltechniker Ersin Gül die Kugel und schob zum 7:6 Endstand ein – das Double war perfekt! Nach dem Abpfiff war die Enttäuschung bei den Freakz groß, aber sie haben einen tollen Fight abgeliefert und schenkten dem Gegner nichts. In dieser Form sind sie ein echter Aufstiegsaspirant für die kommende Saison in der Oberliga Westfalen.

Die Siegerehrung mit Pokalübergabe wurde von Dr. Niels Lange persönlich vorgenommen: „Wir haben heute ein fantastisches Finale gesehen. Ein rasantes Spiel mit allem, was Futsal ausmacht. Ich denke, das war eine richtig gute Werbung für diese aufstrebende Sportart“, zeigte sich der F+B Ausschuss-Vorsitzende des Westdeutschen Fußballverbands hochzufrieden nach dem Match.

Tore: 0:1 Matic (3.), 0:2 Erdem (4.), 1:2 Carvalho (8.), 1:3 Sözer (10.), 2:3 Lopez (11.), 2:4 Erdem (12.), 3:4 Özdogan (14.), 3:5 Sözer (20.), 4:5 Oliveira (23.), 5:5 Lopez (29.), 5:6 Sözer (30.), 6:6 Aghaima (36.), 6:7 Gül (38.).

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