Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 09.02.2016

Borussia Mönchengladbach und
SF Lotte ziehen den Verfolgern davon

22. Spieltag in der Regionalliga West

Impressionen vom Spiel FC Kray - SF Lotte.  (alle Fotos: Mrugalla)
Impressionen vom Spiel FC Kray - SF Lotte. (alle Fotos: Mrugalla) - Klicken Sie auf das Bild für eine Slideshow

Die U23-Fußballer von Borussia Mönchengladbach und die Sportfreunde Lotte ziehen ihren Verfolgern an der Tabellenspitze in der Regionalliga West davon. Am 22. Spieltag setzten sich die Gladbacher Mannschaft von Trainer Arie van Lent mit 2:1 gegen die SG Wattenscheid durch und behielt die Tabellenführung mit einem Punkt Vorsprung auf Lotte. Der Tabellenzweite gewann 3:1 gegen den FC Kray, hat allerdings eine Partie weniger als die Borussia ausgetragen.

Neben Wattenscheid konnten auch die weiteren Verfolger des Spitzenduos nicht Schritt halten. Viktoria Köln musste sich mit einem 1:1 gegen die U23 von Borussia Dortmund begnügen und hat als Tabellendritter bereits sieben Zähler Rückstand auf Lotte. RW Oberhausen kam gegen RW Ahlen nicht über ein 0:0 hinaus.

Für den Traditionsclub RW Essen bleibt die Situation bedrohlich. Der deutsche Meister von 1955 holte beim 0:0 gegen den SV Rödinghausen das fünfte Remis hintereinander und hat nur drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. Einige Konkurrenten im Abstiegskampf haben allerdings weniger Spiele ausgetragen. Das Match zwischen der U23 von Schalke 04 und Alemannia Aachen fiel am Wochenende witterungsbedingt aus.

Im Duell der rheinischen U23-Teams siegte Fortuna Düsseldorf 3:0 gegen den 1. FC Köln. Den Torreigen für die Fortuna hatte Kemal Rüzgar (33.) eröffnet. In der Schlussphase schraubten Tugrul Erat (84.) und Rafael Garcia (86.) das Ergebnis in die Höhe. Mit dem Sieg festigten die Landeshauptstädter einen Platz im gesicherten Mittelfeld. Die „Geißböcke“ warten seit drei Begegnungen auf einen Sieg, blieben zuletzt auch dreimal in Folge ohne Torerfolg.

Das Aufeinandertreffen der beiden abstiegsbedrohten Aufsteiger TuS Erndtebrück und FC Wegberg-Beeck entschieden die Gastgeber 1:0 (1:0) für sich. Den einzigen Treffer der Partie markierte Ridvan Balci (37.), der erst während der Winterpause vom Niederrhein-Oberligisten ETB Schwarz-Weiß Essen nach Erndtebrück gewechselt war.

Mit ihrem vierten Saisonsieg verkürzten die Wittgensteiner den Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz auf sechs Zähler. Wegberg-Beeck bleibt mit fünf Punkten nach 20 Begegnungen abgeschlagenes Schlusslicht.

Erneut kein Sieg für Rot-Weiß Oberhausen

Rot-Weiß Oberhausen blieb zum Auftakt der 22. Runde zum vierten Mal in Serie ohne Sieg. Im ersten Ligaspiel des neuen Jahres kam RWO am Freitagabend vor 1916 Zuschauern nicht über ein 0:0 gegen Rot Weiss Ahlen hinaus. Der Aufsteiger aus Ahlen, langjähriger Klub von RWO-Trainer Andreas Zimmermann, beendete dagegen einen Negativlauf von drei Niederlagen hintereinander.

Für Zimmermann war die Begegnung eine ganz besondere Partie. Der heute 46-jährige Fußballlehrer hatte zunächst von 1996 bis 2002 als Profi in Ahlen gespielt und später zwischen 2008 bis 2010 als Nachwuchskoordinator, U19-, U23-, Co- sowie Interims-Cheftrainer für Rot Weiss gearbeitet.

Auch der Oberhausener Winterzugang Bertul Kocabas hat eine Ahlener Vergangenheit, wurde dort in der Jugend ausgebildet und debütierte 2010 in der 2. Bundesliga. Auf seinen Pflichtspieleinstand im RWO-Trikot muss der 23-jährige Stürmer noch warten. Kocabas stand gegen Ahlen zwar im Kader, blieb aber 90 Minuten auf der Ersatzbank.

Verl feiert Derbysieg in Wiedenbrück

Mit einem 1:0 (0:0)-Derbysieg beim benachbarten SC Wiedenbrück verschaffte sich der SC Verl im Kampf um den Klassenverbleib wertvolle Luft. Im Wiedenbrücker Jahnstadion mussten die Fans lange Zeit auf einen Treffer warten. Erst in der Nachspielzeit stellte Torjäger Hamadi Al Ghaddioui (90.+2) die Weichen für die Verler auf Sieg. Für den 25-Jährigen war es bereits der zehnte Saisontreffer.

Mit dem siebten Saisonsieg baute die Mannschaft von SCV-Trainer Andreas Golombek, die seit vier Spieltagen ungeschlagen ist (zwei Siege, zwei Remis) den Vorsprung vor der Gefahrenzone auf fünf Punkte aus. Für Wiedenbrück schrumpfte dagegen das Polster auf die Abstiegsränge auf drei Zähler. Seit drei Begegnungen warten die von Alfons Beckstedde trainierten Wiedenbrücker auf einen Sieg.

Text: WFLV/FUSSBALL.DE/mspw

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