Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 01.11.2012

Moritz Cleve wagt etwas Neues

Moritz Cleve (180)

Moritz Cleve wagt was Neues: Der Wattenscheider Zehnkämpfer, 2009 immerhin Teilnehmer der Heim-Weltmeisterschaft in Berlin, will im kommenden Jahr über 400 Meter Hürden antreten.

Cleve hat sich jetzt der Wattenscheider Hürden-Trainingsgruppe von Dietmar Ragsch angeschlossen, zu der auch der zweimalige DM-Sechste Mirko Schmidt gehört. „Ich habe eine ordentliche 400-Meter-Zeit, die ich natürlich noch verbessern muss“, sagt Cleve, „der Trainer sagt, dass ich auch eine ganz gute Hürdentechnik habe. Aber die Zeit ist das Entscheidende. Ich muss an die 48,00 Sekunden über 400 Meter ran, um über die Hürde auf 51,00 Sekunden zu kommen. Das ist das Ziel, das ich mir selber gesteckt habe. Ein bisschen Druck schadet nicht!“ Die aktuelle 400-Meter-Bestzeit des Wattenscheiders liegt bei 48,39 Sekunden. Sein Ziel für 2013 ist das Erreichen des Endlaufs bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm. „Das sollte funktionieren, wenn meine Entwicklung so läuft, wie ich mir das denke“, erklärt der 25-jährige gebürtige Augsburger, der in diesem Jahr an der Kansas State University seinen Bachelor in Journalismus und Massenkommunikation (Schwerpunkt: PR) gebaut hat.

Seit vier Wochen trainiert Moritz Cleve jetzt in der Ragsch-Gruppe mit. Seine Bilanz bisher: „Es macht Spaß, auch in der Gruppe. Ich habe ja die letzten zwei Jahre im Prinzip alleine trainiert. Davon habe ich genug. Man ist oft auch viel zu hart zu sich selber.“ Wie anspruchsvoll die neue Disziplin ist, hat der Universiade-Vierte des Jahres 2009 schon festgestellt: „Es ist viel schwieriger, als ich mir immer vorgestellt habe – mit dem Rhythmus, der Technik.“ Und warum der Wechsel? „Die neue Disziplin ist nicht so ein Zeitschlucker wie der Zehnkampf. Man kann einen Einstieg in die Arbeitswelt vornehmen und trotzdem noch Leichtathletik machen.“ Ganz verabschieden von der alten Liebe will sich der Wattenscheider aber nicht: „Ich werde sicher noch mal einen Zehnkampf oder einen Siebenkampf in der Halle machen!“

 

Quelle/FLVW: Michael Ragsch

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