Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 10.09.2012

Münster-Marathon:
7000 Läufer und afrikanische Triumphe

Joan Rotich (Nr. 13) führte bereits nach ca. 10km das Damen-Feld an.  (Foto: Middel)

Die afrikanischen Langstreckler dominierten beim 11. Volksbank-Münster-Marathon, an dem über 7000 Läuferinnen und Läufer aus 33 Nationen teilnahmen. Bei den Männern setzte sich Nasef Ahmed (Marokko) nach 35km von seinen Verfolgern ab und siegte bei fast hochsommerlichen Temperaturen in 2:12:21 Minuten vor den beiden Kenianern Paul Kimugul (2:12:26 Min.) und Yator Kipkemoi (2:13:11 Std.).

„Das war ein toller Lauf. Vor allem die Zuschauer waren großartig. Leider war es in der letzten Phase des Rennens zu warm. Sonst wären die Zeiten sicherlich noch etwas schneller gewesen,“ erklärte der 35-jährige marokkanische Langstreckler, der nicht nur vom Laufen lebt, sondern als Anstreicher auch einer ganz normalen Tätigkeit nachgeht. In diesem Jahr rannte Nasef Ahmed, der Vater einer dreimonatigen Tochter ist, am 17. März in China bereits 2:10:58 Stunden.  

Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch die westdeutschen Marathonmeisterschaften ausgetragen. Den Titel sicherte sich Elias Sansar (LG Lage-Detmold) in 2:26:35 Stunden. vor Manuel Meyer (TV Wattenscheid, 2:28:15 Std.) und Robert Jäkel (TUS 08 Lintorf, 2:37:46 Std.). „Auf den letzten Kilometern war es einfach zu warm,“ befand der 32-jährige Detmolder, der 2008 die klassische Distanz schon einmal 2:22:03 Stunden zurücklegte. Und er ergänzte„Ich hatte mit Manuel Meyer bis 39km einen idealen Wegbegleiter, doch der musste leider auf den letzten drei Kilometern wegen Waden- Problemen enorm zurückstecken. So gesehen bin ich mit meiner Zeit sehr zufrieden, zumal ich zu Wochenbeginn auch Halsbeschwerden hatte.“

Bei den Damen fiel die Entscheidung auf den letzten 500m zugunsten der Kenianerin Joan Rotich, die in 2:38:12 Stunden knapp vor ihrer Teamkollegin Caroline Kwambai (2:38:26 Std.) und der Äthiopierin Eshetu Abiyot Derne (2:41:26 Std.) lag.

In der westdeutschen Wertung gewann  Christl Viebahn (LAZ Puma Rhein-Sieg) in  der neuen persönlichen Bestzeit von 2:47:52 Stunden vor Rike Westermann  (PSV GW Kassel, 2:59:29 Std.).

Christl Viebahn hatte wegen der Geburt ihrer beiden Söhne Nika (5 Jahre) und David (20 Monate) seit neun Jahren keinen Marathon mehr bestritten. Ihre bisherige Bestzeit betrug 3:16:00 Stunden.

Vor dem Rennen noch gestillt

Vor dem Lauf stillte sie noch Klein-David. „Wenn man wie ich um 5 Uhr aufsteht, bekommt man das alles noch gut auf die Reihe,“ berichtete die überglückliche neue westdeutsche Meisterin. Dass sie gut in Form war, wusste sie bereits am vergangenen Wochenende, als sie in Düsseldorf mit 34:52 Stunden eine neue persönliche Bestzeit über 10km erzielte.

De Vize-Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen, Hans Schulz, war voll des Lobes über die Veranstaltung: „Bei dem Lauf, der hervorragend organisiert war, herrschte eine großartige Stimmung im Zielbereich und entlang der Strecke. Wenn Läuferinnen und Läufer aus 33 Nationen mit gerannt sind, spricht das für den hohen Stellenwert  dieses Marathonlaufes, der mit den vielen bunten Gruppen auch ein Augenschmaus für die Zuschauer war.“ 

Text: Peter Middel (FLVW)

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