Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 06.12.2012

Stilles Gedenken am Regionalliga-Spieltag

Nach Tod des Schiedsrichters in den Niederlanden

Linienrichter

Am vergangenen Montag ist der niederländische Schiedsrichter-Assistent Richard Nieuwenhuizen im Alter von 41 Jahren den Verletzungen erlegen, die ihm bei einem Juniorenspiel in seiner Heimat durch körperliche Attacken einiger Fußballer zugefügt wurden. Die Umstände, die zum gewaltsamen Tod dieses Sportsmanns führten, erfüllen auch den Fußball in Deutschland mit Abscheu und Entsetzen.

Um dem tiefen Mitgefühl Ausdruck zu geben, soll am kommenden Wochenende bei allen Spielen der Regionalliga West eine Schweigeminute durchgeführt werden. Die Vereine wurden am Donnerstag durch den WFLV von diesem Vorhaben informiert.

"Der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband will gemeinsam mit den Vereinen aus seinen Ligen ein Zeichen gegen Gewalt und für den Respekt untereinander und insbesondere gegenüber den Unparteiischen setzen. Gewalt hat auf und neben den Fußballplätzen nichts verloren", sagte WFLV-Präsident Hermann Korfmacher. "Unser tiefes Mitgefühl gilt der Familie von Richard Nieuwenhuizen, seinen Freunden, seinem Verein und dem niederländischen Fußball."

Drei jugendliche Amateure vom SV Nieuw Sloten in den Niederlanden hatten am Sonntag nach einem Spiel in Almere bei Amsterdam den ehrenamtliche Linienrichter angegriffen, geschlagen und getreten. Der 41 Jahre alte Richard Nieuwenhuizen starb am Montagabend an schweren Hirnverletzungen in einem Krankenhaus. Die 15- und 16-jährigen Täter wurden festgenommen und sollen an diesem Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Sie wurden von ihrem Verein ausgeschlossen.

Bereits am Mittwoch hatte der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) für alle Wochenendspiele in seinem Verbandsgebiet eine Schweigeminute angekündigt. Dem schlossen sich der Fußballverband Niederrhein (FVN) und der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) am Donnerstag an.

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