Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 15.01.2013

Nächstes Live-Spiel in der Planung -
Runge tritt beim Wuppertaler SV zurück

Namen und Notizen aus der Regionalliga West

Lotte will auch in einem möglichen Live-Spiel den Überblick behalten. (Foto: Mrugalla)

Sportfreunde Lotte: Der TV-Sender Sport1 plant, das Spitzenspiel zwischen dem Tabellenführer Sportfreunde und dem viertplatzierten SC Fortuna Köln live zu übertragen. Dafür soll die Partie vom 2. Februar, auf Montag, 28. Januar, (ab 20.15 Uhr) vorverlegt werden. Die Pläne werden momentan in den Gremien erörtert und geprüft. Sport1 hatte durch die Vermittlung des WFLV bereits vor der Winterpause mehrere Partien live übertragen, zuletzt Rot-Weiß Oberhausen gegen die U 23 des FC Schalke 04 (1:2).

Wuppertaler SV Borussia: Friedhelm Runge, langjähriger Präsident und Großsponsor des Wuppertaler SV Borussia, ist aus persönlichen Gründen mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten. "Die Form der Anfeindungen und öffentlichen Beschimpfungen gegen meine Person übersteigt ein Maß, das ich für mich persönlich nicht mehr akzeptiere. Ich übergebe deshalb die Verantwortung für den WSV an den Verwaltungsrat“, sagte der 73-Jährige in einer Stellungnahme. Auch Co-Trainer Jörg Jung, der seinen Vertrag auf eigenen Wunsch aufgelöst hatte, und Felix Haas (zum Ligakonkurrenten Rot-Weiß Oberhausen) haben den Verein bereits verlassen.

FC Kray: Nach den Koreanern Woojae Shin und Su Min Kim vom hessischen Oberligisten OSC Vellmar hat sich der FC Kray weiter verstärkt. Evangelos Skraparas (zuletzt SC Westfalia Herne) und Torhüter Danny Holewa (zuletzt VfB Homberg) waren beim dritten Testspielsieg gegen den SV Sonsbeck (4:1) bereits dabei. "Die erste Halbzeit war besser als die zweite. An unserer Chancenverwertung müssen wir arbeiten“, so FCK-Trainer Dirk Wißel.

Rot-Weiss Essen: Der bisher im Mittelfeld eingesetzte Cebio Soukou wurde beim Testspiel von Rot-Weiss Essen gegen den Bundesligisten FSV Mainz 05 (0:1) ertsmals im Angriff getestet. "Cebio war sehr agil und ist eine ernsthafte Alternative für die Restrunde“, so Trainer Waldemar Wrobel nach dem auch insgesamt guten Auftritt der Essener. Ein Lob gab es für RWE auch von FSV-Trainer Thomas Tuchel: "Kompliment für eine spielerisch, läuferisch und taktisch starke Leistung.“ Im Training wird aktuell erneut Torhüter Daniel Schwabke (1. FC Köln) getestet.

SV Bergisch Gladbach 09: Reichlich Bewegung gab es im Kader von Bergisch Gladbach. Lukas Püttmann, Bastian Volkert und Dan Bucsa stehen 09-Trainer Dietmar "Didi“ Schacht in der Restrunde nicht mehr zur Verfügung. Während Volkert aus beruflichen Gründen kürzer treten möchte, kehrt Bucsa in seine rumänische Heimat zurück, Püttmann befindet sich noch auf Vereinssuche. Als Zugänge wurden der frühere malawische Nationalspieler Daniel Chitsulo (zuletzt SC Preußen Münster) und Kevin Reuter (FC Viktoria Köln) verpflichtet. Quelle: WFLV/DFB

Lotte überwintert auf der Pole-Position -
RW Essen hält Kontakt zur Spitzengruppe

21. Regionalliga-Spieltag

Lotte überwintert als Spitzenreiter (Foto: Mrugalla)

Rot-Weiss Essen hat in der Regionalliga West den Kontakt zur Tabellen-Spitzengruppe gehalten. Zum Abschluss des 21. Spieltags setzte sich der Traditionsclub am Sonntag mit 4:2 bei der SSVg Velbert durch und konnte mit nun 42 Punkten den fünften Platz festigen. Als Spitzenreiter gehen allerdings die Sportfreunde Lotte (44 Punkte) in die Winterpause. Die Mannschaft verabschiedete sich einem 1:0-Erfolg gegen die U 23 des 1. FC Köln in die Winterpause. Ebenfalls 44 Punkte hat der Nachwuchs von Schalke 04 nach einem 2:1 gegen RW Oberhausen.

Die Statistik zum Spieltag finden Sie hier!

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"Herbstmeister" Fortuna Köln (42) musste sich kurz vor der Winterpause mit einem 1:1 gegen den Wuppertaler SV begnügen und rutschte auf den vierten Platz. Die Fortuna hat allerdings ebenso wie der drittplatzierte Lokalrivale Viktoria Köln (43) ein Spiel weniger als Lotte und Schalke ausgetragen.

Der SC Wiedenbrück konnte sich mit einem 2:0-Sieg beim FC Kray von der Abstiegszone distanzieren. Der SV Bergisch Gladbach kassierte beim 0:6 gegen die U 23 von Borussia Mönchengladbach einen Rückschlag. Die Saison wird am 1. Februar 2013 mit dem 22. Spieltag fortgesetzt. Die ausstehenden Nachholspiele sind noch nicht terminiert.

Herbe Enttäuschung für Kray

Mit einer herben Enttäuschung endete das erfolgreiche Fußballjahr 2012 somit für den FC Kray. Gegen den SC Wiedenbrück kassierte der Regionalliga-Aufsteiger eine 0:2-Heimschlappe und überwintert auf Platz 18. Ausschlaggebend für die Niederlage war neben katastrophalen Fehlern im zentralen Mittelfeld auch ein von Georgios Ketsatis verschossener Foulelfmeter.

Viel Frust für Kray-Coach Dirk Wißel.

Eigentlich hatten sich die Krayer einiges vorgenommen. Mit einem Sieg im letzten Heimspiel des Jahres wollten sie auf 20 Punkte kommen und sich eine ordentliche Ausgangsposition für den Kampf um den Klassenerhalt verschaffen. Dreieinhalb Minuten nach dem Anpfiff lagen die Gastgeber jedoch schon in Rückstand. Nach einem Fehler von Ilias Elouriachi im Mittelfeld steuerte Wiedenbrücks Spielmacher Zlatko Muhovic plötzlich mutterseelenallein aufs Krayer Tor zu und ließ dem von seinen Rückenproblemen befreiten Omar Allouche keine Chance. „Wenn man sich so leichte Fehler im Aufbau erlaubt, dann darf man sich nicht wundern, wenn es nach drei Minuten 0:1 steht“, ärgerte sich Trainer Dirk Wißel hinterher.

Die Krayer zeigten sich allerdings wenig geschockt und hatten durch Philipp Schmidt (6.) und Kevin Barra (12.) gleich zwei gute Möglichkeiten. Beide Male reagierte Wiedenbrücks Torwart Marcel Hölscher allerdings glänzend. Die größte Chance zum Ausgleich vergab indes Georgios Ketsatis. Nachdem Hölscher Timur Karagülmez im Strafraum festgehalten hatte, trat der Krayer Linksverteidiger zum fälligen Strafstoß an – und jagte das Leder zwei Meter übers Tor.

Eine Minute vor der Pause pfiff der Schiedsrichter dann auf der anderen Seite Elfmeter. Nachdem Kapitän Kevin Barra leichtfertig einen Ball vertändelt hatte, brachte Hussein Allouche den durchstartenden Zlatko Muhovic regelwidrig zu Fall. Soner Dayangan nahm das Geschenk dankbar an und verwandelte sicher zum 0:2.

Dirk Wißel reagierte zur Pause auf die Defensivschwächen und nahm seine beiden „Sechser“ Kevin Barra und Ricardo Zweck vom Feld. Ihre Vertreter Dominik Immanuel und Ioannis Ketsatis konnten dem Krayer Spiel allerdings keine neuen Impulse geben. Der Aufsteiger wirkte müde, Torchancen blieben Mangelware. „In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel kontrolliert und wenig zugelassen“, freute sich Wiedenbrücks Trainer Theo Schneider über den vierten Sieg im fünften Spiel in Folge ohne Niederlage. Sein Kollege Dirk Wißel war weniger begeistert: „Engagement und Wille sind vorhanden. Doch es ist schlecht, wenn man denselben Fehler fünf- bis sechsmal macht.“

Jubel bei RW Essen

RW Essen in der Erfolgsspur

Rot-Weiss Essen bleibt zur Winterpause auf Schlagdistanz zur Tabellenspitze in der Regionalliga West. Zum Abschluss des 21. Spieltages setzte sich die Mannschaft von RWE-Trainer Waldemar Wrobel beim Aufsteiger SSVg. Velbert 4:2 (3:0) durch. Als Tabellenfünfter weisen die Essener zwei Punkte Rückstand zum Spitzenreiter Sportfreunde Lotte auf.

In Velbert legten die Rot-Weissen mit einem Blitzstart in der Anfangsviertelstunde den Grundstein zum zwölften Saisonsieg. Bereits nach 13 Minuten führte RWE durch die Tore von Kevin Pires-Rodrigues (3.), Benedikt Koep (9., Foulelfmeter) und Kerim Avci (13.), der Velberts Torhüter Manuel Lenz mit einem sehenswerten Lupfer überwinden konnte, 3:0.

Nach der Pause gelang RWE-Mittelfeldspieler Kerim Avci (66.) sein zweiter Treffer. Die Mannschaft von SSVg-Trainer Lars Leese konnte durch einen vom ehemaligen Essener Markus Kaya (56.) verwandelten Foulelfmeter und einem Tor des eingewechselten Jeffrey Tumanan (72.) zweimal verkürzen.

„Die ersten 20 Minuten waren große Klasse“, so RWE-Trainer Waldemar Wrobel. „In der zweiten Halbzeit fehlte uns etwas die Galligkeit. Wir hätten unsere Konter noch besser ausspielen können.“ Velberts Trainer Lars Leese war enttäuscht: „Die Anfangsphase war ein Albtraum für uns. Wir haben überhaupt keinen Zugriff bekommen. Das RWE fast doppelt so viele Punkte hat wie wir, kommt nicht von ungefähr.“ Quelle: WFLV/Leroi/DFB

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