Westdeutscher Fussballverband e.V.
Allgemein 26.01.2016

"!Nie wieder": WFLV unterstützt
"12. Erinnerungstag" im deutschen Fußball

Stadiondurchsage zum Download

"!Nie wieder": Eine Aktion gegen Diskriminierung, Entwürdigung und Verfolgung. (Foto: DFB/Getty)

„!Nie wieder“, diese Botschaft der Überlebenden des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau, haben Fußballfreunde 2004 aufgegriffen und den „Erinnerungstag im deutschen Fußball“ ins Leben gerufen.

Am 27. Januar 2004 wurde die Initiative in der Evangelischen Versöhnungskirche, KZ-Gedenkstätte Dachau, gegründet. Die Anregung kam aus Italien.

Ein Bündnis aus Einzelpersonen, Fangruppen und Fanprojekten, Vereinen, Verbänden und Institutionen aus dem Fußball gedenkt seitdem der preisgegebenen Familienmitglieder und engagiert sich für eine würdige Gedenkkultur und für ein Stadion ohne Diskriminierung.

Zum zwölften Mal ruft jetzt die Initiative "!Nie wieder" Profi- und Amateurvereine zu einem Erinnerungstag auf. Stadiondurchsagen und andere Zeichen sollen an die Menschen erinnern, die aufgrund ihres Glaubens, ihrer Herkunft, ihrer politischen Überzeugung oder ihrer sexuellen Orientierung im Nationalsozialismus entwürdigt und verfolgt wurden.Der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband (WFLV) schließt sich dem Aufruf des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL), die Initiative zu unterstützen, mit Nachdruck an.

Neben den Fußballverbänden unterstützen etwa Makkabi Deutschland, Borussia Dortmund, die FC Bayern-Erlebniswelt, die Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS), das Fanbündnis BAFF, das Eintracht-Frankfurt-Museum oder auch die Journalisten Dietrich Schulze-Marmeling, Christoph Ruf und Ronny Blaschke die Initiative. Die Aktionen werden rund um den Spiel- und Turniertag am 27. Januar stattfinden.

Am 27. Januar 1945 wurden die Häftlinge des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch sowjetische Soldaten befreit. Vergangenes Jahr etwa übernahmen Fans von Arminia Bielefeld die Patenschaft für zwei "Stolpersteine", in Gedenken an Julius Hesse und Fritz Grünewald, beide ehemalige Vereinsmitglieder, die in Auschwitz und Warschau ums Leben kamen. Spieler von Rot-Weiß Essen liefen 2013 mit Trikots auf, die auf der Frontseite das Bild von Julius Hirsch zeigten. Der Fanladen des 1. FC St. Pauli veranstaltet jährlich ein Treffen zum Internationalen Holocaust-Gedenktag.

Weitere Informationen zur Initiative "!Nie wieder" finden Sie hier!

Auch am Wochenende 29. bis 31. Januar können Fußball-Vereine in NRW den Opfern gedenken und ein Zeichen setzen. Einen Text für die Stadiondurchsage vor den Spielen finden Sie unten zum Download.

Initiative Nie wieder - Text Stadiondurchsage

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