Westdeutscher Fussballverband e.V.
Regionalliga West 21.11.2017

Ex-Bundesligist Wattenscheid 09 stellt sich neu auf

Notizen aus der Regionalliga West

Regionalliga West 17/18: Torshow vom 18. Spieltag.

Neuer Aufsichtsratsvorsitzender, neuer Vorstandsvorsitzender: Beim Ex-Bundesligisten SG Wattenscheid 09 aus der Regionalliga West wurden jetzt wichtige Personalentscheidungen getroffen. Der Wuppertaler SV absolviert ein Wintertrainingslager in Spanien, an dem sich auch die Mannschaft beteiligt. Beim Bonner SC steht der ehemalige Junioren-Nationalspieler Nico Perrey, „Torschütze des Monats“ im August, vor seinem Comeback und Rot-Weiss Essen muss mehrere Wochen auf Stammtorhüter Robin Heller verzichten. FUSSBALL.DE hat die wichtigsten Notizen aus der West-Staffel gesammelt.

Markovic führt Vorstand: Der Aufsichtsrat der SG 09 Wattenscheid hat wichtige Personalentscheidungen getroffen. Zunächst wurde der 44-jährige Unternehmer Oguzhan Can zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden und der 55-jährige Rechtsanwalt und Sportrechtler Christof Wieschemann zu dessen Vertreter gewählt. Außerdem wurde der 46-jährige Gastronom Hasan Simsek als kooptiertes Aufsichtsratsmitglied zusätzlich in das jetzt siebenköpfige Kontrollgremium aufgenommen. Neuer Vorstandsvorsitzender ist Dragan Markovic, 37-jähriger Geschäftsführer eines Sportstudios. Der zweifache Familienvater Markovic freut sich auf die „Mammutaufgabe“ in der Lohrheide. In den nächsten Wochen will der Aufsichtsrat Gespräche mit potentiellen Vorstandsmitgliedern führen, die Dragan Markovic unterstützen sollen. Das zuletzt einzig verbliebene Vorstandsmitglied Ralf Schäfer ist dagegen aus der Vereinsführung ausgeschieden.

Mannschaft beteiligt sich an Finanzierung: Der Wuppertaler SV reist im Rahmen der Wintervorbereitung in ein Trainingslager nach Spanien. Zwischen dem 27. Januar und dem 3. Februar 2018 schlägt der WSV seine Zelte in Oliva auf, einer Stadt mit 25.000 Einwohnern an der Costa del Azahar, die in der Provinz Valencia liegt. Das Wintertrainingslager ist fester Bestandteil des in diesem Jahr vorgestellten Konzepts „WSV2020“. Sportvorstand Manuel Bölstler erklärt: „Die Anlagen und die Infrastruktur in Oliva bieten genau das, was wir uns bei einem Trainingslager vorstellen. Der Aufenthalt ist noch nicht durchfinanziert, aber durch die Unterstützung einiger Sponsoren und privater Gönner wurde bereits ein größerer Teil der Kosten abgedeckt. Beim Rest geht der Vorstand erst einmal ins Risiko. Auch die Mannschaft beteiligt sich mit einem kleinen Teil an der Finanzierung. Das zeigt auch, wie sehr die Mannschaft hinter unserem Weg steht.“ Zur weiteren Finanzierung will der WSV Spielerpatenschaften für den Aufenthalt in Spanien verkaufen. Dabei ist es möglich, „Pate“ und zugleich „Mentor“ eines Spielers der ersten Mannschaft im Rahmen des Trainingslagers zu werden. Außerdem bietet der Verein den Paten unter anderem ein unterschriebenes Original-Trikot des Spielers mit gewünschtem Firmenlogo auf dem Arm sowie eine Nennung auf der neuen WSV-Homepage an.

Nach Lendenwirbelbruch wieder fit: Nach fast zwei Monaten und auskuriertem Lendenwirbelbruch stand Nico Perrey in der Partie gegen den Wuppertaler SV (1:4) erstmals wieder im Kader des Bonner SC. Zu einem Einsatz kam der 23-jährige Innenverteidiger aber noch nicht. Gut möglich, dass der ehemalige deutsche Junioren-Nationalspieler in der Begegnung gegen den SV Rödinghausen am Samstag (ab 18 Uhr) sein Comeback gibt. Zuletzt am Ball war Perrey im September in der Partie beim SC Verl (1:3). Wenige Wochen zuvor hatte er im Erstrundenspiel um den DFB-Pokal gegen den Bundesligisten Hannover 96 (2:6) mit einem spektakulären Hackentreffer das „Tor des Monats“ im August erzielt.

U19-Torwart rückt auf: Weil sich Stammtorhüter Robin Heller einer Schulter-Operation unterziehen muss, ändert sich bei Rot-Weiss Essen zumindest bis zur Winterpause die Reihenfolge der Torhüter. Vorerst wird Ersatztorhüter Marcel Lenz zwischen den Pfosten stehen. Seine erste Bewährungsprobe hat er am Sonntag (ab 18 Uhr) im Niederrheinpokal-Viertelfinale beim Oberligisten TuRU Düsseldorf. Neue Nummer zwei ist der erst 18-jährige Stefan Jaschin, der eigentlich bei der U 19 im Tor steht. Bei Überschneidungen mit Spielen der A-Junioren nimmt Torwarttrainer Manuel Lenz (33) bei der „Ersten“ auf der Bank Platz. Robin Heller steht den Rot-Weissen einige Wochen nicht zur Verfügung. Der 22-Jährige hat schon seit einiger Zeit mit Schulterproblemen zu kämpfen. Nun kommt er um eine Operation nicht herum. „Sollte Robin falsch auf die lädierte Stelle fallen, könnte das die Verletzung verschlimmern“, sagt Essens Sportlicher Leiter Jürgen Lucas im Gespräch mit FUSSBALL.DE. „Deshalb soll er nun so schnell wie möglich operiert werden. Ab dem Zeitpunkt der OP muss Robin sechs bis acht Wochen pausieren.“

Mission DFB-Pokal: Nach dem 1:0-Auswärtserfolg beim Fünftligisten SV Bergisch Gladbach 09 in der ersten Runde des Mittelrheinpokals geht es für den aktuellen Meister und Spitzenreiter FC Viktoria Köln bereits am Samstag (ab 15 Uhr) mit der Achtelfinalpartie weiter. Gegner ist dann Sechstligist SC Brühl, der sich gegen den gleichklassigen FC Blau-Weiß Friesdorf 2:1 durchsetzen konnte. Der Sieger des Mittelrheinpokals qualifiziert sich für den DFB-Pokal. Titelverteidiger ist der Bonner SC. Davor gewann Viktoria Köln dreimal in Folge den Mittelrheinpokal.

Mehnert trifft auf Ex-Klub: Der SC Wiedenbrück kann in der Nachholpartie beim Schlusslicht Westfalia Rhynern am Freitagabend (ab 19 Uhr) nicht auf Abwehrspieler Robin Twyrdy und Mittelfeldakteur Necirwan Khalil Mohammad zurückgreifen. Beide handelten sich im Ostwestfalenduell beim SV Rödinghausen (2:0) die fünfte Gelbe Karte ein. Für SCW-Trainer Björn Mehnert ist das Gastspiel in Rhynern eine besondere Partie. Der 41-jährige Dortmunder war bei den Hammer Vorstädtern Spieler und Trainer. Von Juli 2012 bis zum vergangenen Sommer leitete Mehnert die Geschicke in Rhynern und führte den Klub in der letzten Saison erstmals in der Vereinsgeschichte zum Aufstieg in die Regionalliga.

Jubiläum für Vollmerhausen und Bölstler: Das Spiel des Wuppertaler SV beim Bonner SC (4:1) war für WSV-Trainer Stefan Vollmerhausen und Sportvorstand Manuel Bölstler eine besondere Partie. Beide sind jetzt seit exakt 100 Pflichtspielen beim WSV im Amt. Und die Bilanz kann sich sehen lassen. Zu Buche stehen 53 Siege, 22 Remis und 25 Niederlagen. 2016 stiegen Vollmerhausen und Bölstler mit Wuppertal als Meister der Oberliga Niederrhein in die West-Staffel auf. „Wir freuen uns, schon 100 Spiele lang für den Verein tätig sein zu dürfen. Es war bisher schon eine arbeitsintensive, aber vor allem schöne Zeit. Gerade der Aufstieg in die Regionalliga war einer der schönsten Momente meiner Karriere. Wir wappnen uns aktuell für kommende Aufgaben, setzen bei spannenden Projekten erste Impulse und sind - strukturell und sportlich - weiter in der Entwicklungsphase. Das ist alles sehr spannend, verfolgt aber einen klaren Plan: Die Vision ‚WSV2020‘ wahr werden zu lassen.“ Das Konzept „WSV2020“ sieht vor, bis zum Jahr 2020 die Rückkehr in die 3. Liga zu realisieren. Am Samstag (ab 14 Uhr) will Wuppertal aber erst einmal das Halbfinale im Niederrheinpokal erreichen. Gegner ist Oberligist TV Jahn Hiesfeld.

Schnelles Wiedersehen mit RWE möglich: Im Rahmen der Pressekonferenz nach dem 1:0-Auswärtssieg der U 23 von Borussia Dortmund bei seinem Ex-Klub Rot-Weiss Essen war BVB-Trainer Jan Siewert die Freude anzumerken. „Es war ein sehr intensives Spiel. Wir wussten, wie gut RWE verteidigt“, sagte Siewert. Nachdem beide Teams in der Meisterschaft schon zweimal gegeneinander gespielt haben (2:2/1:0 für BVB), könnte es in der Winterpause zu einem schnellen Wiedersehen kommen. „Wir könnten während der Vorbereitung ein Testspiel gegeneinander absolvieren“, schlug Siewert vor.

FUSSBALL.DE/mspw

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