Westdeutscher Fussballverband e.V.
Leichtathletik 24.06.2013

NRW-Titelkämpfe:
Wind verhinderte bessere Sprintzeiten

Maike Dix, TV Wattenscheid (Foto: Peter Middel)

Der Gegenwind, der auf der Zielgeraden teilweise bis zu 5 Meter/Sekunde betrug, machte den Sprinterinnen und Sprintern bei den NRW-Meisterschaften in Bottrop zu schaffen. So blieb Maike Dix (TV Wattenscheid) die mit 12,13 Sekunden über 100m und 24,66 Sekunden über 200m Doppelsiegerin wurde, deutlich über ihren persönlichen Bestzeiten.

„Trotz meines Doppelerfolgs  bin ich natürlich nicht zufrieden mit meinen beiden Siegerzeiten, denn ich habe ein anderes Anspruchsniveau,“ kommentierte die 27-jährige Wattenscheiderin. 

Gut gelaunt zeigte sich dagegen Steven Müller (LC Paderborn, Foto), der im 200m-Lauf der Männer bei einem Gegenwind von 2,3m/s in 21,66 Sekunden als überlegener Sieger vor dem Wattenscheider Mirko Schmidt (22,07 Sek.) durchs Ziel stürmte. Der 22-jährige Paderborner rannte trotz der widrigen Windbedingungen seine bisher zweitschnellste Zeit auf der langen Sprint-Distanz. Das Interessante: Steven Müller, der eine persönliche Bestzeit von 21,36 Sekunden hat, treibt erst seit einem halben Jahr Leichtathletik. Zuvor hat er American Football gespielt. Um seine Schnelligkeit zu verbessern, schloss er sich den Leichtathleten des LC Paderborn an und wurde von ihnen mit offenen Armen aufgenommen. „Ich habe noch genügend Verbesserungspotential,“ meint der selbstbewusste Paderborner, der sich  bei Coach Otmar Velte in guten Händen befindet.

Trotz eines böigen Windes verbesserte Desiree Singh (LG Lippe-Süd) im Stabhochsprung ihre persönliche Jahresbestleistung um 5cm auf gute 4,20m. „Für die Bedingungen war ich sehr zufrieden mit meiner Höhe, denn es war sehr schwierig zu springen. Technisch war ich in den letzten Tagen bereits recht gut drauf,“ berichtete die frühere U18-Weltmeisterin, die nach dem Wettkampf gleich ihre Sachen packte, um mit ihrem Trainer Olaf Hilker und ihrem Töchterchen Emma zu den westfälischen Jugendmeisterschaften nach Recklinghausen zu fahren. Dort musste sie sich  als Siegerin jedoch mit der Höhe von 3,50m begnügen.

Starke Pamela Dutkiewicz

Pamela Dutkiewicz (TV Wattenscheid) deutete bereits im 100m-Hürdenvorlauf mit ihrer Zeit von 14,05 Sekunden ihre große Überlegenheit an. Im Finale setzte sich die 22-jährige Wattenscheiderin bei einem Gegenwind von 1,0m/s in 13,98 Sekunden souverän vor Bianca Broda (Recklinghäuser LC, 14,24 Sek.) durch. Eine Klasse für sich war auch ihre Teamkollegin Karoline Köhler, die über 400m-Hürden in 63,24 Sekunden Andrea Grönebaum (LG Lemgo, 68,18 Sek.) und Eva Möllersmann (ETG Recklinghausen, 70,34 Sek.) klar die Fersen zeigte.

Ihrer Konkurrenz haushoch überlegen war auch Samira Burkhardt (TV Wattenscheid), die im Kugelstoßen mit 15,14m Celia Nina Hagt (DJK Rheinkraft Neuss, 12,81 Sek.) nicht die Spur eine Chance ließ.

Im Hochsprung setzte sich Katarina Mögenburg, die die Tochter von Ex-Hochsprung- Olympiasieger Dietmar Mögenburg ist, mit 1,72m vor ihrer höhengleichen Teamkollegin Melina Brenner durch.

Im 1500m-Lauf der Männer beeindruckte der erst 17-jährige Taher Belkorchi (Bayer Leverkusen, Foto) mit seinem souveränen Solo-Rennen, das er trotz der widrigen Witterungsbedingungen in starken 3:46,94 Minuten vor Simon Huckestein (SG Wenden, 3:52,74 Min.) und Fynn Schwiegelshohn (LG Olympia Dortmund, 3:53,20 Min.) gewann. Der Marokkaner schloss zum Jahresbeginn dem TSV Bayer Leverkusen  an. 

Einen überlegenen Doppelerfolg für den TSV Bayer Leverkusen gab es im Hammerwerfen  der Männer durch Sven Möhsner (70,87m) und Benjamin Boruschewski (68,26m). Einen weiteren Titelgewinn für die Leverkusener Werfergarde gab es durch Daniela Manz, die bei den Damen mit 62,27m ungefährdet war.

Dass der TV Gladbeck im Sprintbereich der Männer über eine erstaunliche Breite verfügt,  unterstrichen die „Blauhemden“ über 4x100m, wo das erste Quartett mit Thomas Lohrengel, Simon Schlebach, Florian Lamers und Sebastian Fricke in 41,50 Sekunden vor der zweiten Vertretung des TV Gladbeck (Kruse, Bos, Jordan, Zenker/42,05 Sek.) gewann.  Im Hochsprung setzte sich Sebastian Kneifel (TV Wattenscheid) in 2,12m vor dem höhengleichen Leverkusener Sven Tarnowski durch.

Mehmet Yarimay mit knappen Kugelstoß-Erfolg

Im Kugelstoßen machte der Regen Mehmet Yarimay (LG Olympia Dortmund) einen Strich durch die Rechnung, denn er hätte gerne die Norm von 18,40m für die U23- Europameisterschaften vom 11. bis 15. Juli in Tampere übertroffen. Bei zwei recht weiten Stößen konnte sich der Schützling von LGO-Coach Friedrich Barth zudem nicht im Ring halten. Dennoch ist sein knapper Erfolg mit 17,83m vor dem Kölner Thomas Schmitt (17,82m) aller Achtung wert.

Im Diskuswerfen der Männer drückte der Rückenwind die Scheiben immer wieder nach unten, so dass Sieger Philippe Grewe (LG Olympia Dortmund) mit seiner Weite von 51,73m, mit der er vor Fabian Pudenz (TV Wattenscheid, 51,30m) und Pablo Nolte (LG Olympia Dortmund, 47,43m) gewann, verständlicherweise nicht zufrieden war.

Quelle: FLVW/Peter Middel

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