Westdeutscher Fussballverband e.V.
Verbandsnews 29.06.2013

Peter Frymuth ist neuer FVN-Päsident

Walter Hützen zum Ehrenpräsidenten ernannt

FVN-Präsident: Peter Frymuth.

Der Düsseldorfer Peter Frymuth ist neuer Vorsitzender des Fußballverbandes Niederrhein (FVN). Der Präsident vom Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf wurde am Samstag beim FVN-Verbandstag in Mönchengladbach einstimmig zum Nachfolger von Walter Hützens gewählt, der sich nach 24 Jahren als Vorsitzender nicht mehr zur Wahl stellte.

Der FVN ist mit rund 350 000 Mitgliedern der sechstgrößte Fußballverband innerhalb des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Der Verbandstag, der zu Ehren des scheidenden Präsidenten im Konzertsaal des Stadttheaters in seiner Heimatstadt Mönchengladbach stattfand, war geprägt von Hützens Abschied. Die Grußworte waren Worte des Respekts, der Anerkennung und des Dankes für seine Verdienste.

Das Präsidium des FVN: v.l. Flügel, Jades, Vos, Thiemann, Kreyer, Präsident Frymuth, Schmitz, Kurtz, Ehrenpräsident Hützen, Lörcks, Abrahams, Waldinger ©FVN e.V.

Mönchengladbachs Oberbürgermeister Norbert Bude zeigte sich „stolz, dass ein solch verdienter Ehrenamtler wie Walter Hützen aus Mönchengladbach kommt“ und forderte höchst anerkennend „Wir brauchen Menschen wie Sie!“ Auch DFB-Schatzmeister Horst R. Schmidt war voll des Lobes für die Arbeit Hützens und gemeinsam erzielte Erfolge. Hützens Freund und Amtskollege vom Mittelrhein, Alfred Vianden, stellte fest: „Auf Walter Hützen war und ist immer Verlass!“ LSB-Vizepräsident Stefan Klett bedankte sich für eine „menschliche Größe“, die Hützen immer wieder bewiesen habe.

Zu den Klängen von Sinatras „I did it my Way“ liefen Bilder aus 24 Jahren seiner Ära über die Leinwand, als Hützen in der ersten Amtshandlung seines Nachfolgers zum Ehrenpräsidenten des FV Niederrhein ernannt wurde. „Ich durfte viel erleben, habe viele Weggefährten und dadurch auch viele Freunde kennengelernt. Eine großartige Zeit, für die ich mich herzlich bedanken möchte!“ verabschiedete sich Hützen unter stehenden Ovationen des Publikums von der Bühne des Verbandstages und gab offen zu „Ich gehe mit etwas Wehmut.“

213 stimmberechtigte Delegierte wählten nicht nur Hützen zum Ehrenpräsidenten, sondern läuteten mit einstimmiger Wahl auch eine neue Zeitrechnung am Niederrhein ein: die Ära des Präsidenten Peter Frymuth. Frymuth, der zuvor 18 Jahre Vorsitzender des Jugendausschusses war und große Anerkennung in der Welt des Fußballs genießt, dankte herzlich für seine Wahl. Zwei inhaltliche Akzente setzte er zugleich – stets im Wissen darum, dass man Erfolge nur gemeinsam erzielen kann.

Frymuth betonte in seiner Ansprache als neuer Präsident des Fußballverbandes Niederrhein die Wichtigkeit gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft anzugehen und dabei keine Scheu vor neuen Aufgaben zu haben „Gegebenenfalls müssen wir uns in unseren Schwerpunkten vielleicht etwas umorganisieren, um die Zeit und Kraft für diese Aufgaben aufbringen zu können. Aber wir müssen auch neue Themen mit auf die Agenda nehmen.“ Insbesondere den Ganztag und die Schiedsrichtergewinnung stellte er hierbei in den Mittelpunkt. Es sei nicht alleine Aufgabe des Schiedsrichterausschusses Rahmenbedingungen zu schaffen "damit jungen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern, die sich in den Dienst des Spiels stellen und die Verantwortung auf dem Feld übernehmen, der Spaß an ihrem Hobby erhalten bleibt." Besonders am Herzen lag dem früheren Jugendobmann des Verbandes eine weiter Botschaft: „Kommunen müssen sich bewusst sein, dass Sportvereine die preisgünstigsten Sozialeinrichtungen sind und zentrale soziale Aufgaben übernehmen! Es gibt keine bessere Jugendeinrichtung als einen Verein!“

Das auf dem Verbandstag neu gewählte Präsidiumsteam um den Vorsitzenden Peter Frymuth (Düsseldorf), besteht aus: Vize-Präsident Jürgen Kreyer (Wassenberg), Schatzmeister Manfred Abrahams (Mönchengladbach), Beisitzer Thorsten Flügel (Essen), Vertreter der Kreise Franz-Josef Vos (Mönchengladbach), Vors. Qualifizierungsausschuss Peter Waldinger (Hilden), Vors. Fußballausschuss Wolfgang Jades (Moers), Vors. Ausschuss für Frauenfußball Gisela Schmitz (Mülheim), Vors. Schiedsrichterausschuss Andreas Thiemann (Moers), Vors. Freizeit- und Breitensport Georg Lörcks (Wesel) und dem bereits durch den Verbandsjugendtag gewählten Jugendobmann Michael Kurtz (Wuppertal).

Der bisherige Vize-Präsident Heinz Croonenbroeck (Wachtendonk) und Schatzmeister Josef Bowinkelmann (Mülheim) verabschiedeten sich aus dem Präsidium des FVN und wurden daher durch ihren langjährigen Wegbegleiter Walter Hützen zu Ehrenmitgliedern ernannt. „Die Verdienste der beiden sind groß. Die vielseitigen Aufgaben, die sie in der Vergangenheit übernommen haben, waren oftmals nicht leicht, doch sie haben sie hervorragend gemeistert. Allein die vielen Jahrzehnte ihrer Tätigkeit zeigen ihren Einsatz, für den wir sie heute gerne zu Ehrenmitgliedern ernennen möchten."

Die weiteren Ehrungen übernahm der neue Präsident. Die Ehrenplakette überreichte Frymuth an Theo Hogekamp, die goldene Ehrennadel an Henning Weber. „Stellvertretend für die vielen Mitarbeitern in den Gremien der Kreise“, galt „eine kleine Geste des Dankes“ in Form eines Blumenstraußes Heike Heise, Ferdinand Preckel und Hans-Joachim Voß.

Harmonisch und einstimmig verliefen die Wahlen der Verbandsausschüsse und Rechtsorgane sowie die Bestätigung der Anträge an den Verbandstag. Lediglich in einem Genehmigungsantrag gab es eine Wortmeldung. Die deutliche Mehrheit folgte jedoch auch hier den Vorschlägen aus Präsidium und Beirat.

Nach nur zweieinhalb Stunden durfte Peter Frymuth den Verbandstag 2013 bereits beenden und im Anschluss zum gemütlichen Ausklang einladen: „Es war ein besonderer Verbandstag in einem besonderen Rahmen. Die Grußworte unserer Gäste haben eine Verantwortung deutlich gemacht, in dem sie die Erfolge des Verbandes und insbesondere die großen Verdienste Walter Hützens aufgezeigt haben. Ich hoffe nun, dass wir die Herausforderungen alle gemeinsam angehen, damit wir auch nach den vor uns liegenden Jahren, auf dem nächsten Verbandstag wieder solch positive Grußworte zu hören bekommen!“

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